Neueste Studien zeigen ein eindeutiges Bild der deutschen Bevölkerung, das auch jeder Mensch tagtäglich in der Öffentlichkeit sehen kann.

Die Leute wird immer dicker, ernähren sich immer ungesünder und treiben auch zu wenig Sport.

Dennoch wollen aber auch diese Menschen gerne schlank und rank sein und stecken dabei ihr Vertrauen in zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, die gerne hoch gepriesen werden.

Ähnlich ergeht es auch der vitaminähnlichen Substanz L-Carnitin, die eine gewisse Rolle im Energiestoffwechsel unter anderem des Menschen besitzt. So dient L-Carnitin  als Transporter für langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien, die oft „Zellkraftwerke“ genannt werden. Dort werden bekanntermaßen die Fettsäuren zur Energiegewinnung genutzt.

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Ganz klar also, dass dieses Produkt förderlich sein kann, wenn man den überflüssigen Pfunden an Bauch und an der Hüfte den Kampf ansagt, aber ganz so einfach, wie es sich anhört, ist das halt nicht immer.

Auch, wenn die generelle Funktion von L-Carnitin eindeutig ist und nicht angefochten wird, so gibt es doch kontroverse Meinungen dazu, ob L-Carnitin als Supplementierung wirklich dabei hilft, dass mehr Fett verbrannt wird.

Eine Vielzahl von Studien sprechen dabei eine eindeutige Sprache und lassen L-Carnitin in keinem guten Licht dastehen. Angeblich sollen zusätzliche positive Effekte bei einer Diät durch vermehrte L-Carnitin-Dosierungen nicht gegeben sein.

Andererseits sind dagegen andere Sportwissenschaftler davon überzeugt, dass L-Carnitin bei großen Ausdauerleistungen, welche dann ja auch hauptsächlich ihre Energie aus dem Fettstoffwechsel beziehen, positive Auswirkungen hat.

Eine Studie der Universität Leipzig zeigte im Jahr 2002 beispielsweise deutliche Hinweise darauf, dass die Fettverbrennung bei gesunden Erwachsenen durch L-Carnitin deutlich gesteigert werden kann. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die Universität Rostock.

Auch diese Meinung ist aber umstritten, letzten Endes rät die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen von einer Supplementierung von L-Carnitin ab, sie sei schlichtweg unnötig und koste nur Geld.

Wirkung bis heute unklar

Studien aus den USA wiederum ergeben für L-Carnitin wenigstens bei sehr sportlichen Personen Vorteile, da angeblich weniger freie Radikale gebildet werden, weniger Muskelkater und weniger Muskelschäden beim Training entstehen. Die Regeneration nach intensivem Training soll also verbessert sein.

Dass L-Carnitin für Sportler nützlich sein kann, besagt auch eine britische Studie der Universität Exeter aus 2011. Dabei testeten Forscher den Vitalstoff an Menschen, die intensiv trainieren. L-Carnitin kurbelte in die Fettverbrennung an und schonte die Reserven der „Muskelstärke“ Glykogen.

Außerdem konnte der Vitalstoff in den Untersuchungen die Milchsäuregärung (anaerober Abbau) hemmen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie iranischer Wissenschaftler der Shahid Sadoughi University of Medical Sciences aus 2020. Die Forscher fassen hier die Durchsicht von 37 wissenschaftlichen Arbeiten zusammen. In diesen Studien sind die Daten von insgesamt 2.292 Menschen enthalten.

Das Resultat zeigt, dass L-Carnitin das Abnehmen unterstützen kann, wenn auch nur in geringem Maße. Wohlgemerkt beziehen sich diese Ergebnisse nicht ausschließlich nur auf Sportler. Hingegen betonen die Wissenschaftler, dass besonders übergewichtige Menschen von dem Vitalstoff profitieren, weil speziell das Körperfett abgebaut wird.

Allerdings weist eine Studie aus dem Jahr 2013 darauf hin, dass die regelmäßige Einnahme von L-Carnitin ein Risikofaktor für Arteriosklerose sein könnte. Bestimmte Darmbakterien, die vor allem bei Menschen vorkommen, die regelmäßig Fleisch essen, verstoffwechseln das Carnitin zu Trimethylaminoxid, das den Cholesterintransport aus den Zellen unterdrücken kann.

In einem solchen Fall würde sich Cholesterin an den Gefäßwänden ablagern und eine Entstehung von Arteriosklerose begünstigen. Einige Forscher sind allerdings der Ansicht, dass dies nur bei Menschen eine Rolle spielt, deren Leber nicht optimal auf Insulin reagiert (hepatische Insulinresistenz). Ob diese Form von Diabetes Typ 2 durch zu viel L-Carnitin verursacht wird, ist allerdings nicht genau bekannt.

Fazit

Wie auch immer, ob mit oder ohne L-Carnitin, wichtig für den Kampf gegen die Pfunde ist auch hier wieder einmal ausreichende Bewegung und gute Ernährung. Ohne diese Faktoren ist L-Carnitin auf jeden Fall ohne signifikante Wirkung.

Wenn man L-Carnitin wirksam mit Sport kombiniert und die Ernährung umstellt, ist es durchaus empfehlenswert. Als alleiniges Mittel ist es zum Abnehmen völlig ungeeignet. Dennoch bekommt L-Carnitin das Siegel: empfehlenswert.

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Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…

Dieser Beitrag wurde im Dezember 2020 erstellt und letztmalig am 25.03.2024 aktualisiert.

Apfelessig ist für mich nicht nur ein Küchenklassiker, sondern ein wahrer Allrounder, den ich in meiner naturheilkundlichen Praxis regelmäßig empfehle. Ob für die Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder sogar für die Hautpflege – die positiven Wirkungen dieses einfachen Hausmittels haben mich immer wieder beeindruckt. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, warum Apfelessig so viel mehr sein kann als nur eine Zutat im Salatdressing. Ich beschreibe Studien zum Apfelessig auch als hilfreiche Rezepte. Los geht´s!

Apfelessig ist ein natürliches Allheilmittel und hat einen harmonisierenden Einfluss auf die Gesundheit, Schönheit und Fitness. Schuppen verschwinden und Haut- und Nagelpilz können Sie mit Apfelessig auch bekämpfen. Lindern Sie die Folgen von Insektenstichen, Sonnenbrand und kleinen Wunden mit einem Tupfer mit der verdünnten Essenz. Beliebt sind auch Entgiftungs- und Entschlackungsbäder mit Apfelessig.

Essig nimmt man für das Salat-Dressing und es ist doch eigentlich egal, ob „Wein“, „Balsamico“ oder „Apfel“. Ist halt Ansichtssache. Desinfizieren geht mit Essig ebenfalls, denn schließlich tötet die organische Säure sogar Tuberkulose-Bakterien ab. Anderen Desinfektionsmitteln widerstehen die gefährlichen Einzeller. Also könnte man mit Essig bestenfalls noch Zahnprothesen reinigen. Apfelessig kennen viele Leute höchstens noch als Mittel gegen blaue Flecken. Damit hört für viele Menschen der medizinische  Nutzen von Essig aber auch schon auf.

Doch Apfelessig kann viel mehr für Ihre Gesundheit tun. Warum das so ist, wissen Forscher auch nicht so genau. Aber dass das so ist, beweisen etliche wissenschaftliche Studien.

Apfelessig halten viele Menschen für ein wirksames Mittel zum Abnehmen. Obwohl da schon was dran ist, reicht der vergorene Fruchtsaft alleine nicht aus, um überflüssige Pfunde zu verlieren.

Viele beschreiben die Wirkung einer Apfelessig-Kur als “vital, energetisiert und erfrischt“.

Apfelessig enthält zahlreiche Vitalstoffe

Apfelessig enthält wichtige Vitamine, wie Vitamin A und Vitamin B1, B2, B6, B12, Vitamin C und Vitamin E und Spurenelemente und Mineralstoffe, Eisen, Fluorid, Kalzium und Kalium, Magnesium, Kupfer, Schwefel und Silizium sowie andere Stoffe wie Beta-Karotin, den Ballaststoff Pektin, sowie Enzyme, die eine gesundheitsfördernde Wirkung haben:

  • Apfelessig unterstützt das Immunsystem und steigert die körpereigene Abwehr, bei einer Vielzahl von Beschwerden kann er lindernde und heilende Wirkung haben.
  • Günstig wirkt er sich auf den Magen-Darmtrakt aus, da Essig eine antibakterielle Wirkung hat und er unterstützt die Verdauung. Unter der Wirkung von Apfelessig verbessert sich nachweislich die Darmflora.
  • Eine Apfelessig-Diät hilft beim Abnehmen, weil die Fettverbrennung angekurbelt und der ganze Stoffwechsel aktiviert wird. Apfelessig kann auch den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern senken.
  • In Laborversuchen konnte mit Apfelessig sogar das Wachstum von Krebszellen hemmen.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Sie erhalten Apfelessig in Bio-Läden oder im Internet. Oder werden Sie aktiv und brauen Sie sich Ihren Apfelessig selber! (mit neuem Beitrag „Apfelessig selber machen“ verlinken)

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Wie das genau mit dem Abnehm-Klassiker ist, diskutiere ich im Beitrag: Abnehmen mit Apfelessig – Die Apfelessig-Diät

Nebenbei bemerkt denken viele, Essig sei ja in erster Linie ein Putzmittel. Und in der Tat kann man besonders mit Apfelessig ganz hervorragend Obst und Gemüse abwaschen. So beseitigen Sie am effektivsten Herbizide, zumindest von der Oberfläche der Lebensmittel: Chemie im Gemüse und doch kein Problem dank Essig

Wichtiger allerdings sind die wertvollen Vitalstoffe im Apfelessig. Als da wären Vitamin C und B-Vitamine, Spurenelemente und die Mineralien Kalium, Eisen und Magnesium sowie Enzyme. Und natürlich: die organischen Säuren.

