Die Mariendistel gehört zu den wichtigsten pflanzlichen Leber-Wirkstoffen sowohl in der schulmedizinisch ausgerichteten Therapie als auch in der Naturheilkunde.
Dabei stellt der pharmakologisch wirksame Inhaltsstoff das Silymarin dar, dessen Wirkung bei unterschiedlichen chronischen und akuten Lebererkrankungen gut belegt ist.
Wirkung und Wirkmechanismus
Der Wirkstoff Silymarin wird aus den Samen der Mariendistel gewonnen. Hierbei handelt es sich um ein Gemisch unterschiedlicher Pflanzenstoffe, zum Beispiel Silychristin oder Silydianin, wobei Silibinin die hauptsächliche Wirksubstanz darstellt.
Diese Inhaltsstoffe stimulieren die Regenrationsfähigkeit gesunder Leberzellen – das bedeutet, dass diese sich bei Belastung besser erholen können. Auf diese Weise wird nicht nur eine Wirkung bei akuten Leberschäden erreicht, sondern auch ein effektiver Schutz dieses Organs sichergestellt.
Der leberschützende Effekt beruht dabei auf der Funktion des Silymarins als so genannter „Radikalfänger“ (hier werden schädigende Einflüsse von außen, die zu oxidativem Stress führen, abgefangen), der Leberzellenregeneration und der Stimulation der Proteinbiosynthese. Nicht zuletzt wirkt Silymarin auch entzündungshemmend und unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion.
Neuere Untersuchungen legen darüber hinaus auch eine antivirale Wirkung nahe.
Anwendungsbeispiel: Leberschäden und Fettleber
Silymarin hat sich seit langem in der Behandlung von Fettleber bewährt. Im Rahmen einer Studie, bei der insgesamt 72 Patienten mit einer nicht alkohlbedingten Fettleber durchgeführt wurden, wirkte sich Sylimarin sowohl auf funktionelle als auch auf strukturelle Veränderungen aus, welche die Leberschäden mit sich brachte. Es verbesserten sich auch die zugehörigen Blutwerte, zum Beispiele die Entzündungsparameter und die Transaminsase (AST, ALT). Vor allem aber konnte nach insgesamt 6 Monaten eine deutliche positive Veränderung der Leber im Ultraschall festgestellt werden. [9]
Auch bei Leberschäden, die zum Beispiel durch den bindegewebsartigen Umbau des Organs hervorgerufen werden – einer so genannten „Zirrhose“ – zeigte Silymarin in Studien eine deutliche Wirkung, die sich vor allem in der Abnahme der Sterblichkeit der betroffenen Patienten äußerte. Zusätzlich weisen neuere Studien darauf hin, dass Silymarin auch einen antiviralen Effekt entfaltet. [10]
Allerdings gilt beim Einsatz von Silymarin zu bedenken, dass die Wirkung dieses Stoffes vor allem auch von der Ursache abzuhängen scheint, die hinter der Leberschädigung steckt. So lassen diverse Studien vermuten, dass die Wirkung von Silymarin bei alkoholbedingten Leberschäden nur unzureichend ist.
Einsatz bei Hepatitis und Vergiftungen
Als klassisches Einsatzgebiet von Silymarin präsentiert sich die Erkrankung Hepatitis, zum Beispiel Hepatitis C. In einer Placebo-kontrollierten Studie wurden insgesamt 32 Betroffene, die zuvor nicht auf eine Therapie mit Interferon angesprochen hatten, über einen Zeitraum von 20 Wochen mit jeweils 700mg oder 420mg Silymarin versorgt; nach Abschluss der Untersuchung konnte ein eindeutiger entzündungshemmender Effekt nachgewiesen werden, wobei hier noch der Langzeiteffekt abzuwarten bleibt. [6]
Darüberhinaus wurden auch antivitrale Effekte festgestellt. Allerdings: Wie Studien bestätigen, hat der Einsatz von Silymarin bisher nicht zu einer Verbesserung erhöhter Leberwerte bei Hepatitis C geführt; zwar nahm nach Einnahme von Silymarin über einen Zeitraum von drei Monaten der oxidative Stress ab, jedoch beeinflusste dieser Effekt weder die Höhe der Leberwerte noch die Virsulast. [7] Dennoch gehen Forscher davon aus, dass eine insgesamte Verbesserung der Leberenzyme durchaus wahrscheinlich ist.
Auch die Behandlung von Hepatitis B kann mit Hilfe von Sylimarin erfolgen. Im Rahmen einer Metaanalyse mit insgesamt 12 Studien zeigte sich beispielsweise, dass durch die Gabe des Wirkstoffes beispielsweise eine Verbesserung von Parametern, die den Schweregrad einer Leberfibrose anzeigen, erreicht werden konnte. Auch die Serum-Transaminasen (ALT,AST), die bei einer chronischen Hepatitis B klassischerweise erhöht sind, ließen sich durch die Einnahme von Silymarin deutlich senken. [8]
In der intravenösen Arzneiform ist Silymarin, das beispielsweise im Fertigarzneimttel Legalon enthalten ist, als Antidot bei Vergiftung gegen Knollenblätterpilze zugelassen. Die Giftstoffe, die in diesem Pilz enthalten sind, schaden vorwiegend den Zellen der Leber; die Gegenwirkung des Silymarins beruht darauf, dass sich der Stoff an den Rezeptoren der Zellmembranen bindet und dadurch die Giftstoffe verdrängt. [1]
Der Nachweis der Wirkung bei Vergiftung erfolgte im Rahmen einer Studie, bei der 264 Patienten mit Knollenblätterpilzvergiftung untersucht wurden: Erhielten die Betroffenen Silymarin, zeigten sich deutliche Vorzüge in Bezug auf Sterblichkeit oder Lebertransplantation gegenüber einer Vergleichsgruppe. [5]
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Darreichungsform und Dosierung
In Deutschland werden Fertigarzneimittel mit dem Wirkstoff Silymarin in einer empfohlenen Dosierung von 260mg bis 351mg angeboten. Dabei sollte die Gesamtdosis bei der Zufuhr über Kapseln oder Tabletten zweimal täglich erfolgen.
Beider Zufuhr von Kapseln oder Tabletten mit dem Wirkstoff Silymarin werden jedoch teilweise widersprüchliche Ergebnisse bezüglich der Wirksamkeit erzielt. Die teilweise schlechte Wirkung, die mitunter festgestellt wurde, hängt mit der schlechten Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes zusammen, der in oraler Form schlecht vom Körper aufgenommen wird. Doch ist die Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit des Wirkstoffes auch abhängig von der der Art des Arzneistoffes. In Form eines Silibinin-Phosphatidylcholin-Komplexes zeigt die Substanz dann eine recht gute Bioverfügbarkeit. [4]
Als Fertigarzneimittel zum Einnehmen sind Hepaloges, Silicur und Legalon besonders bekannt, wobei Letztere eine besonders hohe Bioverfügbarkeit aufweist. [2] Allerdings sind diesbezüglich noch weitere Studien abzuwarten, bei denen vor allem eine größere Patientenzahl untersucht wird.
Eindeutig bestätigt und mehrfach durch Studien belegt ist die Wirkung von Silymarin, wenn die Substanz intravenös verabreicht wird. Hier führte eine Dosierung von 20mg pro Kilogramm Körpergewicht, die über einen Zeitraum von 14 Tagen gespritzt wurde, bei chronischer Hepatitis zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik und einer Abnahme der Viruslast. [3]
Verträglichkeit und Nebenwirkungen
Insgesamt gilt der Wirkstoff Silymarin als sehr gut verträglich. In seltenen Fällen können Magen-Darm-Probleme auftreten; in diesem Zusammenhang ist vor allem die leicht abführende Wirkung zu nennen. Darüber hinaus können vereinzelt Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Diese äußern sich dann beispielsweise in diversen Hautausschlägen oder aber auch in Atemnot.
Fazit
Silymarin lässt sich als effektives Lebertherapeutikum vielfältig einsetzen. Hier konnten bei zahlreichen Erkrankungen deutliche Erfolge erzielt werden. Allerdings deuten die bisher publizierten Ergebnisse auch darauf hin, dass die Wirksamkeit von der Ursache der Lebererkrankung abhängig ist: Bei einer akuten Vergiftung mit Knollenblätterpilzen beispielsweise kann das Fortschreiten der Schädigung an der Leber deutlich reduziert werden, während bei alkoholbedingten Schädigungen an der Leber diverse Studien bekannt sind, die eine schlechtere Wirkung dokumentieren.
Zusätzlich spielt auch die Darreichungsform, die bei der Therapie mit Silymarin zum Einsatz kommt, eine bedeutende Rolle. So ist die intravenöse Behandlung der oralen Gabe deutlich überlegen, da sich die Bioverfügbarkeit nach der Einnahme nur unzureichend präsentiert. Diverse Komplex-Formen sollen hier jedoch die Aufnahme des Wirkstoffes erhöhen. Inwieweit dann die Behandlung auch vermehrt über die Einnahme von Kapseln erfolgen kann, bleibt abzuwarten.
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[2] Wiese, Manfred: Mariendistel und Silymarin. Evidenz und Empfehlungen für die Praxis, in: Ars Medici, Nov. 2008, 15.
[3] Ferenci P, Scherzer TM, Kerschner H, Rutter K, Beinhardt S, Hofer H, Schöniger-Hekele M, Holzmann H, Steindl-Munda P. Silibinin is a potent antiviral agent in patients with chronic hepatitis C not responding to pegylated interferon/ribavirin therapy. Gastroenterology. 2008 Nov;135(5):1561-7.
