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Heilfasten bei Hashimoto – Chance oder Risiko für die Schilddrüse?

Die Autoimmunthyreoiditis Hashimoto gehört zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen und führt in vielen Fällen zu einer schleichenden Zerstörung der Schilddrüse. Die Folge ist eine zunehmende Schilddrüsenunterfunktion, die lebenslang behandelt werden muss. Doch während die Schulmedizin primär auf die Substitution mit Schilddrüsenhormonen setzt, fragen sich viele Betroffene, ob es nicht auch ganzheitliche Ansätze gibt, um die Krankheit zu beeinflussen.

Fasten ist eine der mächtigsten Methoden zur Regeneration des Körpers. Doch kann es auch bei Hashimoto helfen? Oder stellt es eine zusätzliche Belastung für den ohnehin angeschlagenen Stoffwechsel dar?

Fasten und das Immunsystem – was sagt die Forschung?

Fasten beeinflusst zahlreiche Immunprozesse. Die Immunreaktion, die hinter Hashimoto steckt, führt dazu, dass der Körper eigene Schilddrüsenzellen angreift. Fasten wiederum hat in Studien gezeigt, dass es entzündliche Prozesse dämpfen und überschießende Immunreaktionen regulieren kann.

Eine Untersuchung aus Japan deutet darauf hin, dass Kalorienrestriktion Autoimmunprozesse positiv beeinflussen könnte. Die Forscher untersuchten zwar allergische Hauterkrankungen, jedoch zeigen viele Autoimmunprozesse ähnliche Muster. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass Fasten oxidativen Stress reduzieren und damit möglicherweise auch Autoimmunreaktionen abmildern kann. Tipps zur Stressreduktion finden Sie hier: Stressabbau & Stressreduktion – Tipps gegen Stress

Auch aus der Praxis gibt es Berichte, dass sich Entzündungswerte und Symptome von Hashimoto durch Fasten verbessern können. Doch es gibt auch gegenteilige Erfahrungen – insbesondere, wenn Fasten falsch durchgeführt oder unzureichend begleitet wird.

Welche Fastenformen sind bei Hashimoto geeignet?

Nicht jede Fastenform ist für Hashimoto-Patienten gleichermaßen gut geeignet. Eine radikale Kalorienrestriktion über viele Tage kann problematisch sein, insbesondere wenn bereits eine ausgeprägte Unterfunktion besteht. Folgende Methoden haben sich als verträglicher erwiesen:

  • Intermittierendes Fasten (z. B. 16:8 oder 14:10): Diese sanfte Methode gibt dem Körper regelmäßige Essenspausen, ohne den Stoffwechsel drastisch zu verlangsamen.
  • Modifiziertes Fasten (Buchinger-Fasten mit Brühen, leichten Säften und gesunden Fetten): Diese Variante kann helfen, die Autophagie anzuregen, ohne den Körper in einen starken Energiemangel zu versetzen.
  • Kalorienreduziertes Fasten (Fasting Mimicking Diet nach Longo): Diese Methode kann helfen, die Vorteile des Fastens zu nutzen, ohne eine zu starke Belastung für den Körper darzustellen.

Ein längeres Wasserfasten kann dagegen bei manchen Betroffenen zu einer Verschärfung der Symptome führen, insbesondere wenn der Körper stark auf äußere Reize reagiert.

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Welche positiven Effekte kann Fasten auf Hashimoto haben?

Fasten kann den Körper auf mehreren Ebenen unterstützen:

  • Senkung entzündlicher Prozesse: Fasten kann die Bildung von entzündungsfördernden Zytokinen reduzieren und damit die autoimmune Reaktion dämpfen.
  • Reduktion von oxidativem Stress: Oxidativer Stress ist ein Treiber für Autoimmunprozesse. Fasten wirkt als natürlicher Antioxidans-Booster.
  • Verbesserung der Darmflora: Viele Hashimoto-Betroffene haben Probleme mit dem Darm. Fasten kann helfen, die Darmbarriere zu stärken und Dysbiosen auszugleichen. Weiterführend könnte sie Darmsanierung: Darmflora gut – Gesundheit gut interessieren.
  • Senkung der Insulinresistenz: Viele Menschen mit Hashimoto leiden unter einer gestörten Blutzuckerregulation. Fasten kann helfen, den Insulinspiegel zu stabilisieren.

Wann kann Fasten bei Hashimoto problematisch sein?

Fasten ist nicht für jeden Hashimoto-Betroffenen uneingeschränkt empfehlenswert. Besonders folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • Wenn bereits eine ausgeprägte Unterfunktion besteht: Fasten kann kurzfristig den Stoffwechsel senken, was für manche Betroffene problematisch sein kann.
  • Wenn eine Nebennierenschwäche vorliegt: Fasten kann in manchen Fällen den Cortisolspiegel beeinflussen und Stress für den Körper bedeuten.
  • Wenn bereits starkes Untergewicht oder Mangelerscheinungen bestehen: Fasten kann in solchen Fällen die Symptome verschärfen.

Wie kann Fasten optimal begleitet werden?

Hashimoto-Patienten sollten sich gut auf eine Fastenkur vorbereiten. Eine gezielte Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen kann helfen, den Körper zu stabilisieren:

  • Vitamin D: Unterstützt das Immunsystem und reguliert Entzündungsprozesse.
  • Selen: Wichtig für die Schilddrüsenfunktion und bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften.
  • Zink: Kann das Immunsystem modulieren und oxidative Schäden reduzieren.
  • Omega-3-Fettsäuren: Unterstützen die Zellmembranen und können entzündliche Prozesse abschwächen.
  • Eisen: Sollte überwacht werden, da Hashimoto-Patienten häufig unter einem Eisenmangel leiden.

Während des Fastens ist es wichtig, die Schilddrüsenmedikation nicht eigenmächtig zu verändern. Manche Patienten benötigen nach dem Fasten eine leichte Anpassung der Dosierung, weshalb eine Kontrolle der Werte nach der Kur sinnvoll ist.

Fazit – Fasten als begleitende Maßnahme bei Hashimoto

Fasten kann für viele Menschen mit Hashimoto eine wertvolle Unterstützung sein, um Entzündungsprozesse zu regulieren, den Darm zu entlasten und die Stoffwechselprozesse zu stabilisieren. Es ersetzt aber keine medikamentöse Therapie, insbesondere nicht in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung.

Wer mit Hashimoto fasten möchte, sollte eine sanftere Fastenform wählen und auf eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen achten. Regelmäßige ärztliche Begleitung kann helfen, Risiken zu minimieren und den größtmöglichen Nutzen aus der Fastenzeit zu ziehen.

Die Forschung zu Hashimoto und Fasten steckt noch in den Kinderschuhen, doch erste Hinweise deuten darauf hin, dass Fasten eine positive Rolle im Krankheitsmanagement spielen könnte – wenn es individuell angepasst wird.

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Dieser Beitrag wurde im November 2020 erstellt und letztmalig am 13.03.2025 aktualisiert.

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