Vielleicht bekommen Sie beim Wort „Säuren“ einen Schreck. Kann das nicht zu Übersäuerung führen? Nein, denn die Minerale im Apfelessig sind alkalisch und die bleiben übrig, wenn die Säuren vom Körper abgebaut werden, genauso wie auch Zucker und Fette „verbrannt“ werden.

Sogar Sodbrennen kann verschwinden, weil Apfelessig die Verdauung anregt. Die Bauspeicheldrüse schüttet mehr Verdauungsenzyme aus und der Speisebrei kommt in der Darmpassage nicht ins Stocken.

Apfelessig ist wieder in

In den 90er Jahren war Apfelessig “in”. Vor allem zum Abnehmen. Dann geriet er etwas in Vergessenheit, weil jedes Jahr ein neues “Superfood” durch´s Dorf getrieben wird. Gegen die Konkurrenz kam das traditionelle Heilmittel einfach nicht an.

Beliebt war und ist Apfelessig als Zutat von Entgiftungsbädern, Anti-Schuppenmitteln und Warzenentfernern. Viele Leute behandeln damit auch Fuß- und Nagelpilz. Ebenso können auch Insektenstiche, kleine Wunden und Verbrühungen mit Apfelessig betupft werden. Ein Sud aus Apfelessig, Chili, Ingwer und Honig lindert Halsschmerzen.

Inzwischen hat sich aber herumgesprochen, dass Apfelessig sogar gegen Zivilisationskrankheiten hilft. Er kann helfen, den Blutzucker und die Blutfette zu normalisieren und wirkt antibiotisch: Apfelessig vertreibt unerwünschte Keime aus Magen und Darm. Und weil Apfelessig deswegen immer beliebter wird, habe ich ein paar Studien herausgesucht, die die positiven Wirkungen beweisen.

Studien zum Apfelessig

Blutzucker-Kontrolle und Gewichtskontrolle

Diese Arbeit aus 2007 wurde mit nur zehn Patienten durchgeführt, die an Typ-1-Diabetes litten und gleichzeitig an einer diabetischen Gastroparese (Magenlähmung). Was die Autoren hier beobachteten, das war nicht der Einfluss von Apfelessig auf den Blutzucker, sondern auf die Entleerungsgeschwindigkeit des Magens, die aufgrund des Diabetes bei diesen Patienten ohnehin schon verlangsamt war.

Sie beobachteten dann, dass Apfelessig diese Geschwindigkeit noch weiter reduzierte, sodass es zu einer weiteren Verzögerung bei der Entleerung des Magens kam. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass dieser Effekt bei der Blutzuckerkontrolle von Nachteil ist.

Mein Fazit: Bei Typ-1-Diabetes handelt es sich physiologisch gesehen um eine andere Erkrankung als bei Typ-2-Diabetes. Von daher lässt sich dieses Ergebnis nicht pauschal auf Typ-2-Diabetiker übertragen, zumal eine Gastroparese bei Typ-2-Diabetes nicht besonders häufig zu sein scheint.

Aber das ist typisch für Studien und deren “Aufnahme” durch die Medien: Da heißt es dann “Apfelessig wirkt nicht bei Diabetes”. Das ist natürlich Quatsch. Denn wir müssen schon genau definieren, von welcher Art Diabetes wir reden!

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Wirkung des Apfelessigs auf Nüchternblutzucker, HbA1c und Lipidprofil

Im Jahr 2008 erschien diese Studie in Iran: Apple cider vinegar attenuates lipid profile in normal and diabetic rats

Probanden hier waren gesunde und diabetische Ratten. Die Autoren untersuchten den Effekt von Apfelessig auf Nüchternblutzucker, HbA1c und Lipidprofil. Alle Ratten erhielten eine sechsprozentige Lösung mit Apfelessig über den Zeitraum von vier Wochen.

Die Autoren beobachteten keine Veränderung beim Nüchternblutzucker. Der HbA1c-Wert sank signifikant in der Gruppe der Ratten mit Diabetes. Die gesunden Ratten zeigten unter Apfelessig eine signifikante Abnahme von LDL-Cholesterin, bei gleichzeitiger signifikanter Erhöhung von HDL-Cholesterin. Der Apfelessig reduzierte Triglyceride und erhöhte HDL-Cholesterin bei den diabetischen Ratten.

Die Autoren schlossen aus diesen Ergebnissen, dass Apfelessig das Serum-Lipidprofil bei gesunden und diabetischen Raten verbessert, was eine Hilfe bei der Verbesserung von metabolischen Vorgängen unter Diabetes bedeutet.

Leider wurde diese Studie nur mit 12 Teilnehmern durchgeführt, wodurch die Aussage begrenzt ist. Trotzdem legen die Ergebnisse nahe, dass Apfelessig im Essen stärker sättigt und die Insulin- und Zuckerspiegel nicht so stark ansteigen lässt wie eine Mahlzeit ohne Apfelessig.

Mein Fazit: Apfelessig scheint keinen Einfluss auf die Akut-Blutzuckerwerte zu haben, wohl aber auf den Langzeitzucker (HbA1c).  Die Verbesserung von Lipidprofilen ist eine willkommene Zusatzfunktion, die bei Diabetikern alles andere als unwichtig ist, da hier oft ein erhöhter Blutzuckerwert Hand in Hand geht mit metabolischen ungünstigen Veränderungen.

Die Studie mit dem Titel „Acetic Acid Upregulates the Expression of Genes for Fatty Acid Oxidation Enzymes in Liver To Suppress Body Fat Accumulation“ zeigt, dass Essigsäure – der Hauptbestandteil von Apfelessig – weitreichende Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel haben könnte. In Tierversuchen wurde festgestellt, dass Essigsäure die Aktivität von Genen erhöht, die für den Abbau von Fettsäuren verantwortlich sind. Gleichzeitig wurde ein DNA-Rezeptor aktiviert, der diese Prozesse zusätzlich reguliert. Spannend ist, dass dieser Effekt nicht nur bei Mäusen, sondern auch in isolierten Leberzell-Kulturen nachweisbar war – ein möglicher Hinweis darauf, wie Apfelessig den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen könnte.

Apfelessig und Blutzucker beim Menschen

Bislang haben wir noch keine Studie diskutiert, die den Einfluss von Apfelessig auf den Blutzucker beim Menschen hat nachweisen können. Diese Arbeit aus den USA aus dem Jahr 2009 versuchte dieses Manko zu beheben:

In dieser Arbeit versuchten die Autoren zu beschreiben, welche Mechanismen für einen blutzuckersenkenden Effekt von Apfelessig zuständig sind. Dazu traten fünf Teilnehmer unter vier verschiedenen Bedingungen, denen sie jeweils eine Woche ausgesetzt waren, an. Die Teilnehmer bekamen zufallsbedingt eine Woche 60 Milliliter Wasser als Placebo oder eine Mischung aus 20 Millimeter Apfelessig und 40 Milliliter Wasser.

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Zwei Minuten nach der Einnahme von Placebo oder Apfelessig-Mixtur erhielten sie eine Mahlzeit, bestehend aus Kartoffelpüree mit 0,75 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht. Zu Beginn der Mahlzeit wurde ein oraler Insulin-Suppression-Test durchgeführt. Danach wurden in 20-minütigen Intervallen Blutproben zur Bestimmung von Insulin und Blutglukose abgenommen.

Der Insulin-Suppression-Test unterdrückte die Insulinsekretion für die nächsten 100 Minuten nach seiner Durchführung. Während dieser Zeit war unter Apfelessig die Erhöhung der Blutglukose moderat, aber signifikant höher als unter der Gabe von Placebo. Dies lässt den Schluss zu, dass Apfelessig keine Wirkung auf den Blutzucker hat, im Sinne einer Blutzuckersenkung nach oraler Einnahme von Kohlenhydraten.

Mein Fazit: Fünf Probanden unter nicht vollständig randomisierten Bedingungen ergeben nicht notwendigerweise eine aussagekräftige Studie. Auf der anderen Seite muss man hier in Betracht ziehen, dass eine potente blutzuckersenkende Substanz schon in der Lage sein sollte, auch unter diesen suboptimalen Studienbedingungen einen entsprechenden Effekt zu zeigen. Die Tatsache, dass dies nicht der Fall war, gibt schon Anlass zum Zweifel an einer entsprechenden Wirksamkeit.

Eine Studie mit nur 11 Freiwilligen kommt zu diesen Ergebnissen. US-amerikanische Forscher verabreichten Typ-2-Diabetikern direkt vor dem Zubettgehen eine kleine Mahlzeit bestehend aus Käse und 2 Esslöffeln Apfelessig. Die Kontrollgruppe erhielt lediglich Wasser. Die Diabetiker, die Apfelessig eingenommen hatten, wiesen niedrigere Morgenblutzuckerwerte auf.

Zwar sind auch diese Ergebnisse aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht statistisch signifikant, legen aber dringend weiteren Forschungsbedarf nahe.

Eine kleine Studie untersuchte 3 Gruppen von Menschen: Prädiabetiker, Diabetiker und Gesunde. Die Probanden erhielten kohlenhydratreiche Mahlzeiten und Apfelessig, woraufhin der Blutzucker gemessen wurde. Der Versuch war placebokontrolliert. Der deutlichste Effekt zeigte sich bei den Prädiabetikern, die einen um 50 % reduzierten Blutglucosewert aufwiesen als die Diabetiker, bei denen aber immerhin eine 25-prozentige Senkung erzielt werden konnte.

Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von Apfelessig bei Menschen mit Diabetes Typ 2. Dabei stellte sich heraus, dass bei den Teilnehmern der Blutzucker nach Mahlzeiten mit hohem glykämischen Index nicht so stark anstieg wie ohne Apfelessig. Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index wiesen den Effekt nicht auf.