[4] Kidd, P, Head, K. A Review of the Bioavailability and Clinical Efficacy of Milk Thistle Phytosome:A Silybin-Phosphatidylcholine Complex (Siliphos) Altern Med Rev 2005;10(3):193-203.
[5] Ganzert M, Felgenhauer N, Schuster T, Eyer F, Gourdin C, Zilker T. [Amanita poisoning–comparison of silibinin with a combination of silibinin and penicillin]. Dtsch Med Wochenschr. 2008 Oct;133(44):2261-7.
[6] Adeyemo O, Doi H, Rajender Reddy K, Kaplan DE. Impact of oral silymarin on virus- and non-virus-specific T-cell responses in chronic hepatitis C infection. J Viral Hepat. 2013 Jul;20(7):453-62.
[7] Pár A, Roth E, Miseta A, Hegedüs G, Pár G, Hunyady B, Vincze A. [Effects of supplementation with the antioxidant flavonoid, silymarin, in chronic hepatitis C patients treated with peg-interferon + ribavirin. A placebo-controlled double blind study]. Orv Hetil. 2009 Jan 11;150(2):73-9.
[8] Wei F, Liu SK, Liu XY et al. Meta-analysis: silymarin and its combination therapy for the treatment of chronic hepatitis B. Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 2013 May;32(5):657-69.
[9] Cacciapuoti F, Scognamiglio A, Palumbo R, Forte R, Cacciapuoti F. Silymarin in non alcoholic fatty liver disease. World J Hepatol. 2013 Mar 27;5(3):109-13.
[10] 21. Loguercio C, Festi D.Silybin and the liver: from basic research to clinical practice. World J Gastroenterol. 2011 May 14;17(18):2288-301.
https://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2020/11/heilpflanzen-123rf-41238282-Alexander-Raths-1600px-min-1024x682-1.jpg6821024René Gräberhttps://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2025/01/logo-300x76.jpgRené Gräber2021-02-21 17:58:002024-09-04 10:58:50Silymarin ► Wirkung – Dosierung und Erfahrungen aus der Praxis
Manayupa ist die peruanische Bezeichnung für eine Pflanze, die zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört.
Die lateinische Fachbezeichnung lautet Desmodium adscendens. Es handelt sich hier um eine in den Tropen vorkommende, einjährige Pflanze mit purpurfarbenen Blüten, die als Frucht ca. 30 Zentimeter lange Bohnen trägt.
In der traditionellen Naturheilkunde wird die Pflanze seit Jahrhunderten gegen eine Reihe von Erkrankungen eingesetzt, wie zum Beispiel gegen Lebererkrankungen, Asthma, zur Blutreinigung, gegen Nieren- und Blasenbeschwerden, Entzündungen und vieles mehr.
Wirkstoffe
Die Wirkstoffe, die sich nach der Blütezeit in der Pflanze und den Bohnen vermehrt angereichert haben, sind Alkaloide, Steroide, Terpenoide, Flavonoide, Aminosäuren, Prolin, Bitterstoffe, Astragalin, Fettsäuren, die allesamt einen besonders günstigen Einfluss auf die Regeneration der Leber zu haben scheinen.
Weiterführende pharmakologische Studien haben gezeigt, dass die verschiedenen Arten von Desmodium eine Reihe von günstigen Eigenschaften besitzen, wie zum Beispiel anti-oxidative, anti-bakterielle, anti-entzündliche, hepatoprotektive, diuretische, anti-pyretische (fiebersenkende), schmerzstillende und choleretische (Erhöhung der Sekretion von Gallenflüssigkeit) Eigenschaften.
In dieser Arbeit wurde an Ratten, bei denen zuvor künstlich eine Entzündung durch die Gabe von Carrageen ausgelöst worden war, gezeigt, dass die Flavonoide von Desmodium in der Lage waren, in der Leber und Milz der Tiere eine starke anti-oxidative Wirkung auszuüben. Sie steigerten die Aktivitäten von einer Reihe von Enzymen, wie zum Beispiel Superoxiddismutase, Katalasen und Glutathion-Peroxidase, die wichtige Schutzmechanismen gegen oxidativen Stress der Zellen darstellen. Bemerkenswert ist der Vergleich mit einem Medikament, Indometacin, einem Analgetikum aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika.
Laut Aussagen der Autoren scheint die Wirksamkeit der Flavonoide von Desmodium die der chemischen Variante zu übertreffen, wenn es darum geht, die anti-oxidativen Enzymaktivitäten in Milz und Leber zu erhöhen. Gleichzeitig sahen die Autoren eine signifikante Reduktion der Lipidperoxidation in den Leber- und Milzzellen.
Entzündungen
Im Jahr 2009 untersuchten chinesische Wissenschaftler die Wirksamkeit eines Methanol-Extraktes von Desmodium triflorum auf analgetische und entzündungshemmende Wirksamkeit bei Mäusen. Auch hier wurde bei Mäusen zuvor durch die Gabe von Carrageen eine Entzündung ausgelöst, die in der Folge mit dem Extrakt „behandelt“ wurde.
Gemessen wurde bei den Tieren eine Reihe von Parametern, wie Glutathion-Peroxidase, Glutathion-Reduktase in der Leber, Interleukin-1-beta, TNF-alpha, Malondialdehyd (MDA) und Stickstoffmonoxid (NO) im Bereich der Entzündung. Es zeigte sich, dass unter der Gabe von Desmodium die Konzentrationen an MDA abnahmen, was auf eine signifikante Abnahme von oxidativen Stress hinweist. Gleichzeitig stiegen die Aktivitäten der anti-oxidativ wirksamen Enzyme in der Leber an. Die anderen entzündungsfördernden Parameter, Stickstoffmonoxid, TNF-alpha und Interleukin-1-beta, wurden ebenfalls gedämpft.
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Als erstes Resultat der Arbeit ergab sich eine signifikant protektiver Effekt gegen die schädliche Wirkung von Galactosamin, verbunden mit einer Senkung von Aspartat-Aminotransferase und Alanin-Aminotransferase. Ein ähnlich gutes Ergebnis konnte sich unter der Gabe von Alkohol als leberschädigende Substanz nicht reproduzieren lassen. Allerdings zeigte sich bei der Auswertung der Daten bezüglich der Mortalität der Mäuse mit und ohne Desmodium unter Alkohol eine leichte Signifikanz zugunsten der mit Desmodium behandelten Tiere.
Die Autoren schlossen aus ihren Beobachtungen, dass Leberschäden, die durch Galactosamin und/oder Alkohol verursacht worden waren, unter der Gabe von Desmodium adscendens verhindert werden können. Ein kurativer Effekt jedoch konnte nicht nachgewiesen werden. Es liegt hier die Vermutung nahe, dass der Extrakt, der vornehmlich Pinitol enthielt, unter Umständen durch die Herstellung die Wirksubstanzen verloren hatte, die eine kurative Wirkung auslösen können.
Fazit
Es gibt noch viel zu wenig wissenschaftliche Arbeiten zu dieser besonders interessanten Heilpflanze und ihre Wirksamkeit auf die Leber. Für die Gattung der Desmodia gibt es bislang nur 5 wissenschaftliche Untersuchungen auf die gesundheitlichen Vorzüge der Heilpflanze.
Eine davon, wie erörtert, zeigte sogar, dass ihr Einsatz bessere Wirkungen zeitigt als Medikamente, die bei der gleichen Indikation regelmäßig zum Einsatz kommen.
Für eine beschleunigte Regeneration von geschädigten Leberzellen habe ich keine Belege finden können, was aber nicht heißt, dass es diese Form der Wirksamkeit nicht gibt. Alleine die Tatsache, dass Leberzellen vor schädlichen Einflüssen geschützt sind unter der Gabe von Desmodium, ist es wert, dieser Heilpflanze signifikant mehr an Aufmerksamkeit zu schenken.
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Beitragsbild: 123rf.com – PAPAN SAENKUTRUEANG
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Die Mariendistel (Silybum marianum, früher: Carduus marianus) aus der Familie der Korbblütler ist nicht nur eine wichtige Heilpflanze, sondern auch ein sehr schönes Ziergewächs für den Garten.
Die Mariendistel wird bis zu 1,5 m hoch und hat große, dunkelgrüne Blätter, die am Rand spitze Dornen tragen. Ihre wenigen rötlich-violetten Blüten fallen im Verhältnis zur Pflanzengröße relativ klein aus.
Der Name Mariendistel hat ihren Ursprung in einer Legende: Die Gottesmutter Maria soll bei einer Mariendistel Jesus gestillt haben, wobei ein wenig Milch auf die Blätter tropfte. Die weißen Flecken auf den Blättern seien ein Abbild dieser göttlichen Milch. Eine solche Legende ist aussagekräftig, denn sie zeigt, wie hohe Bedeutung der Pflanze früher beigemessen wurde.
Ursprünglich ist die Mariendistel im Mittelmeerraum beheimatet. Im antiken Rom wurde die Heilpflanze zur Erholung der Leber nach Alkohol-Exzessen angewendet. Durch kulturellen Austausch kam es zur weiteren Verbreitung der Mariendistel zunächst bis Mitteleuropa. Inzwischen kommt sie aber auf fast allen Kontinenten vor. In Mitteleuropa kann man sie an manchen Orten auch verwildert antreffen, die Bestände sind aber meist nicht stabil.
Die Mariendistel wurde bereits im Mittelalter in deutschen Klostergärten angebaut. Zu heil-medizinischen Zwecken werden von der Mariendistel heute nur die etwa sieben Millimeter langen, eiförmigen Früchte (Samen) verwendet. Sie sind graubraun bis glänzend schwarz marmoriert. Zu medizinischen Zwecken werden Mariendisteln im großen Stil angebaut, zum Beispiel in Österreich, Ungarn, Argentinien, aber auch in Deutschland.