In Kartoffeln entsteht beim Abkühlen sogenannte „resistente Stärke“. Diese unverdaulichen Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Erdäpfel den Zuckerspiegel nicht so stark ansteigen lassen. Verstärken kann man den Effekt, wenn man Kartoffelsalat isst, der mit Apfelessig angemacht ist. Dieses Gericht ist daher zum Abnehmen ideal geeignet.

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Metabolisches Syndrom (Übergewicht, schlechte Fettwerte, hoher Blutzucker)

Eine weitere Frage ist die nach einer gewichtsreduzierenden Wirksamkeit – sprich, das, was Viele sich erhoffen: Gewichtsabnahme, Abnehmen, weniger Speck auf den Rippen; nennen Sie es wie Sie wollen…

Wir hatten zuvor die Studie, die gezeigt hatte, dass Apfelessig in der Lage ist, Lipidprofile (Fettwerte) positiv zu beeinflussen. Auch zu dieser Frage gibt es einige wenige Arbeiten, wie diese japanische Studie aus dem Jahr 2009:

An dieser Studie nahmen 175 übergewichtige Probanden teil, die zu gleichen Teilen in drei Gruppen aufgeteilt wurden. Während der zwölfwöchigen Behandlungszeit erhielten alle Teilnehmer der drei Gruppen täglich 500 Millimeter eines Getränks, indem in Gruppe 1 15 Milliliter Apfelessig, in Gruppe 2 30 Milliliter Apfelessig und in Gruppe 3 als Placebogruppe kein Apfelessig enthalten war. Gemessen wurden Veränderungen beim Körpergewicht, BMI, Fettanteil im Bauchbereich, Hüftumfang und Serum-Triglyceride.

Resultat: In beiden Gruppen, die Apfelessig erhalten hatten, gab es signifikante Verbesserungen der gemessenen Parameter im Vergleich zur Placebogruppe. Die Autoren schlossen daraus, dass der tägliche Verzehr von Apfelessig Vorteile mit sich bringt bei der Prävention des metabolischen Syndroms durch Vermeidung beziehungsweise Reduktion von Übergewicht.

Protektiver Schutz auf Leber, Niere und Blutkörperchen

Im Jahr 2014 veröffentlichten türkische Wissenschaftler diese Arbeit:

Dies war eine Laborarbeit mit weiblichen Mäusen, die teilweise mit einer cholesterinreichen Diät versorgt worden waren. Am Ende der Studie zeigte sich, so die Autoren, dass Apfelessig einen protektiven Effekt gegenüber oxidativen Schädigungen von Erythrozyten, Nieren und Leber aufweist. Der Essig senkte die Serum-Lipidwerte trotz der cholesterinreichen Diät.

Mein Fazit: Es ist fraglich, ob diese Studie einen wirklich profunden Aussagewert für die Wirksamkeit von Apfelessig beim Menschen hat, obwohl die Ergebnisse tendenziell denen der zuvor diskutierten Studien entsprechen. Insofern ist die Studie schon hochinteressant. Die Frage, warum nur weibliche Tiere in die Studie einbezogen wurden, wird zumindest im Abstract nicht beantwortet.

Mit Vorsicht müssen 2 japanische Laborversuche betrachtet werden. Denn hier sollen keine falschen Hoffnungen geweckt werden, weil es um Krebs geht. in Vivo konnten die Wissenschaftler den programmierten Zelltod von Leukämiezellen mit Essig auslösen und in einer anderen Forschungsarbeit konnten die Zellen von verschiedenen Krebsarten mit Reisessig im Wachstum gehemmt werden.

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Abnehmen mit Apfelessig

Diese französische Studie aus dem Jahr 2016 ist sogar noch „sparsamer”:

Hier waren es nämlich 18 männliche Ratten, die in drei gleich große Gruppen aufgeteilt worden waren. Eine Gruppe diente wieder als Kontrollgruppe. Die anderen beiden Gruppen erhielten eine fettreiche Diät. Eine der beiden „Fett-Gruppen” erhielt täglich sieben Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht an Apfelessig für die Dauer von 30 Tagen.

Resultat:

Die Autoren schlossen daraus, dass Apfelessig einen Appetit senkenden Effekt ausübt, der mit dazu beiträgt, dass Blutzuckerwerte und Blutfettwerte sich verbessern und das Körpergewicht sich verringert.

Mein Fazit: Auch diese Arbeit ist aufgrund ihrer „Aufmachung” mit nur männlichen Ratten in relativ begrenzter Zahl nur bedingt aussagefähig, auch wenn hier die Ergebnisse mit den zuvor diskutierten Ergebnissen vergleichbar sind. Für mich wären solche Ergebnisse aus einer kontrollierten klinischen Studie mit übergewichtigen Patienten (Männer und Frauen) in statistisch signifikanter Zahl wesentlich relevanter.

Diese Studie ist ein anderes Tierexperiment mit Mäusen. Die Nager bekamen Apfelessig in verschiedenen Dosierungen (0,17, 0,51 und 1,02 ml Apfelessig pro 1 kg Körpergewicht) über 4 Wochen. Die Tiere, die 0,52 ml erhalten hatten, nahmen signifikant ab.

Die Wirkung von Apfelessig auf die Darmflora

Die diätetischen Effekte des Apfelessigs, die hier einmal unterstellt werden, können auf einer Wirkung auf das Mikrobiom des Darmes mit begründet sein. So belegt ein Tierversuch eine entzündungshemmende Aktivität des Fruchtessigs bei Mäusen mit Collitis ulcerosa. Eine andere Untersuchung zeigte die Förderung positiver Darmkeime durch Apfelessig.

Im Trinkwasser zugefügt war die Besiedlung des Mikrobioms mit Bifidobakterien und Lactobacillus wesentlich höher als ohne die Verabreichung der organischen Säure.

Fazit zu den Studien

Die Studien weisen stark darauf hin, dass Apfelessig positive Wirkungen auf den Stoffwechsel hat. Von daher glaube ich, dass Apfelessig für Diabetiker und Menschen mit Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen durchaus sinnvoll ist. Der Fruchtessig ist natürlich nur eine unterstützende Maßnahme, die immer von weitergehenden Therapien begleitet werden muss.

Ziemlich sicher ist auch, dass Apfelessig die Darmflora verbessert. Der Mangel an fundierten Studien mag am Desinteresse der pharmazeutischen Industrie liegen. Denn mit einem so preiswerten Rohstoff lassen sich keine hohen Profite erzielen.

Welcher Apfelessig?

Apfelessig ist leicht zu besorgen. Die Auswahl ist so groß, dass man auch hier fast von einer „Qual“ reden kann. Unter Billiger.de (billiger.de/Apfelessig)  kann man den Essig sogar in 10-Liter-Kanistern kaufen.

Normale Handelspreise variieren zwischen 2 und 20 Euro pro Liter. Wie es den Anschein hat, sind nicht alle so gesund, wie gedacht: Denn fast alle Behältnisse sind aus Plastik. Nur wenige Sorten sind in Glasflaschen zu haben, dazu gehört natürlich Delikates-Apfelessig für ein paar hundert Euro pro Liter.

Gerade eine Säure kann viele Schadstoffe aus den Kunststoffbehältern herauslösen: Weichmacher – Eine Belastung, die man vermeiden kann.

Ich rate generell zu natürlich vergorenem Essig, der in Glasflaschen abgefüllt ist. Ideal ist Apfelessig aus Früchten, die aus biologischem Anbau stammen. Der Essig sollte auch weder gefiltert noch pasteurisiert sein. Dann sind alle Vitalstoffe und sogar die lebenden Essigsäure-Bakterien noch erhalten.

Ein Vorschlag: Rezept gegen Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen empfehle ich Ihnen ein Rezept aus der Hausapotheke. Man nehme und verrühre:

  • 1 Esslöffel Apfelessig
  • 1 Esslöffel Bio-Honig
  • 1 Esslöffel Wasser
  • 1/4 Teelöffel zerstampften Ingwer oder Chili

Nehmen Sie Ihr Halsschmerzmittel über den Tag verteilt ein. Sorgen Sie dabei für möglichst langen Kontakt der Mixtur mit dem Kehlbereich.

Übrigens: Mit Apfelessig zu kochen ist natürlich auch nicht verboten. Salate oder warme Speisen bekommen mit der Essenz eine herrliche, säuerliche Frische!

Apfelessigkapseln

Statt den puren Apfelessig zu trinken, können Sie auch Kapseln kaufen. Je nach Hersteller sollte man 1-3 Mal täglich eine bis zwei Kapseln einnehmen.

Im Internet gibt es eine Vielzahl von Anbietern, bei denen Sie 180 Apfelessigkapseln schon für rund 10,00 € erhalten. Bei größerer Abnahme wird versandkostenfrei verschickt.

Fazit: Das Siegel “Empfehlenswert” gibt es, weil Apfelessig insgesamt positive Auswirkungen hat. Als alleiniges Mittel um abzunehmen ist es nicht ausreichend.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 2.1.2024 überarbeitet und ergänzt.

Vencipon ist ein sogenannter Appetitzügler, der unter Wissenschaftlern sehr umstritten ist. Mit dem Wirkstoff Ephedrinhydrochlorid wird das Zentralnervensystem angeregt und gleichzeitig der Appetit gehemmt. Kombiniert wird der Wirkstoff zudem mit dem Abführmittel Phenolphthalein.

Mit Vencipon lässt sich zwar kurzfristig das Gewicht reduzieren, aber Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck sowie die Gefahr einer Abhängigkeit bei längerer Einnahme sind ein hoher Preis dafür.

Forschungen haben zudem ergeben, dass bei regelmäßiger Einnahme von Vencipon die Toleranz gegenüber der Dosis immer größer wird, was schnell zu einer willkürlichen Erhöhung der Dosis führen kann, um denselben Effekt zu erzielen. Dann steigt natürlich auch die Gefahr schwerer Nebenwirkungen. Zusätzlich kann man Medikamente mit Ephedrin als Stimulans und Wachmacher missbrauchen.

Die psychische Belastung solcher Präparate ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Denn ist der schnelle Erfolg in Form einer Gewichtsabnahme erst einmal erreicht und das Mittel wird abgesetzt, folgt meist der bekannt Jo-Jo-Effekt, der zu großem Frust und zu gesundheitsschädigender Wiedereinnahme von diesem Schlankheitsmittel führen kann.

Anfangs war Vencipon in Deutschland sogar rezeptfrei in Apotheken zu haben, mittlerweile wurde das Mittel aber wegen der hohen Risiken wieder vom Markt genommen. Inzwischen fällt Ephedrin unter das Betäubungsmittelgesetz, das bedeutet, dass es illegal ist, es zu erwerben.

Das sei nur einmal für diejenigen gesagt, die immer noch versuchen, sich Vencipon und ähnliche Medikamente über das Internet zu besorgen. Zum einen weiß man nie, was in diesen Mitteln enthalten ist und wie sie hergestellt wurden, sie sind nämlich zum allergrößten Teil gefälscht. Und zum anderen kann man in Deutschland (und vielen anderen Ländern) mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Lassen Sie davon also besser die Finger!

Ein Mittel, das einen ähnlichen Wirkstoff besitzt, ist Boxogetten S-Vebcipon.

Fazit: Sehr Bedenklich.

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Beitragsbild: 123rf.com – Vladimir Soldatov

Bei dem Präparat „CM3 Alginat“ handelt es sich um ein rezeptfreies Medikament der Firma Easyway GmbH. Die Kapseln sollen das Abnehmen im Rahmen der  CM3Diät auf einfache Weise unterstützen.

Hauptbestandteil ist ein aus der Braunalge Laminaria digitata gewonnenes Extrakt,  das als „Natrium-Alginat“ bezeichnet wird. Dieser Wirkstoff bildet nach der Einnahme im Magen eine weiche, gelartige Masse aus, die ein Sättigungsgefühl hervorrufen soll. Versprochen wird auch ein Lern-Effekt, bei dem das Gehirn angeblich dauerhaft auf „weniger Hunger“ umschaltet. Das soll den Jo-Jo-Effekt blockieren.

Die Alginat-Masse bleibt ca. für sechs bis acht Stunden unverdaut im Magen. So wird ein längeres Sättigungsgefühl hervorgerufen. Aufgrund des basischen Dünndarmmilieus löst sich der Komplex dann dort auf, ohne das Kalorien aufgenommen werden.

CM3 Alginat ist in einer Packung mit 50 Kapseln erhältlich. Die Dosierung richtet sich nach individuellem Ermessen. Empfohlen werden 1 bis 3 Kapseln eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit. 10 Kapseln täglich stellen allerdings die maximale Dosierung dar. (Man stelle fest: Bei der Höchstdosierung reicht die Packung nur für 5 Tage, kostet aber um die 30 Euro, (Stand: 2021).

Eine Einnahme der Kapseln sollte mit ausreichend Flüssigkeit und unzerkaut erfolgen. Die Kapsel sollte vor der Einnahme unversehrt sein, damit die Wirkung erst im Magen zur Anwendung kommt. Insgesamt ist empfohlen, mindestens zwei Liter Flüssigkeit täglich zu konsumieren.

Ebenso wird empfohlen, während der „Behandlung“ auf Alkohol zu verzichten. Eine Einnahme von CM3 Alginat sollte nicht länger als vier Wochen dauern.

Vorsicht bei Magen-Darm-Krankheiten

Nebenwirkungen der Alginat-Einnahme sind gastrointestinale Probleme, weil die aufgequollene Masse „schwer im Magen“ liegt. Dann sollte die Dosierung reduziert oder eine andere Diät gewählt werden.

Als Gegenanzeigen gelten eine krankhafte Verengung des Magenausgangs (Pylorusstenose), entzündliche Erkrankungen des Verdauungstrakts, krankhafte Verengungen des Verdauungstrakts, Adhäsionen des Verdauungstrakts, Operationen des Bauchraums, insbesondere des Verdauungstrakts (auch wenn diese lange zurückliegen), Zwerchfellbruch, Kau- und Schluckstörungen, Blutungen im Verdauungstrakt (z.B. Ösophagus- und Magenvarizen), verdacht auf Darmverschluss, Magenlähmung bei Diabetikern mit Neuropathie, Darmpolypen, chronische Verstopfung, Gastric-Banding und ein inserierter Magenballon. Liegen andere chronische, oder im Magen-Darm-Trakt befindliche Krankheiten vor, sollte vor der Einnahme ein Arzt zurate gezogen werden.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte keine Einnahme von CM3 Alginat erfolgen. Auch für Kinder ist das Präparat nicht zu empfehlen. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht bekannt.

Kurzzeitstudien zu Alginat-Kapseln belegen durchaus einen positiven Effekt. Es fehlen jedoch noch aussagekräftige Langzeitstudien. Das Präparat wirkt allenfalls unterstützend und kann eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung nicht ersetzen.

Das generelle Unterdrücken des Hungers kann zu einer Schieflage in der Nährstoffversorgung führen. Kritisch ist dies besonders bei Diabetikern, die den Verzehr von Kohlenhydraten strikt kontrollieren müssen. Aber auch Vitalstoff- und Eiweißmangel ist nicht auszuschließen.

Hohe Kosten

Ich habe es ja schon angedeutet: Ein weiterer Nachteil sind die relativ hohen Kosten, die entstehen: Wenn man das im Rahmen einer Diät einsetzt, kommt man im Monat durchaus auf 100 bis maximal 180 Euro nur für das Präparat.

Fazit

Ich rate da eher zu einer vernünftigen Ernährungsumstellung. Und für 50 Euro bekommt man im Monat auch schon eine nette Mitgliedschaft in einem guten Fitnessstudio. Ohne das Algenpulver liegt auch kein „Stein im Magen“, der den Jo-Jo-Effekt wahrscheinlich auch nicht verhindert.

Diskutieren Sie mit und sagen Sie Ihre Meinung im Blogbeitrag zum Thema: Abnehmen mit CM3Alginat?

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 15.01.2021 aktualisiert.

Dass ein Pülverchen, eine Kapsel oder eine „Wunderpille“ nie der Weisheit letzter Schluss sein kann, hat sich inzwischen herumgesprochen.

Doch wie sieht es aus, wenn verschiedene Wirkstoffe kombiniert werden? XLS Medical bietet ein solches Komplettsystem an:

Ein Fettbinder, ein Kohlenhydratblocker und ein Appetitzügler sollen gemeinsam den Abnehmerfolg erhöhen, wenn der Anwender gleichzeitig auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achtet.

Bis zu dreimal höher soll die Gewichtsabnahme sein, verspricht der Hersteller. Mit diesen Zahlen bezieht er sich auf die einzige bisher existierende Studie zum Erfolg von XLS Medical. Nach dieser Studie nahmen Übergewichtige in drei Monaten durchschnittlich 3,8 kg ab, wenn sie zusätzlich zu gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung XLS Medical einnahmen. Die Personen der Vergleichsgruppe, die „nur“ auf Ernährung und Bewegung achteten, verloren in der gleichen Zeit 1,4 kg Gewicht.

Sehr beeindruckend sind diese Gewichtsabnahmen zugegebenermaßen nicht. Noch weniger beeindruckend werden sie, wenn man sich anschaut, welche Wissenschaftler an der Studie beteiligt waren: Zwei der vier Forscher sind bei der Pharmafirma InQpharm angestellt, die die Wirkstoffe von XLS Medical entwickelt hat. Nachtigall, ick hör dir trapsen…

Aber schauen wir uns zunächst die Inhaltsstoffe und die Anwendung der drei Mittel an:

Der Fettbinder von XLS Medical arbeitet in erster Linie mit dem Wirkstoff Litramine, der aus den Früchten oder Blättern des Feigenkaktus gewonnen wird. Wie andere Fett bindende Wirkstoffe soll Litramine die Fettaufnahme im Körper verhindern, indem es die Fette bindet und mit einer Art Gel umschließt.

Und wie andere Wirkstoffe hat auch Litramine Nebenwirkungen: Durch das Fett, das in den Darm gelangt, können unterschiedliche Verdauungsbeschwerden entstehen: Blähungen, Krämpfe, Durchfall oder Fettstühle. Im Gegensatz zu Chitosan, das ebenfalls häufig als Fettbinder eingesetzt wird, gibt es aber immerhin keine allergischen Reaktionen.

Ähnliche Verdauungsbeschwerden sind auch beim Kohlenhydratblocker von XLS Medical nicht auszuschließen. Er enthält den Wirkstoff PhaseLite, der aus weißen Bohnen gewonnen wird und mehr oder weniger identisch mit Phaseolin sein dürfte. Prinzipiell ist der Gedanke zu begrüßen, dass es nicht nur die Fette sind, die zu einer Gewichtszunahme führen, sondern auch Kohlenhydrate. Die Wirksamkeit von Phaseolin bei der Gewichtsabnahme ist bisher aber nicht bestätigt.

Der „Appetitmanager“ von XLS Medical enthält den Wirkstoff Redusure, der aus der Konjakwurzel gewonnen wird. Er quillt im Magen auf das 50-Fache seiner ursprünglichen Größe auf und sorgt so für ein gewisses Sättigungsgefühl.

Die Anwendung der drei Mittel ist abhängig von den Mahlzeiten, die der Anwender zu sich nimmt. Bei fettreichen Nahrungsmitteln wird der Fettbinder empfohlen, bei kohlenhydratreichen Mahlzeiten der Kohlenhydratblocker. Der Appetitmanager kann insgesamt eingenommen werden, um die Portionsgrößen zu reduzieren und das „Zwischen-Essen“ zu reduzieren. Die drei Mittel können laut Hersteller auch einzeln verwendet werden.