Heute wissen wir, dass der Leberschutz durch zwei Effekte des Silymarins erzielt wird. Die Wirk-Substanz fördert die Protein-Synthese in den Leberzellen, wodurch das Gesamt-Organ gestärkt wird und sich besser von chemischem Stress erholen kann.
Zudem stabilisiert Silymarin die Zell-Membranen. Besonders positiv ist das für die Hepatocyten, die weniger Giftstoffe aufnehmen, aber umgekehrt diese effektiver ausschleusen können.
Das sind die Inhaltsstoffe der Mariendistel-Früchte:
Silymarin (bestehend aus den Einzelsubstanzen Silibinin, Silychristin und Silydianin)
Flavonoide
Öl (20-30%)
Eiweiß (25-30 %)
Die reifen Samen werden ab August geerntet.
Knollenblätterpilzvergiftungen
Die Mariendistel gilt als das wirksamste natürliche Leberheilmittel. Sie ist sogar synthetischen Mitteln überlegen und wird in der Intensivmedizin bei Vergiftungen mit Knollenblätterpilz, der die Leber zerstört, hoch dosiert zur Lebensrettung eingesetzt. Die Anwendung von Silymarin als Antidot gegen die Knollenblätterpilz-Toxine Amantidin und Phalloidin hat die Letalität bei den Akut-Patienten auf 5 % bis 12 % gesenkt.
Mariendistel gegen Krebs
Studien bei Mäusen zeigen, dass die Mariendistel in der Lage ist, sogar Lungenkrebs zu verlangsamen. Auch bei anderen Krebsarten hat Silymarin eine nachgewiesene Wirkung wie bei Tumoren der Hypophyse, Brustkrebs, Prostata-Krebs, Hautkrebs, Nierenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Darmkrebs.
Im Zusammenwirken mit anderen sekundären Pflanzenstoffen zeigte sich auch ein positiver Effekt bei Leukämie. Die Wirkung bei den malignen Erkrankungen hat dabei teils präventiven, teils therapeutischen Charakter. Zwar kann Silymarin andere Methoden der Krebsbehandlung nicht ersetzen, aber zu deren Erfolg beitragen. Die wissenschaftlichen Arbeiten, die dies beweisen oder nahelegen, beruhen zum Teil auf Tier-Experimenten mit Ratten. Eine ähnliche Wirkung beim Menschen kann unterstellt werden. Ohnehin kann die Gabe von Silymarin und anderen phytomedizinischen Wirkstoffen ohne Weiteres erfolgen, weil sie meistens gänzlich nebenwirkungsfrei sind.
Hauptwirkungen der Mariendistel
antitoxisch (= entgiftend) durch Abschirmung der Leberzellen vor Zellgiften
regenerativ (= erholend) für die Leberzellen
antioxidativ (= Radikalfänger)
gallefördernd (und damit die Fettverdauung fördernd) und leicht abführend
antimykotisch gegen Candida albicans
Anregung der Glutathion-Produktion
Hemmung des Tumorwachstums und Förderung der Apoptose (programmierter Zelltod) bei Krebszellen (bei einigen Krebsarten)
Aktivierung der Entgiftungs-Systeme (Phase I und Phase II) der Leber durch verstärkte Gen-Expression der Enzym-kodierenden DNA-Abschnitte (CYP3A4, UGT1A1)
antidepressiv durch Modulation neuronaler Wachstums-Faktoren und Neurotransmitter
Wegen ihrer hohen Wirksamkeit hat das Bundesgesundheitsamt die Mariendistel bei zahlreichen toxischen Leberschäden, sowie chronischen Leberentzündungen, Fettleber und Leberzirrhose als offizielle Heilpflanze zur inneren Anwendung anerkannt.
Zu den wichtigsten Anwendungsgebieten zählen:
akute Leberentzündung, zum Beispiel durch Pilz-, Alkohol- und Medikamentenvergiftungen;
Während Sie bei den genannten schwerwiegenden Erkrankungen hoch dosierte Fertigpräparate in Kapselform einnehmen müssen, können Sie zur „allgemeinen Entgiftung“ auch selbst zubereiteten Tee verwenden. Mehr dazu weiter unten im Artikel und in meinem Buch: Die biologische Lebertherapie (Klicken Sie hier).
Akute Vergiftungen können sowieso nur im Krankenhaus behandelt werden! Ich empfehle Ihnen (vor allem, wenn Sie kleine Kinder haben, die Rufnummer der Gift-Notrufzentrale neben Ihrem Telefon aufzubewahren).
Dagegen wird die Mariendistel in der Homöopathie als Carduus marianus in niedrigen Potenzen von D1 bis D6 bei Leberentzündungen, Neigung zu Gallenkoliken, Hämorrhoiden und Krampfadern innerlich verordnet. Als besonders hilfreich hat sie sich bei Leberschwäche mit Verstopfung erwiesen. Weitere Möglichkeiten und hilfreiche Mittel bei Beschwerden finden Sie in meinem Buch: Die biologische Lebertherapie (Klicken Sie hier).
So wenden Sie die Mariendistel an
Mariendistel-Früchte für die Zubereitung eines leberstärkenden und „entgiftenden“ Tees können Sie in der Apotheke kaufen. Dort erhalten Sie auch zahlreiche frei verkäufliche Fertigpräparate (siehe unten).
Grundrezept für Mariendistel-Tee
Übergießen Sie einen gehäuften TL frisch gequetschte Mariendistel-Früchte mit 1/4 1 kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 15 Minuten ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Durch Hinzufügen einiger getrockneter Pfefferminzblätter können Sie die leberstärkende und entgiftende Wirkung dieses Tees noch steigern. Trinken Sie 3-mal täglich eine Tasse frischen Tee kurmäßig über sechs Wochen. Diese Kur sollten Sie Ihrer Leber zuliebe jeweils im Frühjahr und im Herbst machen! Weitere Teemischungen und Rezepte finden Sie in meinem Buch: Die biologische Lebertherapie (Klicken Sie hier für mehr Informationen).
Fertigpräparate erhalten Sie auch auf Rezept
Bei schweren Leberbelastungen sollten Sie zu den höher dosierten Fertigpräparaten greifen. Die Anfangsgsdosis beträgt 400 mg Silymarin (siehe Packungsbeilage) pro Tag und kann nach zwei Wochen auf ca. 200 mg pro Tag gesenkt werden. Am besten werden Kapseln resorbiert, wie zum Beispiel
Legalon (100 Kps. a 70 mg 38,63€, 100 Kps. a 140 mg 64,09€),
Auch hier liegt die Anwendungsdauer bei ca. sechs Wochen.
Bei schwereren Lebererkrankungen können Sie diese Präparate übrigens auf Rezept erhalten.
Bei Einhaltung der empfohlenen Tagesdosen von 12 bis 15 g Samen bzw. 400 mg Silymarin sind keine Neben- und Wechselwirkungen bekannt geworden.
Falls Sie mehr für Ihre Leber tun möchten, empfehle ich Ihnen mein Buch „Die biologische Lebertherapie„. Darin schreibe ich nicht nur zur Mariendistel, sondern auch zu weiteren leberwirksamen Pflanzen, die sich bei mir in der Praxis bewährt haben.
Darüber hinaus finden Sie zahlreiche weitere Methoden und Strategien, die ebenfalls Ihre Leber unterstützen und heilen – unter anderem aus dem Bereich der Vitalstoffmedizin und der Homöopathie. Für mehr Informationen KLICKEN SIE BITTE HIER.
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Wissenschaftliche Belege zur Wirkung der Mariendistel
Unter dem Stichwort “Silybum marianum“ wird der Suchende 486-mal fündig in PubMed, einer Internetbibliothek für naturwissenschaftliche und medizinische Publikationen.
Diese Fülle an Untersuchungen über die Mariendistel übertrifft die von etlichen Medikamenten. Damit kann man diese Pflanze zu den bestuntersuchten natürlichen „Medikamenten“ rechnen, die nicht nur äußerst wirksam, sondern auch äußerst „nebenwirkungsarm“ ist.
Im Folgenden habe ich eine kleine Auswahl der Veröffentlichungen für Sie zusammengefasst:
Hohe Blutfettwerte, Cholesterin
Fangen wir mal mit etwas an, dass bei vielen Patienten gerne untersucht wird: Die Blutfettwerte und das Cholesterin.
Ziel dieser Follow-up-Studie war es, Daten zu sondieren, die den Einsatz von herbalen Medikamenten und Formulierungen bei Hyperlipidämie (zu hohe Blutfettwerte) beschreiben. Die gesichteten Daten stammen aus PubMed, Scopus, Google Scholar, Web of Science und IranMedex. Berücksichtigt wurden alle Publikationen bis zum 11. Mai 2010.
Man sondierte die Daten unter Suchbegriffen wie „hyperlipidemia“, „herbal medicine“, „medicine traditional“ und „extract plant“. Es wurden nur Studien berücksichtigt, die mit humanen Probanden durchgeführt wurden, also keine Labor- oder Tierstudien. Insgesamt wurden 53 aussagekräftige klinische Studien gefunden.
Sie zeigten alle einen ausgeprägten Effekt auf Cholesterin- und LDL-Spiegel, die signifikant mit den herbalen Formulierungen gesenkt werden konnten. Mariendistel war eine von 22 Heilpflanzen, die sich als effektiv in der Behandlung von Hyperlipidämie erwiesen hat. Wegen der praktisch fehlenden Nebenwirkungen empfahlen die Autoren mehr Forschung in dieser Richtung, um den klinischen Effekt der Heilpflanzen zu optimieren.
Übrigens: über den Irrsinn mit den Cholesterinsenkern wegen (angeblich) zu hoher Cholesterinwerte, habe ich ausführlich hier berichtet: Das Märchen vom bösen Cholesterin.
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Krebserkrankungen
In der Behandlung von Krebserkrankungen geht man heute davon aus, dass der Primärtumor weniger problematisch ist, als die Metastasen, die von ihm ausgehen können. Und so ist es kein Wunder, dass die hohe Sterblichkeit der meisten Krebserkrankungen dieser Ausbreitung des Krebses in andere Organe zugeschrieben wird.
Wegen dieser bedeutsamen klinischen Relevanz wurde der Prozess der Metastasierung intensiv erforscht. Heute wissen wir, dass dieser Prozess eine komplexe Verflechtung von einer Reihe von pathopysiologischen und biochemischen Prozessen ist, die in verschiedenen Stufen ablaufen und somit eine große Breitseite für mögliche Interventionen bieten. Diese Interventionen müssen nicht notwendigerweise synthetische Chemotherapeutika sein, sondern es gibt mehr als genügend Hinweise, dass Heilpflanzen natürliche Substanzen mit Chemotherapeutika-Eigenschaften bilden, die therapeutisch nutzbar sind, und zwar bei einem geringeren Nebenwirkungsspektrum.
Vorklinische Studien mit Silibinin, einem Wirkstoff, der von der Mariendistel produziert wird, haben zeigen können, dass die Substanz in der Lage ist, den Migrations- und Invasionsprozess von metastatischen Krebszellen zu unterbinden: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20714788
Die Prozesse, die diese Hemmwirkung auslösen, sind teilweise bekannt. Vor allem die Beweglichkeit und Invasionsfähigkeit der metastatischen Krebszellen wird durch Silibinin stark eingeschränkt. Des Weiteren werden die Bedingungen für die Krebszellen im neuen Zielorgan durch die Substanz verschlechtert, was eine Einnistung erschwert. Alles in Allem hat die Mariendistel bzw. das Silibinin in einem über Jahrhunderte langen Gebrauch zeigen können, dass sie bemerkenswert untoxisch ist. Diese vorklinische Studie gibt allen Anlass, Silibinin bei fortgeschrittenen Stadien von Krebserkrankungen einzusetzen.
Schistosomiasis ist eine parasitäre Infektion, die einen relevanten sozialen Hintergrund hat und ein bedeutendes Problem in vielen Ländern darstellt. Die Pathologie der Infektion ist durch eine granulomatöse Reaktion im Bereich der Parasiteneier charakterisiert, die zu einer Ausbildung von Fibrosen in der Leber führen.
Silymarin ist ein organischer Komplex, der aus der Mariendistel isoliert werden kann und der nachgewiesenermaßen hepatoprotektiv, antioxidierend, antifibrotisch, immunmodulierend und antineoplastisch wirkt.
Somit liegt die Vermutung nahe, dass einige dieser Eigenschaften in der Lage sind, einen günstigen Einfluss auf die Pathologie der Schistosomiasis zu nehmen.
Es wurden Dosierungen von 10, 20 und 25 Dosen Silymarin 10 mg/kg Körpergewicht in Mäuse injiziert, die 55 Tage beobachtet wurden. Das Resultat war, dass die Ausbildung von Granulomen deutlich reduziert war, bei gleichzeitiger geringerer hepatischer Fibrose. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Gabe von Mariendistel bei Schistosomiasis zu einem deutlich milderen Krankheitsverlauf beitragen kann. Die Gabe ist als zusätzliche Medikation zu der eigentlichen antiparasitären Medikation gedacht.
Silymarin: als Antioxidans gegen freie Radikale
Silybum marianum oder Mariendistel (MD) ist die bestuntersuchte Pflanze zur Behandlung von Lebererkrankungen, soviel ist schon mal klar.
Der aktive Komplex der MD ist ein lipophiler Extrakt aus den Samen der Pflanze, der aus drei Isomeren (Silybin, Silydianin und Silychristin) zusammengesetzt ist. Dieser Komplex ist auch unter dem Namen Silymarin bekannt. Silybin ist der Bestandteil, der mit 50 bis 70 Prozent die höchste biologische Aktivität aufweist.
Silymarin ist präsent in der gesamten Pflanze, kommt aber konzentriert im Samen vor. Silymarin ist ein Antioxidans, das die Produktion von freien Radikalen unterbindet und Lipidperoxidation verhindert.
Es hat antifibrotische Eigenschaften und kann als Toxinbarriere fungieren, indem es die Bindung von Toxinen an die Rezeptoren von Leberzellmembranen verhindert. In Tierversuchen zeigte Silymarin eine Reduktion von Leberschäden, die durch Acetominophen, Karbontetrachlorid, Strahlung, hohe Eisenwerte, Phenylhydrazin, Alkohol, Ischämien und Amanita phalloides verursacht werden können.
Silymarin wurde und wird benutzt, um alkoholbedingte Leberschäden zu therapieren, ebenso bei akuter und chronischer viraler Hepatitis und toxinbedingten Lebererkrankungen.
Die leber-protektive Wirkung beruht auf der Stimulation des Glutathion-Stoffwechsels. Die hier eingebundenen Enzyme werden bei Intoxikationen ungünstig beeinflusst. Diese negativen Effekte können durch Silymarin verhindert werden, wie u.a. in diesen beiden Studien gezeigt werden konnte:
Silymarin, ein Extrakt der Mariendistel, und seine isolierten Flavonolignane haben unlängst zeigen können, dass sie in der Lage sind, eine Hepatitis-C-Infektion zu blockieren, in vitro und in vivo.
Die Studie (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20512985) versucht die antiviralen Kapazitäten der Mariendistel weiter zu durchleuchten.
Silymarin, als aktive Komponente der Mariendistel, konnte zeigen, dass sein antiviraler Effekt auf einer Blockade des Virus beim Eindringen in die Zelle beruht.
Weitere antivirale Mechanismen von Silymarin sind Blockierungen von viraler RNA- und Proteinbildung und der eigentlichen Virusproduktion in der Zelle. Weitere Mechanismen der viralen Reproduktion und der Einfluss von Silymarin wurden untersucht und beschrieben. Der Schluss der Autoren war, dass die Mariendistel, (bzw. Silymarin als aktiver Komplex der Pflanze) in der Lage ist, die Infektion von Zellen seitens der Hepatitis-C-Viren zu unterbinden, indem Silymarin den Eintritt der Viren in die Zellen verhindert.
Damit hätte die Pflanze einen wichtigen prophylaktischen Wert bei der Behandlung von Hepatitis C. Ein direkter virusabtötender Effekt konnte aber nicht beschrieben werden – aber dafür gibt es ja noch andere Möglichkeiten in der Naturheilkunde.
Silymarin in Kombination mit Chemotherapeutika
Über die Sache mit der Chemotherapie lasse ich mich hier nicht weiter aus. Das habe ich bereits in meinem Grundsatzbeitrag zu diesem „Zeug“ getan: Chemotherapie – Ja oder Nein?
Das bereits nach vorliegenden Daten und dem Wissen der Naturheilkundigen klar war, dass man als Begleitung zu einer Chemotherapie auf jeden Fall die Mariendistel einsetzen sollte, geht die Forschung dem auch endlich mal nach: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20431887
Silymarin als Monosubstanz oder in Kombination mit Chemotherapeutika wurde auch als mögliche Krebstherapie untersucht. Besondere Bedeutung kommt der Substanz zu, wenn es um Tumore geht, die sich als therapieresistent gezeigt haben.
Bislang sind Vorbehandlungen mit Silymarin nicht genügend untersucht worden. Von daher versucht diese Studie zu erörtern, ob ein kombinierter Einsatz von Silymarin und Chemotherapeutika synergistische Effekte zeitigt.
Ein weiterer Augenmerk liegt auf der Dosierungsfrage bei Tumorzellen, die gegen eine Vielfalt von Medikamenten resistent sind und solche, die auf eine Standardtherapie reagieren.
Die Studie wurde mit Dickdarmkrebszellen durchgeführt, die resistent waren gegenüber einer Reihe von Chemotherapeutika. Als Chemotherapeutika wurden Doxorubicin und Paclitaxel in Kombination mit einem Silymarin-Extrakt benutzt. Die Effektivität der Behandlung zeigte sich in der gesteigerten Aufnahme der Substanzen in die Zellen und der Veränderungen im Zellzyklus.
Als Ergebnis zeigte sich, dass Silymarin einen ähnlich ausgeprägten antiproliferativen Effekt zeigte bei beiden Tumorarten.
Vorbehandlungen mit Silymarin in niedriger Konzentration zeigte synergetische Effekte mit Doxorubicin. Höhere Konzentrationen von Silymarin zeigten additive Effekt bei gleichzeitiger Doxorubicin- und Paclitaxel-Gabe bei beiden Tumorarten. Die Schlussfolgerung der Autoren war, dass Silymarin bei Darmkrebs, sowohl bei therapierbaren als auch bei therapieresistenten Tumorzellen, wirksam ist. Die hierfür erforderlichen Dosierungen waren relativ hoch, aber durchaus praktikabel.
Da Silymarin praktisch untoxisch ist, empfehlen sich zwei Vorbehandlungen mit einmal niedrig dosiertem und beim zweiten Mal hoch dosiertem Silymarin als eine wertvolle Kombinationstherapie. Warum das nicht als Standard durchgeführt wird und / oder weitere Untersuchungen dazu durchgeführt werden? Dreimal dürfen Sie raten! Schauen Sie sich einfach mal den Beitrag zum Pharmakartell an… Dabei stecken wir Milliarden in die Krebsforschung! Da frage ich mich (mal wieder): Wo sind die Ergebnisse?