Der Grundgedanke, für unterschiedliche Probleme unterschiedliche Mittel anzuwenden, ist zu begrüßen. Aber dieses System macht es gerade für Laien schwierig, immer das richtige Mittel anzuwenden. Vor allem bei „bunten“ Mahlzeiten, die aus verschiedenen Zutaten bestehen, fällt die Auswahl nicht leicht. Die Gefahr, dass das falsche Mittel genommen wird, ist hoch. Dann würde die Wirkung unnütz verpuffen. Nebenwirkungen könnten unter Umständen trotzdem entstehen.

Die verschiedenen Tabletten sollen vor (Kohlenhydratblocker und Appetitzügler) beziehungsweise nach (Fettbinder) jeder Mahlzeit eingenommen werden. Jeweils nimmt man zwei Tabletten. Der Appetitzügler kann außerdem zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. Damit kommt man locker auf acht Tabletten am Tag.

Bei einem Apothekenverkaufspreis von 29,99 Euro für 60 Tabletten kommt man so auf 4 Euro pro Tag. Das macht den stolzen Preis von etwa 120 Euro pro Monat, für einen eher zweifelhaften Erfolg.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 29.08.2013 aktualisiert

Die Firma Vibono (vibono.de/abnehmen/) bietet ein ungewöhnliches Konzept an, verglichen mit anderen Herstellern von Abnehm-Produkten.

Ein Blick auf die Liste der „Produkte zum Abnehmen“ zeigt, dass der Kunde hierzu nur Eiweiß-Shakes zur Auswahl hat. Warum sollen diese Shakes gut fürs Abnehmen sein?

Vibono erklärt hierzu, dass ihre Shakes eiweiß- und ballaststoffreich sind, was eine nachhaltige Sättigung bewirkt, deren Wirkung noch durch die Beigabe von Flohsamenschalen erhöht wird.

Als Abnehmwilliger fragt man sich sofort, ob man eine solche Diät, die ausschließlich auf Shakes basiert, über einen ausreichend langen Zeitraum aufrechterhalten kann.

Vibono jedoch empfiehlt, nur eine Mahlzeit pro Tag durch einen solchen Shake zu ersetzen.
Nächste Frage: Was esse ich dann bei meiner zweiten oder dritten Mahlzeit? Und hier beginnt das andere Konzept von Vibono.

Dieses Konzept beruht weitestgehend auf einer Ernährungsumstellung. Die Shakes dienen dazu, einmal am Tag eine Art „Kalorienloch“ zu erzeugen und damit zu helfen, die tägliche Kalorienzufuhr zu senken.

Damit könnte natürlich das Problem entstehen, dass der Anwender bei den beiden anderen Mahlzeiten dafür umso heftiger zuschlägt. Und hier scheint sich die Firma bewusst zu sein, dass hier eine Ernährungsumstellung notwendig ist, um überhaupt eine Erfolgschance zu haben.

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Deshalb propagiert die Firma, dass Vibono keine Diät ist, sondern „ein Lebensstil“. Bemerkenswert die Aussage: „Diäten führen zum Jojo-Effekt. Sinnvoll ist nur die dauerhafte Umstellung der Ernährung“. Um dies zu bewerkstelligen, ist natürlich eine Anleitung notwendig.

Ernährungsumstellung ist leicht gesagt. Die Frage ist, was muss ich dafür tun? Und hier bietet die Firma eine Reihe von „Helfern“ an, wie ein kostenloses „Abnehm-Coaching“, Übersichten über Lebensmittel und deren Kaloriendichte, eine App, mit der man sich per Handy auf das persönliche Vibono-Konto einloggen kann, Kochrezepte, ein Vibono-Buch (Kochen bis die Hose rutscht) zur Ernährungsumstellung und Tipps und andere Hilfsmittel.

Das Konzept von Vibono ist komplizierter als das einfache und immer wieder übliche Konzept der anderen Anbieter, die den Eindruck erwecken, dass man nur ihr Produkt zu nehmen hat und schon verliert man die Kilos quasi im Schlaf.

Das Vibono-Konzept der Ernährungsumstellung verspricht keine Sensationsergebnisse über Nacht. Daher das Angebot an vielen Hilfestellungen, die natürlich nicht alle kostenlos sind (zum Beispiel das Buch). Aber dieses Konzept ist für mich auf den ersten Blick ehrlicher, nicht zuletzt deswegen, weil eine Ernährungsumstellung die einzig richtige Lösung für dieses Problem ist.

Das einfache Einnehmen von Abnehmmitteln hat noch nie funktioniert und kann daher als eine Art wirkungslose Gelddruckmaschine angesehen werden.

Ob dieses Konzept wirksam ist, das kann ich nur da beurteilen, wo ich bei Patienten durch eine Ernährungsumstellung einen Effekt (oder auch keinen) gesehen habe.

Ob Vibono erfolgreich ist, das hängt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der Umsetzung dieses Konzepts ab. Da ich selber keine Erfahrungen mit Vibono habe, bin ich auf Berichte und Tests angewiesen, die in den entsprechenden Medien veröffentlicht worden sind.

Hier ein Produkttest im Internet: Produkttest: Vibono (siehe: seine-sarah.blogspot.com/2012/09/produkttest-vibono.html). Der Test ist recht ausführlich. Es gibt Erklärungen und die entsprechenden Bilder dazu. Es gibt sogar ein kurzes Video, das die Zubereitung eines Shakes zeigt.

Das Fazit der Testerin lautet, dass Vibono sich außerordentlich bemüht hat, nicht nur Produkte, sondern auch die dazu entsprechenden ausführlichen Informationen zu liefern. Die Preise sind angeblich „fair“. Die Shakes schmecken gut, was aber halt nichts Anderes ist als eine Geschmackssache.

Sie bewertet das gesamte Paket mit der Note „sehr gut“, was aber nicht verwundert, denn das Produkt wurde der Bloggerin zur Verfügung gestellt. Ich nehme an, dass sie evtl. sogar Geld dafür bekommen hat? Was ich bei der Bewertung im „Testbericht“ vermisse, ist der Nachweis der Effizienz dieses Konzepts.

Wie es aussieht, wird hier nur die Präsentation und das Vorhandensein von Hilfsmitteln bewertet und als positiv empfunden. Es gibt aber keinen Hinweis, dass dieses Konzept, wenn man es in der angegebenen Form zum Einsatz gebracht hat, auch die gewünschten Effekte mit sich bringt.

Weitere Tests scheint es nicht zu geben. Auf „Gutefrage.net“ gibt es eine Diskussion mit Erfahrungsberichten bezüglich Vibono (gutefrage.net/frage/erfahrung-mit-vibono). Hier meldet sich ein Teilnehmer zu Wort, der innerhalb von rund drei Monaten 10 kg abgenommen haben will. Ein anderer Teilnehmer bestreitet, dass Vibono eine Ernährungsumstellung sei, „sondern eine Masche, überteuerte Eiweißdrinks zu verkaufen – die kein Mensch braucht“.

Die Kritik, dass man statt Vibono lieber Lebensmittel bevorzugt, die möglichst wenig verarbeitet sind, wird von dem zuerst zitierten Teilnehmer dahingehend kritisiert, dass genau das das Konzept von Vibono sei. Und daher wohl auch der Erfolg beim Abnehmen zu suchen ist.

Fazit

Vibono ist ein Konzept, das nach meinem dafür halten in die richtige Richtung deutet. Abnehmen geht nur über eine nachhaltige Ernährungsumstellung. Mir ist bei Vibono allerdings nicht klar geworden, ob die Shakes bei dieser Ernährungsumstellung hilfreich sind. Ich kenne auch die Hilfsmittel, wie Bücher, Abnehm-Coaching etc., nicht, sodass mir eine abschließende Bewertung schwer fällt.

Weniger schwer fällt es mir zu behaupten, dass eine Ernährungsumstellung auch ohne Vibono geht. Wenn ich mir die Preise ansehe, dann glaube ich schon, dass es günstigere Alternativen zu Vibono gibt. Das Gute hier ist, dass man sich das Buch/die Bücher zum Beispiel separat bestellen kann, ohne auf die Produktpalette zugreifen zu müssen.

Von daher macht das ganze Konzept einen ehrlichen Eindruck auf mich. Vielleicht können Sie ja mal mit der Vibono Einkaufstasche beginnen. Die kostet nur 2,99 €.

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Das „Medikament“ Turbo Slim wurde von der Firma Forte Pharma Laboratoires in Frankreich entwickelt. Es ist in Apotheken erhältlich.

Hinter dem Begriff Turbo Slim stecken verschiedene Präparate:

Zum einen die Turbo Slim 24h Tabletten, Turbo Slim for Men und der Turbo Slim Drink. Aber schon um das herauszufinden, muss man eine ganze Weile recherchieren. Die verschiedenen Turbo-Slim-Homepages geben nämlich nur sehr wenig Informationen her.

Doch dazu im Folgenden mehr …

 Anwendungsgebiete

Turbo Slim wird angewendet zum Fettabbau und zur sogenannten Entschlackung. Das Ganze soll natürlich der Verringerung von „Fetteinlagerungen“ dienen.

Es gibt das Produkt, wie bereits erwähnt, in verschiedenen Formen: als Kombipräparat mit 28 Tabletten für die Einnahme bei Tag und bei Nacht, als Drink und als spezielles Tablettenpräparat für den Mann.

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Wirkungsweise

Turbo Slim soll die Funktion der Organe (wie Leber und Galle) unterstützen und so das Abnehmen fördern. Die Tabletteinnahme am Tag kurbelt die Fettverbrennung an und entschlackt. Dabei werden die Leber- und Gallenfunktionen aktiviert.