Wirkungen auf das Gehirn: Stressresistenz
Und jetzt noch eine hochinteressante Sache für unsere „stressgeplagte“ Gesellschaft: Eine koreanische Studie dokumentiert die Wirkung von Silibinin auf die Neuroplastizität des Säugerhirns.
Dafür setzten die Wissenschaftler Mäuse dauerndem aber unregelmäßigem Stress aus. Dieser „chronic unpredictable mild stress“ (CUMS) beeinflusste die Tiere über einen Zeitraum von 5 Wochen, woraufhin die Tiere für 3 Wochen 3 verschiedene Dosierungen Silibinin erhielten (100 mg/kg, 200 mg/kg und 400 mg/kg).
Die Unterschiede zwischen den Gruppen wurden im Hinblick auf Verhaltensmuster untersucht (Aktivität, Immobilität), die mit Depressionen assoziiert werden können. Zudem bestimmten die Forscher die Konzentrationen des Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF), von Serotonin und Noradrenalin im präfrontalen Cortex und im Hippocampus der CUMS-Mäuse sowie den Tieren der Kontrollgruppe.
Die Ergebnisse weisen deutlich darf hin, dass die Mäuse mit steigender Dosierung von Silibinin stressresistenter werden. Mit dieser Wirkung sinkt die Wahrscheinlichkeit von Depressionen.
Wenn diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, dann wären das exzellente Nachrichten…
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https://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2021/02/mariendistel-iStock000025198848.jpg320620René Gräberhttps://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2025/01/logo-300x76.jpgRené Gräber2021-02-12 16:14:212024-09-04 10:25:44Die Mariendistel – kaum eine andere Heilpflanze stärkt Ihre Leber besser
In den letzten Jahren hat durch stetig steigende Umweltbelastung die Schadstoffdichte im menschlichen Körper immer mehr zugenommen.
Da sich diese Tatsache auch bei zahlreichen Patienten inzwischen herumgesprochen hat, suchen diese nach Möglichkeiten und Wegen einer sogenannten „Entgiftung“.
Und als besonders wirksam soll dies mit verschiedenen Mineralerden gelingen, wie zum Beispiel mit fein vermahlenem Bentonit. Das verwitterte Tonmineral ist aus Vulkanasche entstanden und mit einigen anderen Erden wie Quarz und Calcit auf natürlichem Wege angereichert. Rund 95 % des Bentonits bestehen aus dem Natrium-Aluminium-Silikat Montmorillonit.
Pulver mit großer Oberfläche: Bentonit
Die entgiftende Wirkung des Bentonits beruht vor allem auf seiner Eigenschaft, Giftstoffe zu binden, wodurch eine Aufnahme der Stoffe in den Körper verhindert werden soll. Insbesondere die enorm große Oberfläche (pro Gramm Substanz etwa 500 Quadratmeter), sowie die „negative Ladung“ sollen für diese Eigenschaft verantwortlich sein.
Durch die „Ladung“ werden positive Teilchen zusätzlich angezogen und gebunden. Giftstoffe können auf diese Weise unschädlich gemacht und anschließend über den Stuhl aus dem Körper heraus ausgeschieden werden. Auf diese Weise entlastet man gleichzeitig andere Ausleitungsorgane, zum Beispiel Nieren, Leber und Darm.
Zusätzlich weist die Mineralerde einen hohen Anteil an Spurenelementen und Mineralstoffen auf, die sich auf den gesamten Körper positiv auswirken sollen. Die Wirkung des mineralischen Pulvers beginnt bereits im Mund, wo es zur Besiedlung mit positiven Keimen in der Mundflora beiträgt.
Bentonit als Mittel zur gezielten Entgiftung
Bentonit wird aufgrund seiner bindenden Eigenschaften vor allem als Entgiftungsmittel verwendet. Dabei kann die Mineralerde sowohl bei Schimmelpilzgiften als auch bei klassischer Schadstoffbelastung zum Einsatz kommen. Schwermetalle gelangen durch die Umweltbelastung und Amalgam sowie Impfstoffe in den Körper.
Dann verteilen sich Quecksilber und andere metallische Toxine in der Regel sehr schnell und gleichmäßig in den unterschiedlichen Geweben. Besonders fatal ist die Anreicherung im Gehirn, wo neurologische Schäden die Folge sind. Um diese Akkumulationzu verhindern, hat es sich insbesondere in städtischer Umgebung bewährt, ein hochwertiges Bentonit-Pulver immer wieder einmal vorbeugend zuführen.
Hier kann eine Kur helfen, bei der zweimal im Jahr jeweils eine Woche lang dreimal täglich Bentonit eingenommen wird; die Mineralerde fängt die Schwermetalle direkt im Verdauungstrakt ab und schützt auf diese Weise vor einer Ausbreitung im Körper.
Der Einfluss von Mineralerden wie Bentonit auf die entgiftende Wirkung bei Schimmelpilz -Toxinen – konnte durch Studien belegt werden. Hervorzuheben ist hier das Aflatoxin, das schon in Nano-Konzentrationen extrem giftig ist. Dabei führte die Einnahme der Erde zu einer beträchtlichen Reduktion auch der Schimmelpilzen im Darm, ohne dabei jedoch nützliche Mikronährstoffe, zum Beispiel Spurenelemente und Vitamine, zu binden. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18286403).
Die negativ geladenen Ionen im Bentonit ziehen positive Ionen an, lassen aber die negativ geladenen Ionen wichtiger Vitalstoffe unberührt.
Leider sind viele Menschen auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen, beziehungsweise ist das die Ansicht ihrer Ärzte. Die Abbau-Produkte der Pharmaka können ebenfalls erheblichen Schaden im Körper anrichten. Auch diese “Schlackenstoffe“ kann Bentonit binden und ausleiten.
Durch verschiedene Katastrophen hat die radioaktive Belastung der Umwelt und auch unserer Lebensmittel zugenommen. In letzter Zeit ist gerade ein Anstieg von Rhutenium-106 zu verzeichnen, das wahrscheinlich bei Reaktor-Unfällen im Ural entwichen ist (FAZ: Was geschah im Ural?). Die hochgefährlichen radioaktiven Ionen sind metallisch und daher positiv geladen, sodass sie von Bentonit optimal adsorbiert werden. Eine Mundspülung mit anschließender Einnahme ist alle 3 Stunden ratsam.
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Weitere Einsatzgebiete
Aufgrund seiner entgiftenden Wirkung eignet sich Bentonit auch als hervorragendes Mittel bei Durchfall. Dabei bindet die Mineralerde die Bakterien an sich, welche den flüssigen Stuhl verursachen, und reduziert auf diese Weise die Gesamtzahl der Erreger.
In Versuchen konnten Wissenschaftler zeigen, dass die Staphylokokken-Zahl nach der Bentonit-Anwendung um bis zu 90 % reduziert war. Ähnliche Ergebnisse erzielt ein Bentonit-Brei, der auf das Zahnfleisch aufgetragen wird. Karies verursachende Bakterien können so gründlich entfernt werden. Auch eine Mundspülung mit verdünntem Bentonit eignet sich hervorragend für die Beseitigung der gefährlichen Keime auf Zahnfleisch und Zungenschleimhaut.
Zudem wird überschüssiges Wasser aufgenommen, so dass sich der Stuhl wieder formt, die mit dem Durchfall entstehenden Gase werden gebunden. Allerdings hat es sich bewährt, nach einer Bentonitbehandlung bei Diarrhoe ein Probiotiukum zu geben, um die Darmschleimhaut wieder mit positiven Bakterien aufzufüllen, deren Anzahl bei einer solchen Erkrankung in der Regel reduziert ist.
Auch äußerlich lässt sich Bentonit anwenden; häufig sind beispielsweise Hautausschläge ein Zeichen für den Versuch des Körpers, Giftstoffe auszuscheiden. In vielen Fällen stehen auch Akne oder entzündliche Prozesse der Haut mit einer Schadstoffbelastung in Verbindung. Dann hilft eine Bentonit-Wasser-Mischung, die auf die betroffenen Stellen aufgestrichen wird, die Beschwerden zu lindern.
Die ausleitenden Eigenschaften des Bentonit sollen nicht zuletzt auch für einen Anti-Aging-Effekt verantwortlich sein, da man davon ausgeht, dass ein Organismus bei regelmäßiger Entgiftung länger und besser lebt.
Äußerliche Anwendungen mit Bentonit-Schlamm ist seit altersher ein probates Mittel gegen Rheuma, Arthritis und Akne. Die Zubereitung entzieht der Haut überschüssiges Talgfett und trägt so zur Hautreinigung bei. Der Effekt unterstützt auch die Festigkeit des Bindegewebes. Der Heilschlamm wird mit lauwarmem Wasser bereitet und eventuell mit Kamillentee verfeinert.
Fazit
Bentonit sollte stets von einem Hersteller verwendet werden, dessen Produkte Pharma-Qualität entsprechen. Die Dosierung kann dabei jeweils variieren; von Nebenwirkungen bei Überdosierung ist bislang nichts bekannt geworden.
Die Mineralerde eignet sich hervorragend als klassisches Entgiftungsmittel. Besonders gut funktionieren kurmäßige Therapien, die auch eine gesunde Ernährung und eine zusätzliche Ausleitung, zum Beispiel mit Hilfe spezieller pflanzlicher Tinkturen, mit einschließt. Auch die Behandlung von Durchfällen bringt in den meisten Fällen gute Ergebnisse.
Ob sich die Mineralerde darüber hinaus auch als Anti-Aging-Mittel eignet und welche Rolle die Entgiftung bei der natürlichen Alterung generell spielt, muss in der Zukunft allerdings noch genauer untersucht werden. Bei Hauterkrankungen lohnt sich der Einsatz vor allem, wenn die zugrunde liegende Ursache mit einer Schadstoffbelastung in Verbindung steht; dies ist individuell zu entscheiden.
Insgesamt ist im Zusammenhang mit den Wirkungen und Anwendungsgebieten von Bentonit die Datenlage bislang noch recht dürftig, so dass in Zukunft auf weiterführende Studien zu hoffen ist.
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Beitragsbild: 123rf.com – subbotina
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Die Entgiftung und Darmsanierung spielen eine zentrale Rolle in modernen Naturheilverfahren. Dieser Beitrag widmet sich den wirkungsvollen Ansätzen von therapeutischen Erden, insbesondere der klassischen Heilerde, Bentonit und Zeolithen wie Klinoptilolith. Ihre chemische Zusammensetzung und spezifischen Eigenschaften werde ich beleuchten, um die Unterschiede zu zeigen und auch einen umfassenden Einblick in ihre Anwendungsbereiche und Bedeutung für die Naturheilkunde zu geben.
Heilerde und Bentonit
Die unterschiedlichen Varianten von therapeutischer Erde unterscheiden sich vor allem bezüglich der chemischen Zusammensetzung voneinander. So besteht die klassische Heilerde beispielsweise aus Löss; dieses Material ist durch die Zerstörung von Gesteinen entstanden und wurde anschließend abgelagert (Sedimentgestein).
Der Gesteinsstaub, der während der Eiszeit entstanden ist, besteht aus Silikaten, Feldspat, Dolomit und Dreischichttonmineralen.
Die sehr kleinen Teilchen, die dabei entstehen, vergrößern die spezifische Oberfläche der Erde; auf diese Weise kann ein besonders hohes Bindungsvermögen erzielt werden. Aufgrund dieser Eigenschaft können sich unterschiedliche – zum Beispiel für den Organismus schädliche – Substanzen an die Heilerde anlagern und unschädlich gemacht werden. [2]
Neben klassischer Heilerde wird häufig auch Bentonit als therapeutische Erde angeboten, das durch Verwitterung aus vulkanischer Asche entsteht. Hierbei handelt es sich um ein Gestein, das – ähnlich wie Heilerde – aus verschiedenen Mineralien wie Feldspat, Glimmer oder Quarz besteht, als Hauptbestandteil allerdings das Schichtsilikat Montmorillonit enthält. Aufgrund dieses Stoffes weist das Pulver eine besonders hohe Quellfähigkeit und Wasseraufnahmefähigkeit auf.
Zudem präsentiert Bentonit eine stark negative Ladung, wodurch positiv geladene Stoffe angezogen werden. Zusätzlich weist das Molekül eine riesige Oberflächenstruktur auf, sodass der Stoff in der Lage ist, das Fünffache seines Eigengewichtes an Fremdstoffen zu binden.
Abb.2: Es gibt auch gepresste Formen der Heilerde, die für manche Patienten leichter zu schlucken sind als das Pulver.
Klinoptilolith und Zeolith
Zeolithe bilden den Oberbegriff unterschiedlicher chemischer Substanzen, die zu den Alumosilikaten gehören. Alumosilikate sind chemische Verbindungen, die Aluminium (Al), Silizium (Si) und Sauerstoff (O) enthalten und zu den Silikaten gehören. Silikate sind Mineralien oder Mineralklassen, die aufgrund ihrer Struktur und chemischen Zusammensetzung gemeinsame Merkmale aufweisen. Alumosilikate enthalten zusätzlich zum Silizium und Sauerstoff auch Aluminium in ihrer Struktur. Wenn man das liest, bleiben viele am Aluminium hängen. Ist das schädlich? Diese Frage habe ich im Beitrag zur Heilerde beantwortet.
Auch Klinoptilolith weist (wie Heilerde und Bentonit) ein hohes Bindungsvermögen auf: Es handelt sich bei dem Pulver um ein mikroporöses Gerüst aus unterschiedlichen wasserhaltigen Alumosilikaten mit Calcium, Kalium bzw. Natrium. Diese besondere Struktur präsentiert zahlreiche Hohlräume – es entsteht eine Art mineralischer Schwamm mit zahlreichen Kanälen und Poren.
Diese vergrößern die Oberfläche des Pulvers, das aus diesem Grund wie Heilerde ein beträchtliches Bindungsvermögen entfaltet. Das Molekül besitzt eine negative Gerüstladung und nimmt deshalb bevorzugt positiv geladene Teilchen auf. Auf diese Weise ist das Pulver in der Lage, dem Organismus schädliche Stoffe zu entziehen.
Zusätzlich quillt Klinoptilolith durch die Aufnahme von Wasser auf, wodurch zum einen die Darmtätigkeit angeregt und zum anderen die gebundenen Stoffe schneller wieder ausgeschieden werden können. [1]
Der Hersteller Megamin hat ein tribomechanisches Verfahren entwickelt, mit dem Klinoptilolith aufgewertet werden kann. In gegenläufigen Rotor-Walzen entstehen starke Reibungskräfte, die eine Änderung der Gitter-Struktur des Minerals herbeiführen.
Auch die Korngröße wird dabei nochmals verringert und weist eine Ausdehnung von nur 1,0 bis 4,0 µm auf. Entscheidend sind bei diesen tribomechanisch aktivierten Zeolithen (TMAZ) allerdings die spezifischen Heil-Effekte, die aus der Gestaltänderung der Kristall-Geometrie resultieren.
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Wirkung und Einsatz in der Therapie
Auch wenn sich die verschiedenen Formen von therapeutischen Erden bezüglich ihrer Struktur und teilweise auch bezüglich des Wirkmechanismus voneinander unterscheiden, sind sich die einzelnen Varianten in ihren Wirkungen recht ähnlich. Allen gemeinsam ist die Fähigkeit, schädliche Stoffe im Organismus zu binden, weshalb sie als klassische Entgiftungsmittel gelten. [1] [2]
Darüber hinaus helfen die Erden auch bei Übersäuerung und diversen Darmproblemen, sowie äußerlich auch bei Hauterkrankungen. [1] Insbesondere klassische Heilerde liefert zusätzlich wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die bei einem entsprechenden Mangel helfen können [2], während Klinoptilolith auch zur Verbesserung medikamentöser Therapien, sowie zur Behandlung schwer therapierbarer Erkrankungen eingesetzt wird, zum Beispiel bei Borreliose und verschiedener Schmerzzuständen. [2]
Es gibt Hinweise darauf, dass TMAZs das Immunsystem stimulieren. In Vergleichs-Studien konnte dies im besonderen Maße für Megamin, aber auch für Lycopenomin untermauert werden. In der Behandlung von Patienten mit IMS (Immun-Mangel-Syndrom), Krebs, Allergien, rheumatoider Arthritis, Virus-Infektionen und Autoimmunkrankheiten konnten die aktivierten Klinoptilolithe die Zahl der Lymphozyten erhöhen (CD3-, CD19- sowie die CD4-Positiven).
Demnach sind TMAZs sehr wahrscheinlich geeignet, die Therapie von Autoimmunkrankheiten, Immunschwächen, Überempfindlichkeits-Reaktionen, Immunkomplex-Krankheiten, einigen psychiatrischen Erkrankungen sowie Tumoren sinnvoll zu begleiten. [3]
Mehr zum Einsatz bei der Darmsanierung finden sie in folgendem Artikel: Symbioselenkung.
Fazit
So unterschiedlich sich die verschiedenen therapeutischen Erden auch in ihrer Struktur und Wirkung unterscheiden, so ähnlich präsentieren sie sich bezüglich ihrer Wirkungen.
Welches Pulver im jeweiligen Fall schließlich zum Einsatz kommt, wird unter den einzelnen Varianten speziell erläutert.
Bentonit wird aufgrund seiner bindenden Eigenschaften vor allem als Entgiftungsmittel verwendet. Dabei kann die Mineralerde sowohl bei Schimmelpilzgiften als auch bei klassischer Schadstoffbelastung zum Einsatz kommen.
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Beitragsbild: 123rf.com – PAPAN SAENKUTRUEANG
https://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2021/02/heilerde_fotolia_610px_PhotoSG.jpg419610René Gräberhttps://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2025/01/logo-300x76.jpgRené Gräber2021-02-12 15:54:042024-08-14 20:37:26Zeolith, Bentonit, Heilerde, Klinoptilolith: die Unterschiede
Als erfahrener Heilpraktiker möchte Ihnen einen Einblick in die transformative Kraft der Huminsäuren geben. Dabei thematisiere Ich die Anwendungsmöglichkeiten von Huminsäuren in der Naturheilkunde, angefangen bei der Entgiftung von Schwermetallen bis hin zur Unterstützung der Darmschleimhautregeneration. Erfahren Sie, wie Huminsäure-Produkte gezielt Schadstoffe im Darm binden und somit zur Gesundheit beitragen.
Was sind Huminsäuren?
Bei den Huminsäuren handelt es sich um sogenannte polymere organische Verbindungen, die „neben anderen Huminstoffen während des Abbauprozesses von biologischem Material gebildet werden (Humifizierung)“ (https://www.chemie.de/lexikon/Humins%C3%A4ure.html).