Die Tablette am Abend minimiert angeblich die Fetteinlagerungen. Der spezielle Wirkstoff Oxylia verringert die Zuckaufnahme der letzten Mahlzeit und reduziert ihre Umwandlung in Fett.

Oxylia setzt sich aus den drei natürlichen Pflanzenstoffen Rosmarin, Oliven und Fisolen zusammen und wurde zum effizientesten Wirkstoff des Jahres 2003 ausgezeichnet (von wem, konnte ich allerdings nicht herausbekommen 🙂 ).

Oxylia soll die Fetteinlagerungen verringern, wirkt als Antioxidans und hält den Insulinspiegel sowie den glykämischen Index auf einem niedrigen Level.

Verzehrempfehlung

Laut Hersteller soll jeweils eine Tablette für den Tag vor dem Frühstück mit einem großen Glas Wasser eingenommen werden, außerdem eine Tablette für die Nacht vor dem Abendessen.

Warnhinweise: Es sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden und die empfohlene Tagesdosis soll nicht überschritten werden.

Das Medikament dürfen Kinder unter acht Jahren nur auf ärztliche Empfehlung einnehmen. Für Stillende und Schwangere ist es laut Hersteller nicht geeignet.

Turbo Slim Drink

Der Turbo Slim Drink fördert laut Hersteller die Entschlackung sowie die ganzheitliche Entwässerung der Körpers. Außerdem regt er den Stoffwechsel an und stellt das natürliche Gleichgewicht des Mineralienhaushaltes wieder her. Die Nierenaktivität wird gesteigert und es treten keine Blähungen und kein Völlegefühl mehr auf – so jedenfalls lesen sich die Aussagen des Herstellers.

Anwendungsempfehlung für den Turbo Slim Drink: Es sollten zwei Messbecher in 1,5 Liter Wasser aufgelöst werden und über den Tag verteilt getrunken werden.

Der Internet-Auftritt von Turbo Slim

Wer genauere Informationen über Turbo Slim erhalten möchte, der muss sich schon ein wenig anstrengen. Auf den Internet-Auftritten findet sich nämlich nur sehr wenig Information:

Der erste Google-Treffer „turbo-slim.net“ zeigt unzählige Vorher-Nachher-Bilder mit den angeblich dazugehörigen Erfolgsgeschichten. Die Reiter (also die „Seitenkapitel“) am oberen Rand der Seite versprechen: „Schnell Abnehmen“, „ohne Diät“, „ohne Hunger“, „ohne Jojo“, „ohne Sport“, „ohne Muskelabbau“.

Von einer gesunden Ernährung ist hier also nirgends die Rede. Nach einer Beschreibung der Turbo-Slim-Produkte sucht man hier ebenso vergeblich. Zwar sind einige der Produkte abgebildet, bei einem Klick darauf landet man aber in einer Versandapotheke mit Sitz in Hongkong, die freundlicherweise bereits das entsprechende Produkt im Online-Warenkorb abgelegt hat. Ein (in Deutschland vorgeschriebenes) Impressum oder irgendeine Art von Kontaktmöglichkeit findet man auf turbo-slim.net nicht.

Die nächste Homepage „turbo-slim.org“ widmet sich gar nicht ausschließlich den Turbo-Slim-Produkten, sondern allgemein dem Thema Abnehmprodukte. Unter dem Deckmantel eines pseudowissenschaftlichen „Warentests“ werden von einem „unabhängigen Institut“ die unterschiedlichsten Produkte von verschiedenen Herstellern bewertet.

Interessanterweise kommen hier aber auch manche Turbo-Slim-Produkte nicht gut weg, Wirkung und Seriösität werden schlecht bewertet. Ich greife schon einmal vor, wenn ich sage, dass alle drei hier beschriebenen Homepages dem gleichen Anbieter gehören, der auf der einen Seite seine Produkte anpreist und sie auf der anderen negativ bewertet. Merkwürdig … Wenn man allerdings genauer nachschaut, stellt sich heraus, dass auch hier trotzdem die Werbung für Turbo Slim im Vordergrund steht: Nur die Turbo-Slim-Produkte sind direkt bestellbar (Überraschung: in einer Versandapotheke aus Hongkong), für andere (die durchweg schlecht wegkommen) kann man sich nur eine „Alternative“ angeben lassen, und die besteht natürlich in Turbo-Slim-Produkten.

Ein nettes Detail: Die „Nachteile“ bei den Produkten „Turbo Slim Pro + Detox Max“ sind folgendermaßen angegeben: „Bestellung passt nicht in den Briefkasten, teilweise Lieferschwierigkeiten aufgrund großer Nachfrage“. Ach ja: Ein Impressum gibt es auch auf dieser Seite nicht, nur ein inhaltsloses Kontaktformular.

Die Webseite „turbo-slim.de“ schließlich stellt die verschiedenen Produkte von Turbo Slim wenigstens ein bisschen genauer vor. Großes Thema ist auch auf dieser Seite das mühelose Abnehmen ohne Sport, Diät oder Verzicht. Und auch hier wird man zum Bestellen direkt auf die Versandapotheke aus Hongkong weitergeleitet. Interessanterweise verweist das (immerhin vorhandene) Impressum auf eine rumänische Adresse. Das ist vor allem deshalb interessant, weil sich ansonsten kaum herausfinden lässt, wem die drei Homepages eigentlich gehören.

Registriert wurden alle drei Seiten von einer deutschen Hostingfirma, eine Adresse im neuseeländischen Auckland taucht bei der Recherche auch immer wieder auf. Wie die rumänische Adresse (und die Versandapotheke aus Hongkong) in dieses Bild gehört, kann man nur spekulieren. In jedem Fall werden die eigentlichen Verantwortlichen nicht offengelegt.

Ob diese Internetauftritte mit dem eigentlichen Turbo-Slim-Hersteller überhaupt irgendetwas zu tun haben, ist nicht nachvollziehbar. Skeptisch werden sollten man bei so einer geballten Zurschaustellung von „Seriösität“ aber dennoch.

Fazit

Die Inhaltsstoffe von Turbo Slim beruhen im Wesentlichen auf Kräutern und sind darauf ausgelegt, bestimmte Organe in der Funktion zu stützen. Ich muss als Heilpraktiker aber sagen, dass ich es etwas merkwürdig finde, dass man nicht andere Pflanzen genommen hat … Ebenso nimmt man CLA mit ins Präparat, wogegen nichts einzuwenden ist, vergisst aber das Chrom als blutzuckerstabilisierendes Element zum Beispiel gegen Heißhungerattacken. Das Zimt, das in der Tagestablette drin ist, kann das Chrom diesbezüglich nicht ersetzen. Stärkere Antioxidantien gibt es ebenfalls, als die, die in TurboSlim eingesetzt werden. Die Rezeptur wirkt für mich deshalb „wie mit der heißen Nadel gestrickt“.

Ein genialer Schachzug ist die Schaffung eines Markennamens „Oxylia“, hinter dem sich ein Pflanzenextrakt aus Rosmarin, Oliven und Phaseolus-Bohnen, einer Süßkartoffel und Coenzym Q10 verbirgt.

Detaillierte und umfassende Anwenderberichte liegen mir nicht vor. Aber bei Abwägung der Inhaltsstoffe halte ich das Produkt zwar für interessant – weil es aber „stärkere“ Pflanzen und Antioxidantien gibt und weil Chrom fehlt (und aufgrund des „seriösen“ Internetauftritts), gibt es aber dennoch nur ein „Zweifelhaft“.

Auch interessant: Matcha Slim Drink.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.10.2015 aktualisiert

Diäten zur Gewichtsreduktion sind in den Boulevardblättchen seit Jahrzehnten ein beliebtes Thema. Und weil die Vorschläge mit immer neuen Diäten nie aufhören wollen, kommt der Verdacht auf, dass die immer neuen Vorschläge nur wenig taugen.

Daher tauchen dann ganz neue Vorschläge mit reißerischen Überschriften auf, die jetzt „wirklich“ einen Erfolg in Sachen Abnehmen versprechen.

Auf der anderen Seite wird auch klar, dass Abnehmen nicht so leicht ist wie beschrieben. Aber warum? Kalorienzählen, diese Mathematik der Ernährungswissenschaft taugt als alleiniges Mittel rein gar nichts, auch wenn diese einfache „Formel“ immer noch in den Köpfen vieler Ratgeber haust.

Aber da das Abnehmen alles andere als leicht ist, ist nicht nur das Kalorienzählen als einfache und erfolgversprechende Methode so beliebt. Denn die „Berater“ wollen das Abnehmen einfach machen.

Deshalb tauchen immer wieder neue Konzepte auf, die meist auf Produkten beruhen, die „Erlösung“ versprechen, ohne dass der Anwender etwas in seinem Lebens- und Ernährungsstil verändern muss. Was zum Schluss effektiv abnimmt, das ist der Umfang des Geldbeutels. Die Körperfülle dagegen zeigt sich meist unbeeindruckt von diesen Bemühungen.

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Inulin aus Tequila-Agaven – der „wirkliche“ Erlöser?

Es gibt Hinweise, dass die Beteiligung der Darmflora bei Übergewicht nicht auszuschließen ist (um es vorsichtig zu formulieren). Oder mit anderen Worten: Eine gesunde Darmflora ist eine wesentliche Voraussetzung für ein „gesundes“ Körpergewicht. Personen mit einer „verkorksten“ Darmflora sind in der Regel auch übergewichtig (wenn die außer Balance geratene Darmflora über einen längeren Zeitraum besteht – Übergewicht durch Darmbakterien?).