Die großen, weit verzweigten Moleküle bestehen aus miteinander verknüpften Komponenten wie Phenolen, Zuckern, Peptiden und so weiter. Das Ergebnis der Humifizierung ist „Humus“, der aus schwer abbaubaren Substanzen besteht. Den höchsten Humus-Anteil weisen Moorböden mit 10 bis 20 % auf.
Die darin enthaltenen Huminsäuren haben eine wichtige Funktion als biologische Ionenaustauscher. Sie binden basische Stickstoffe, die im Austausch gegen metallische Kationen zur Freisetzung kommen. Durch diese Fähigkeit, Chelat-Komplexe zu bilden, kommt den Huminsäuren die wichtige biologische Eigenschaft zu, die ökologische Bioverfügbarkeit von Metallionen zu regulieren.
Konzipiert für diese Indikation ist das Präparat Activomin® mit „Huminsäuren WH 67“ (activomin.de, Stand Januar 2021). Hier erfahren wir, dass durch die Einnahme der Kapseln Schadstoffe im Darm gebunden werden:
„Huminsäuren besitzen die Fähigkeit, Schadstoffe im Körper des Menschen fest an sich zu binden. Da sie nicht vom Körper aufgenommen werden und auch nicht in die Blutbahn gelangen können, werden die so gebundenen Körpergifte über den Darm wieder ausgeschieden, bevor eine schädigende Wirkung entstehen kann.“
WH 67 bindet die Schadstoffe noch im Dünndarm, wodurch die Komplexe ausgeschieden werden.
Huminsäuren in der Schulmedizin
In der „Apotheken-Umschau“ gibt es einen bemerkenswerten Artikel über die heilende Wirkung von Moorbädern. Diese Wirkung beruht unter anderem, aber nicht nur, auf der Anwesenheit von Huminsäure in den „Schlammpackungen“.
Aufgrund der Wärme der Packungen (39 – 40 Grad) werden laut Bericht die Hautporen geöffnet, was zur Folge hat, dass „bestimmte Substanzen des Moores, insbesondere Huminsäure und ihre Vorstufen sowie Phytoöstrogene, in den Körper geschleust werden“. Wie signifikant hier diese Einschleusung von Huminsäure ist und welchen Effekt sie auf den Genesungsprozess hat, dazu konnte ich keine Literatur finden. Dass diese Art der Moorbäder eine heilende Wirkung bei einer Reihe von Indikationen hat, das ist unbestritten. Die Frage ist hier, in welchem Maß die Huminsäure daran beteiligt ist.
In einem weiteren Beitrag über Activomin® betont die Apotheken-Rundschau die Wirkung des Präparates auf die Darmschleimhaut. Die hochmolekularen Verbindungen in Activomin® WH 67 werden zwar nicht resorbiert, bilden aber einen Schutzfilm auf dem Epithel. Das wirkt Virusinfektionen entgegen und trägt zur Regeneration der Schleimhaut bei.
Diese Befunde wurden in Tierversuchen bestätigt, wie dies auch für bakterielle und mykotische Infektionen gilt. In Laborexperimenten konnte WH 67 Salmonellen und Staphylokokken im Wachstum hemmen. Daneben kann WH 67 das darmeigene Immunsystem unterstützen und so entzündliche Prozesse dämpfen. Auch die Verdauung wird durch WH 67 optimiert.
Die Zusammensetzung ist wichtig
Eine andere Webseite/Shop (entgiftung-darmreinigung.com/huminsäure/) zählt eine „ganze Latte“ an positiven Wirkungen auf, die man so von den klassischen Heilpflanzen und Heilpilzen her kennt. Meine Überlegungen sind dabei, dass solche Wirkungen nur dann einsetzen können, wenn die Substanz bis in die zelluläre Ebene vordringen kann.
Und dazu müsste sie erst einmal „ordentlich“ resorbiert werden, wenn man eine parenterale Gabe (Injektionen zum Beispiel) vermeiden will. Hochmolekulare Huminsäuren wie in WH 67 werden nicht aufgenommen, die kleineren Polymere allerdings schon, wie bei Ratten nachgewiesen wurde. Die Entgiftungswirkung in den inneren Milieus des Körpers hängt demnach davon ab, welche Huminsäure-Fraktionen ein Huminsäure-Präparat enthält.
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Ich würde nicht sofort kritisieren wollen, dass Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragbar seien. Wenn dem so wäre, warum macht man dann Millionen von Tierversuchen? Und Schweine, Hunde, Katzen, Rinder etc. kennen Erkrankungen, die auch beim Menschen auftreten. Warum sollten also bei den gleichen Erkrankungen nicht auch die gleichen Substanzen gleich wirksam sein?
Um es gleich vorweg zuschicken – die Zahl der Arbeiten zur Huminsäure ist gewaltig und spärlich zur gleichen Zeit. Huminsäure und ihre Bedeutung in der Ökologie und Umwelt ist bemerkenswert gut und detailliert untersucht. Damit finden wir eine überwältigend hohe Zahl an wissenschaftlichen Arbeiten zu Fragen in diesem Segment. Zur Frage der medizinischen beziehungsweise physiologischen Anwendung und Effekte gibt es nur „Schonkost“ im Angebot.
Induction of macrophage cell-cycle arrest and apoptosis by humic acid. – Es handelt sich hier um eine Laborstudie an Makrophagen von Mäusen, die aus einem viral bedingten Tumor stammen. Eine Inkubation mit Huminsäure bewirkte einen Zellzyklusarrest und eine Apoptose (natürlicher Zelltod). Darüber hinaus erhöhte Huminsäure das Tumorsuppressor-Protein p53 und induzierte DNA-Schäden. Dies erklärt, warum in der Einleitung des Artikels von einem Zusammenhang von Huminsäure im Grundwasser und einer Reihe von Krebsformen gesprochen wird.
Leider liefert die Studie keine Informationen über das Molekular-Gewicht der untersuchten Huminsäuren. Daher ist durch die Labor-Studie nicht abschätzbar, ob sich die Wirkung nach einer eventuell möglichen Resorption im Körperinneren entfaltet.
Microscopic examination of the intestinal wall and selected organs of minipigs orally supplemented with humic acids. Diese Arbeit an Minischweinen (3 Tiere als Kontrolle ohne und 3 Tiere als Verumgruppe mit Huminsäure) zeigte nach einer 2-wöchigen „Behandlung“ der Tiere mit 1 Gramm Huminsäure pro Kilogramm Körpergewicht keine Spuren von Huminsäure in einer Reihe von untersuchten Gewebeteilen der Tiere. Hier wurden offensichtlich nur hochmolekulare Humin-Polymere untersucht. Anders ist dieses Ergebnis nicht zu interpretieren.
Die (fast) gleiche Autorengruppe hatte 3 Jahre zuvor genau gegenteilige Beobachtungen gemacht: Microscopic evidence for the uptake of orally given humic acids by the intestinal mucosa in piglets – Bei gleicher Dosierung und identischem Beobachtungszeitraum zeigten 10 verschiedene Gewebeteile von Ferkeln Anzeichen von Huminsäure. Allerdings wurden nur 3 Tiere untersucht, 2 davon wurden mit Huminsäure gefüttert, während das Dritte ohne Huminsäure als Kontrolle diente. In dieser Arbeit sind wahrscheinlich niedermolekulare Huminsäuren verwendet worden.
Fazit: Es fehlt an Studien mit klar definierten Huminsäure-Fraktionen. Wenn solche Arbeiten vorlägen, könnten die sicher vorhandenen Wirkungen differenzierter beschrieben werden.
Obwohl die Studienlage ziemlich „dünn“ ist, zeichnen sich positive Wirkungen der Huminsäure ab. Dies gilt sowohl für die hochmolekularen Humin-Poylmere, die den Darm schützen als auch für die niedermolekularen Varianten, die resorbiert werden. Empfehlenswert sind die Präparte von Sonnenmoor (sonnenmoor.at), mit denen mir gute Erfahrungen vorliegen. Dies gilt für den Bereich „Entgiftung“ und „Entzündungshemmung“.
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Beitragsbild: 123rf.com – subbotina
Dieser Beitrag wurde letztmalig am 09.09.2021 aktualisiert.
https://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2020/11/heilung-natur-123rf-80688531-subbotina-1600px-min-1024x469-1.jpg4691024René Gräberhttps://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2025/01/logo-300x76.jpgRené Gräber2021-02-11 13:18:212024-03-15 12:50:52Was sind Huminsäuren? Wirkung und Wissenschaft
Manchmal staune ich, wie wir die einfachsten Dinge kompliziert machen. Da gibt es eine Verbindung, die seit Jahrhunderten in jedem Haushalt zu finden ist und die in der Naturheilkunde schon lange geschätzt wird: Natriumhydrogencarbonat. Doch während die einen es als Wundermittel gegen Übersäuerung preisen, warnen andere vor Risiken und Nebenwirkungen.
Wo liegt die Wahrheit? Und warum scheinen wir ein so simples Hausmittel entweder zu glorifizieren oder zu verteufeln? Heute räume ich mit den Mythen auf und zeige Ihnen, was Natriumhydrogencarbonat wirklich kann – und wann Vorsicht geboten ist.
Zunächst einmal ein paar Fakten: Natriumhydrogencarbonat wird seit Langem als bewährtes Mittel gegen Übersäuerung eingesetzt. Es neutralisiert zum Beispiel überschüssige Magensäure, lindert Sodbrennen und bringt den Säure-Basen-Haushalt kurzfristig ins Gleichgewicht.
Da diese Fakten immer wieder mal wieder auch von „Experten“ bezweifelt werden, habe ich in meinem Beitrag „Übersäuerung – Mythen, Fakten und Wahrheiten“ ausführlich Stellung genommen.