Basis für eine gute Darmflora ist ein gutes = artgerechtes Nahrungsangebot für die im Darm befindlichen Bakterien. Und dieses Nahrungsangebot wird im Allgemeinen als „Prebiotika“ (auch Präbiotika) bezeichnet. Die meisten Ballaststoffe dienen als Prebiotika. Chemisch gesehen sind das Gros der Ballaststoffe großmolekülige Polysaccharide, die vom menschlichen Darm nicht resorbiert und auch nicht durch seine Enzyme aufgeschlossen werden können.

Die Bakterien dagegen haben „Messer und Gabel“, um diese Substanzen für sich zu verwerten und als Endprodukte für den Darm nützliche Substanzen freizusetzen. Dies ist der Grund für die Forderung nach einer ballaststoffreichen Diät als Grundlage einer „gesunden“ Ernährungsform.
Inulin ist einer dieser Ballaststoffe. Ich hatte bereits ein „Kurzportrait“ dieses Prebiotikums veröffentlicht: Fakten zu Inulin.

Jetzt tauchen Artikel und Pressemitteilungen auf, die Inulin als „Wundermittel“ beim Abnehmen anpreisen. Und hier ist es nicht Inulin, sondern Inulin von einer mexikanischen Agave, aus der auch der berühmte Tequila gewonnen wird: Kilokiller Tequila-Agave?

Eine moderne Abnehmhilfe aus Inulin (multimedvision.de/pressemitteilungen/201601-Kilokiller-Tequila-Agave–Eine-moderne-Abnehmhilfe-aus-Inulin.htm). Einen ausführlichen Artikel dazu gibt der Pressemitteiler unter: Inulin aus der blauen Agave (heilpflanzen-welt.de/2015-11-Inulin-aus-der-blauen-Agave/).

Die Ausführungen des Artikels sind einleuchtend. Das Agaven-Inulin ist demnach in der Lage, als Kapsel genommen, die Darmbakterien zu „sättigen“, so dass diese keine „Hungersignale“ mehr an den Organismus senden und damit das Hungergefühl gedämpft wird. Ob es sich hier wirklich um „Hungersignale“ seitens der Darmbakterien handelt, ist mir nicht bekannt. Vielleicht ist dies auch nur eine etwas vereinfachte Darstellung, um den Sachverhalt etwas plastischer zu verdeutlichen.

Was aber weniger plastisch und extrem deutlich ist, das ist der danach angeschlossene Link (floraglueck.de), der auf eine Verkaufsseite führt, die Inulin-Kapseln aus Tequila-Agaven anpreist. Hier wird gleich noch ein E-Buch angepriesen, dass „iFasten“ zum Abnehmen anbietet. Dazu kann ich jetzt nichts sagen, da ich das Buch nicht kenne. Aber der Titel klingt wenig vielversprechend, da Fasten keine gute Maßnahme zur Gewichtsabnahme ist.

Der Verfasser des E-Buchs ist die gleiche Person, die auch für die oben erwähnte Pressemitteilung, den Tequila-Inulin-Artikel und die Verkaufsseite verantwortlich ist. Oder kurz: Die Webseiten Heilpflanzen-welt.de und die Verkaufsseite sind optisch und Link-mäßig verschiedene Webseiten, werden aber von der gleichen Person betrieben.

Damit ist für mich auch klar, warum der Eindruck erweckt wird, dass nur Inulin aus Tequila-Agaven zu den phänomenalen Wirkungen fähig zu sein scheinen. Denn warum sollte ich mir Inulin für 0,27 € pro Kapsel zuführen, wenn ich Inulin aus pflanzlicher Nahrung genau so reichlich und kostengünstiger zuführen kann? Denn laut Beschreibung der Verkaufsseite braucht der glückliche Kunde 6 Kapseln pro Tag (1,62 € Tagestherapiekosten oder knapp 50 € pro Monat), um 2,4 Gramm Inulin aufzunehmen (floraglueck.de).

Diese Angaben kollidieren jedoch mit den selbst gemachten Aussagen im Tequila-Artikel, wo von 40 Gramm Ballaststoffen täglich als empfohlene Tagesdosis die Rede ist. Würde ich diese Menge über das glücklich machende Tequila-Produkt decken wollen, dann müsste ich rund 100 Kapseln täglich zu mir nehmen, was mein Budget auf 27 € pro Tag anschwellen lässt. Die monatliche Belastung können Sie sich selbst ausrechnen.

Bei diesen Preisen ist es kein Wunder mehr, dass der Webseitenbetreiber das Tequila-Inulin so darstellen muss, als ob es das einzige Inulin im ganzen Universum ist, das eine günstige Auswirkung auf die Darmbakterien hat.

Denn wer würde seine Kapseln kaufen, wenn man weiß, dass das Inulin anderer Pflanzen ebenfalls diese Effekte mitbringt. Und es sind eine Reihe von Pflanzen, die Inulin produzieren (siehe auch meinen oben bereits erwähnten Beitrag zum Inulin).

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Von der Heilsbotschaft zur Wissenschaft des Heilens

Eine Arbeit aus dem Jahr 2014 zeigte bei Wachteln, das Inulin von Chicorée bei den Tieren Triglyceride und Fettgewebe um abdominalen Bereich reduzieren konnte (Effects of chicory inulin on serum metabolites of uric acid, lipids, glucose, and abdominal fat deposition in quails induced by purine-rich diets.) Warum ausgerechnet Wachteln als Versuchstiere genommen wurden, ist aus den Ausführungen der Autoren nicht ersichtlich. Aber an der Effektivität von Chicorée Inulin lässt sich nicht zweifeln.

Inulin-type fructans modulate intestinal Bifidobacterium species populations and decrease fecal short-chain fatty acids in obese women. – Diese Arbeit aus dem letzten Jahr zeigte, dass Inulin bei übergewichtigen Frauen (2 mal 15 Teilnehmerinnen) eine Reihe von Bifidobakterienarten förderte. Die Konzentrationen von kurzkettigen Fettsäuren nahmen signifikant in der Gruppe der Teilnehmerinnen ab, die mit 16 Gramm Inulin täglich versorgt worden waren. Die Autoren vermuten, dass die Abnahme der Fettsäurekonzentrationen das Risiko für metabolische Störungen senken hilft.

Inulin controls inflammation and metabolic endotoxemia in women with type 2 diabetes mellitus: a randomized-controlled clinical trial. – Diese Arbeit gibt einen Hinweis auf die Fähigkeit von Inulin, bei Diabetikern eine entzündungshemmende Wirkung auszuüben und Diabetes bedingte metabolische toxische Verläufe zu unterdrücken.

Effects of dietary inulin on bacterial growth, short-chain fatty acid production and hepatic lipid metabolism in gnotobiotic mice. – Diese Arbeit mit keimarmen Mäusen zeigte ähnliche Ergebnisse. Inulin erhöhte die stark reduzierte Zahl an Bakterien im Mäusedarm, erhöhte die Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren, senkte die von Omega-6-Fettsäuren und zeigte einen positiven Effekt auf den Fettmetabolismus der Tiere. Die Autoren bezeichneten diese Effekte als günstige Parameter zur Bekämpfung oder Verhinderung von Übergewicht.

Lack of soluble fiber drives diet-induced adiposity in mice. – Eine weitere Arbeit „zäumt das Pferd von hinten auf“. Sie zeigt, dass das Fehlen von löslichen Ballaststoffen – wie Inulin – bei Mäusen zu einer über Nahrungsmittel vermittelten Adipositas führt.

Acute effects of a herb extract formulation and inulin fibre on appetite, energy intake and food choice. – Hier wird an übergewichtigen Frauen gezeigt, dass inulinhaltige lösliche Ballaststoffe, die 15 Minuten vor den Mahlzeiten gegessen wurden, in der Lage, den Appetit und damit die Kalorienzufuhr zu mindern. Eine Kombination mit einer Mischung aus Heilpflanzen verstärkte diesen Effekt.

Inulin: a valuable nutritional component – Diese Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2012 beschreibt die Bedeutung von Inulin als löslichen Ballaststoff für die Darmflora. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Diät mit reichlich Inulin dazu beiträgt, die Ausbreitung von Zivilisationserkrankungen wie Diabetes und Übergewicht zu verhindern.
In diesem Artikel werden einige Pflanzen und Gemüse erwähnt, die reich an Inulin sind. Aber die Tequila-Agave wird auch hier nicht erwähnt.

Fazit

Die Tequila-Agave ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Pflanze, die reich an Inulin ist. Aber es gibt Agaven in fast allen tropischen und subtropischen Regionen dieser Welt, die als Quelle für Inulin verwendet werden können. Dazu gibt es dann noch weniger exotische Pflanzen, wie Knoblauch, Bananen, Zwiebeln etc. die ebenfalls Inulin enthalten und ihren Beitrag zur Gesunderhaltung der Darmflora beitragen können.

Die in den zitierten Arbeiten verwendeten Dosierungen von reinem Inulin betrugen mindestens 10 Gramm pro Tag. Aus den zitierten Arbeiten wird auch klar, dass man nicht unbedingt teures Inulin aus Mexiko benötigt, um für die Gesundheit positive Effekte zu gewährleisten.

Fazit vom Fazit: Ballaststoffe sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Hierzu zählen die löslichen und die nicht löslichen Vertreter. Inulin ist auch hier nur ein Mosaiksteinchen in einem komplexen Bild, das keinesfalls mit einem teuren Produkt, das sich als die „wirkliche Heilsbotschaft“ darzustellen versucht, abgedeckt werden kann.

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Dieser Beitrag wurde 7.3.2016 erstellt.

Thoraxin – so heißt ein neues Präparat, mit dem jeder Hinz und Kunz angeblich mühelos seinen schlaffen Couch-Potatoe-Körper in ein strahlendes Muskelpaket umwandeln kann. Ein Sonderbericht eines Bodybuilding-Magazins bringt es ans Licht (1).

Wir bekommen hier einige „vorher-nachher“ Bilder zu sehen. Das ist eine originelle und immer wieder beliebte Darstellungsweise, wenn es darum geht, derartige Produkte ohne weitere Argumente an den Mann/Frau zu bringen. Leider musste ich die Erfahrung machen, dass solche Testimonials (=Anwenderberichte) bei vielen Produkten immer wieder frei erfunden sind – leider.

Ob dies bei der Thoraxin-Werbung ebenfalls so ist, kann ich derzeit nicht beurteilen…

Studien?

Wir hören von einer amerikanischen Studie, deren leitender Professor eine Erklärung abgibt. Wir erfahren aber nichts über die Quelle dieser Studie. Und auch der Name des Professors bleibt ein Geheimnis.

Der Bericht wimmelt dagegen von Zeugen, die sogar namentlich genannt werden, und das Blaue vom Himmel loben. Und es gibt ein Bildchen, das angeblich das Wissenschaftsteam zeigt: fünf junge Leute und ein älterer, gutaussehender Herr, der wohl der Herr Professor sein dürfte.

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Inhaltsstoffe?

Meine Suche nach den Inhaltsstoffen blieb auf dieser Seite erfolglos. Anscheinend sind Quellenangabe, Angabe der Inhaltsstoffe etc. für den Schreiber vollkommen bedeutungslos.

Meine Suche nach Quellen im Netz zu diesem Produkt verlief zunächst komplett im Sande. Den einzigen Erfolg, den ich erzielen konnte, war die Webseite des Herstellers: thoraxin.com/?atrack=68&utm_campaign=tmfs-plm1&utm_source=tmfs&utm_medium=cpc
Auch hier kann ich mich kurz fassen.

Hier findet man als primäres Verkaufsargument eine Menge Bildchen von muskelbepackten jungen Männern, die von sexy Weibchen umschwärmt werden. Sogar der Text spricht davon, dass der Verzehr von diesem „Etwas“ die Frauen in Schwärmen auf den dankbaren Kunden einströmen lassen wird.

Scheint es sich hier um ein Produkt zu handeln, das Männer mit Minderwertigkeitskomplexen anzusprechen versucht?

Zu den Inhaltsstoffen gibt es auch hier keine Angaben. Nur das Bild einer Dose zeigt, dass es sich hier um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, in dem freie Aminosäuren, Magnesium und Zink zu finden sind.

Wenn es um freie Aminosäuren geht, würde ich eher zu Spirulina oder auch Chlorella raten. Denn hier können wir uns sicher sein, dass es sich um biogene (und nicht nur freie) Aminosäuren handelt, die das gesamte Spektrum an essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren umfassen. Spirulina enthält alle acht essenziellen Aminosäuren. Chlorella enthält sieben (Lysin fehlt).

Kosten / Preis

Preisvergleich: Laut Webseite kostet eine Dose „freie Aminosäuren“ 50 €. Bei Amazon bekommt man für den gleichen Preis drei Packungen Spirulina. Natürlich ist dieser Vergleich mehr als vage. Aber bei den wenig hilfreichen Angaben des neuen „Superprodukts“ ist es schlechterdings unmöglich, einen genauen Vergleich durchzuführen.

Unter dem Strich

Bei einem solch fragwürdigen Niveau der Produktdarstellung ist es mir geradezu unmöglich Aussagen zu machen, die nicht die Gefahr massiver Spekulationen in sich tragen. Am besten sagt man dazu überhaupt nichts (mehr). Denn ich würde keine Werbung für so einen Firlefanz machen wollen. Und ohne Angabe der Inhaltsstoffe lässt sich ohnehin nichts Präzises sagen.

Quellen:
(1) bodybuilding-magazin.com/aufbau-muskelmasse.php?atrack=68&utm_source=tmfs&utm_campaign=tmfs-plm1&utm_medium=cpc

Lesen Sie auch: XLS Medical – Konjak

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 20.07.2017 aktualisiert

Trimgel ist ein Diätgel, das durch Auftragen auf die Problemzonen zum Abnehmen führen soll.

Hauptbestandteile des Gels werden aus der südafrikanischen Kakteenart Hoodia gordonii gewonnen, außerdem stellt Geraniumöl einen wichtigen Bestandteil dar.

Mit der Anwendung von Trimgel soll die lokale Fettverbrennung gefördert und das Hungergefühl unterbunden werden, da die Wirkstoffe direkt über die Haut in die Blutbahn gelangen sollen. Außerdem soll Trimgel gegen Cellulite helfen.

Die Produktbezeichnung ist Trimgel Slim 3-D, das Gel wird von dem Unternehmen TotalWelness Assen B.V. vertrieben. Eine Tube enthält 250 ml und kostet den stolzen Preis von um die 40 Euro.

Bestandteile des Trimgel

Trimgel ist angeblich ein 100% natürliches Produkt. Es ist eine Art „ätherisches Gel“, wie der Hersteller es nennt. Es besteht aus den natürlichen Inhaltsstoffen von Hoodia gordonii (Bitter Ghaap), Paullinia cupana (Guaraná), sowie den ätherischen Ölen von Citrus paradisi (Pink Grapefruit), Pelargonium graveolens (Geranium), Rosmarinus officinalis (Rosmarin) und Juniperus communis (Wacholderbeere).

Hoodia gordonii ist eine Kaktusart, die den Appetit verringern soll (ob das allerdings auch bei der Aufnahme über die Haut gilt, ist die Frage …). Zu Hoodia gordonii sollte man außerdem wissen, dass die Pflanze unter Naturschutz steht und nur mit einem Herkunftsnachweis verwendet werden darf. Ob das hier der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

Guarana wirkt ähnlich anregend wie Koffein und soll dafür sorgen, dass der Anwender sich generell energiegeladener fühlt. Das ist natürlich zum guten Teil Selbstbetrug: Echte Vitalität kommt durch „Aufputschmittel“ nicht auf und langfristig zahlt der Körper die Rechnung.

Die Bestandteile von Pink Grapefruit, Geranium, Rosmarin und Wacholder sollen die Haut straffen und gegen Cellulite wirken.

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Anwendung von Trimgel

Das Gel wird direkt auf die Haut der Problemzonen aufgetragen – frei nach dem Motto: Der Bauch (der Hüftspeck, das Oberschenkelfett …) muss weg. Damit die Wirkstoffe besonders schnell durch die Haut in die Blutbahn dringen, empfiehlt die Firma vorher die Haut mit einem warmen Tuch zu bedecken, damit sich die Poren öffnen.

Da das Gel rückstandslos in die Haut einzieht, ist dies als eine bequeme und angenehme Art der Anwendung möglich. Ob und wie die Inhaltsstoffe bei dieser Art der Anwendung aber ihre Wirkung entfalten können, bleibt fraglich.

Dosierung von Trimgel

Ist die Wirkung des Gels zu stark, dann sollte die Anwendung verringert werden. Da die individuelle Wirkung des Gels unterschiedlich ist, sollte jeder Anwender darauf achten, nicht zu schnell zu viel abzunehmen, empfiehlt der Hersteller und bedient sich dabei eines ziemlich perfiden psychologischen Tricks: Hinter dieser scheinbaren Sorge um die Gesundheit der Anwender steht die Behauptung, man könne mit Trimgel sogar in kurzer Zeit so viel abnehmen, dass die Wirkung „zu stark“ sein könnte.

Bei der Anwendung von Trimgel ist zu beachten, dass hierdurch der Körper zahlreiche Abfallstoffe loswerden will, daher sollte man mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, damit der Körper sich schnell „entgiften“ kann.

Ist das nicht der Fall, treten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Unwohlsein auf. Der Abnehmprozess wird dadurch natürlich auch behindert. Dazu kommt aber auch: Die vergrößerte Wassermenge trägt dazu bei, den Appetit zu zügeln. Dadurch mögen manche Anwender(innen) den Eindruck bekommen, das Trimgel wirke besonders gut.

Die Wirkung

Der Hersteller gibt an, dass durch Unterbindung des Hungergefühls die Kalorienzunahme unbemerkt um 40 % reduziert werden kann. Ein weiterer positiver Effekt sei, dass die Cellulitis eingedämmt werde, da das enthaltene Geraniumöl zur Vorbeugung und Bekämpfung von Cellutitis bereits erfolgreich angewendet werde.

Nebenwirkungen

Besondere oder spezielle Reaktionen auf die Inhaltsstoffe sind angeblich nicht bekannt.

Trimgel sollte wie alle anderen Schlankmacher nicht während der Stillzeit und in der Schwangerschaft angewendet werden. Der Hersteller geht noch einen Schritt weiter und empfiehlt auch Frauen mit Kinderwunsch, auf das Geld zu verzichten. Außerdem sollte eine Anwendung bei Unverträglichkeit gegen eine oder mehrere Wirkstoffe von Trimgel unterlassen werden.

Auch Menschen mit depressiven Verstimmungen, Stimmungsschwankungen oder PMS (dem prämenstruellen Syndrom) sollen Trimgel nicht anwenden. Die Gründe dafür lassen sich nicht eindeutig herausfinden.

Fazit: Anwenderbeobachtungen zu Trimgel kenne ich noch nicht. Aus der Sportwissenschaft kenne ich Studien, die die These einer lokalen Fettverbrennung durch Fitnessübungen NICHT stützen. Ob diese durch das Gel gewährleistet ist, kann ich noch nicht beurteilen …

Bis genauere Studien vorliegen, muss ich leider das Siegel „Zweifelhaft“ erteilen.

Die „Versprechungen“ der Werbung hören sich so gut an, dass man das ausprobieren möchte … Aber versprochen wird ja viel. Ich persönlich bezweifle stark, dass Sie mühelos abnehmen, einfach indem Sie ein Gel auf Ihren Bauch auftragen.

Diskutieren Sie mit und sagen Sie Ihre Meinung! Hier ist der neueste Beitrag zum Trimgel: Trimgel – Fett einfach wegcremen?

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 12.10.2015 aktualisiert