Als Hausmittel gegen eine Übersäuerung wird häufig Natriumhydrogencarbonat empfohlen und eingesetzt.
Und jetzt muss man ein wenig aufpassen, wenn Sie das Thema interessiert: Natriumhydrogencarbonat ist der Hauptbestandteil im Backpulver. Es ist nicht alleiniger Bestandteil im Backpulver. Backpulver und Natriumhydrogencarbonat ist also nicht genau das Gleiche. Mehr dazu in meinem Beitrag: Natron oder Backpulver?
Und Natriumhydrogencarbonat ist auch nicht mit dem „Hausmittel“ Natron zu verwechseln, dessen Bestandteil Natriumcarbonat ist. Beide Stoffe (die chemisch sehr eng miteinander verwandt sind), verfügen aber über die Fähigkeit, zum Beispiel die entstandene Magensäure abzufangen und zu neutralisieren. Deshalb wurde es früher auch gerne gegen Sodbrennen genommen.
Aber: Nicht immer hat sich der Einsatz dieser Verbindungen bewährt; insbesondere die langfristige Einnahme kann Komplikationen mit sich bringen und die Symptomatik in seltenen Fällen sogar noch verschlimmern. Man sollte also schon wissen, was man tut.
Grundlagen der Verbindung und Wirkung
Natriumhydrogencarbonat gehört zu den klassischen Säureblockern, die auch als „Antacida“ oder einfach nur als „Basenpulver“ bezeichnet werden: Die Verbindung bindet überschüssige Säure im Magen, die zu unterschiedlichen Beschwerden führen kann – auf diese Weise erreicht man auch eine Senkung des Blut-pH.
Damit die Substanz ihre Wirkung entfalten kann, muss diese im Körper zunächst in unterschiedliche Bestandteile aufgespalten werden, zum Beispiel in diverse Bicarbonate. Diese fangen nun überschüssige Säure ab, die sie anschließend neutralisieren. Gleichzeitig entsteht bei der Aufspaltung des Natriumhydrogencarbonats im Körper jedoch auch Kohlendioxid; wenn sich dieses Gas im Verdauungstrakt ausbreitet, können unterschiedliche Beschwerden die Folge sein, zum Beispiel Völlegefühl und Blähungen.
Doch das Kohlendioxid zeigt auch positive Wirkungen: Wenn Natriumhydrogencarbonat äußerlich als Badezusatz verabreicht wird, entfaltet die Substanz eine durchblutungsfördernde und allgemein anregende Wirkung auf der Haut. Bei leichten arteriellen Durchblutungsstörungen oder einem geringem Bluthochdruck hat sich der Stoff deshalb ebenfalls bewährt. Doch auch zur klassischen Entsäuerung der Haut kann Natriumhydrogencarbonat als Badezusatz Verwendung finden, vor allem, wenn es sich um eine Fertigpräparat mit zugesetzten Pflegestoffen handelt.
Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen
Natriumhydrogencarbonat darf nicht eingenommen werden, wenn bereits ein hoher Blut-pH vorliegt oder der Natrium- bzw. Kaliumblutspiegel besonders hoch bzw. der Calciumspiegel besonders niedrig ist.
Bei diversen Störungen des Wasserhaushaltes oder verminderter Atemtätigkeit ist ebenfalls Vorsicht geboten. Wer den Stoff als Vollbad anwenden möchte, sollte ebenfalls nicht unter Störungen der Atemfunktion leiden und außerdem ein gesundes Herz-Kreislaufsystem aufweisen. Bei fiebrigen Infektionskrankheiten und starkem Bluthochdruck ist von einem Basenbad komplett abzuraten.
Die Einnahme von Natriumhydrogencarbonat kann außerdem zu einer Veränderung des pH-Wertes sowohl im Verdauungstrakt als auch in den Nieren führen, insbesondere wenn die Anwendung langfristig erfolgt. Dann muss damit gerechnet werden, dass andere Stoffe verändert aufgenommen oder ausgeschieden werden können; hierzu gehören beispielsweise Acetylsalicylsäure (Wirkstoff im Aspirin) Diuretika („Wassertabletten“) Antidepressiva oder diverse Antibiotika. Deshalb hat es sich als sinnvoll erwiesen, Natriumhydrogencarbonat mit zweistündigem Abstand zu anderen Arzneimitteln einzunehmen.
Wer Natriumhydrogencarbonat gegen Übersäuerung einnimmt, hat ferner mitunter mit diversen Nebenwirkungen zu rechnen, die insbesondere bei sehr empfindlichen Menschen auftreten können; weil die Substanz bei der Auflösung im Körper auch zur Freisetzung von Kohlendioxid führt, treten als seltenere Nebenwirkungen Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Aufstoßen auf. Nur selten kommt es hingegen zu Durchfall und Erbrechen.
Natriumhydrogencarbonat ist erwiesenermaßen ein Mittel gegen entzündliche Prozesse im Körper. Das haben Forscher der Augusta Universityś Medical College in Studien belegen können. Zunächst zeigte sich der Effekt in Tierversuchen und wurde danach bei Patienten mit rheumatoider Arthritis bestätigt.
Die Teilnehmer tranken täglich eine Natriumhydrogencarbonat-Lösung. Danach hatten sich ihre Entzündungs-Parameter im Blut gesenkt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Wirkung über die Milz erfolgt. Das lymphatische Organ ist an der Regulation und Reifung von Leukozyten beteiligt. Die Milz ist daher in der Lage, auf biochemische Reize mit zielgerichteten Reaktionen zu antworten.
Dafür ist die Oberfläche spezieller Zellen des Organs durch Microvilli stark vergrößert. Die Milz steuert beispielsweise das Mengen-Verhältnis zweier Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems zueinander. Die Zellen des M1-Phänotyps dieser Abwehrzellen lassen Entzündungs-Reaktionen in die Höhe schnellen, während der M2-Phänotyp die Inflammationen herabsetzt.
Bei den Versuchsteilnehmern, die Natriumhydrogencarbonat-Lösung getrunken hatten, war die Anzahl der M2-Zellen erhöht, während die M1-Zellen in geringeren Größenordnungen zu verzeichnen waren.
Wer den Stoff langfristig einnimmt, muss außerdem mit einer Erhöhung des Natriumspiegels rechnen. Außerdem kann ein Calciummangel auftreten, der sich dann häufig in Muskelschwäche und Muskelkrämpfen äußert. Nicht zuletzt sollte man auch bedenken, dass eine ständige Einnahme den Urin pH-Wert beeinflusst; die Bildung von Steinen aus Calcium- und Magnesiumphosphat in den Nieren kann die Folge sein.
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Bewertung der Verbindung: Diskussion
Natriumhydrogencarbonat gehört wie alle carbonathaltigen Entsäuerungsmittel zu den schnell und eher kurzfristig wirkenden Antacida. Dabei weisen sie eine etwas schlechtere Verträglichkeit auf; das freigesetzte Kohlendioxid kann im Magen und Darm zu diversen Beschwerden führen.
Doch die Entwicklung dieses Gases kann noch weitere Schwierigkeiten mit sich bringen: Insbesondere wenn bei andauernder Einnahme große Mengen davon entstehen, kann eine Säureverätzung des Magens nicht ausgeschlossen werden. Überdies besteht grundsätzlich die Gefahr einer Verstärkung der Übersäuerung, weil der Magen nach erfolgter Neutralisation sozusagen als „Gegenregulation“ noch mehr Säure ausschüttet.
Insbesondere bei carbonathaltigen Antacida wie Natriumhydrogencarbonat wird dieser Effekt, der auch als „Säure-Rebound“ bezeichnet wird, häufiger unterstellt. Allerdings ist bis heute umstritten, ob dieser Effekt tatsächlich in der angenommenen Heftigkeit wirksam wird.
Doch nicht nur die Carbonate bzw. das Kohlendioxid können bei der Einnahme von Natriumhydrogencarbonat zu Problemen führen: Gerade wer die Substanz langfristig einnimmt, führt gleichzeitig eine unerwünscht hohe Menge an Natrium zu, die den Mineralstoffhaushalt im Körper durcheinanderbringen und zu unterschiedlichen Beschwerden führen kann. Besonders tückisch hierbei ist die sehr gute Resorbierbarkeit des Natriums; der Mineralstoff löst sich in praktisch allen pH-Bereichen gut.
Beurteilung
Im direkten Vergleich mit anderen Entsäuerungsmitteln, zum Beispiel citrathaltigen Substanzen, schneidet Natriumhydrogencarbonat in der Regel insgesamt eher schlechter ab. So wirken Antacida, die Citrate enthalten, effektiver als das Pendant mit Carbonat, weil sie in der Lage sind, mehr Säure abzufangen. Darüber hinaus entfalten Citrate ihre Wirkung erst im Zellstoffwechsel, so dass sowohl der Magen als auch der Darm geschont werden; eine Freisetzung von Kohlendioxid findet ebenfalls nicht statt.
Fazit
Heute wird Natriumhydrogencarbonat zur Entsäuerung nur noch selten empfohlen. Kurzfristig und bei akuten Beschwerden verwendet, kann der Einsatz zwar durchaus gerechtfertigt sein – aber als langfristige Behandlungsmaßnahme eignet sich die Substanz in Hinblick auf die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen nicht – zumal alternativ zahlreiche andere Substanzen zur Verfügung stehen, welche sich beim Beschwerdebild „Übersäuerung“ viel effizienter und schonender einsetzen lassen.
Bei schweren chronischen Entzündungen scheint Natriumhydrogencarbonat allerdings sinnvoll zu sein.
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https://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2020/11/heilpflanzen-123rf-41238282-Alexander-Raths-1600px-min-1024x682-1.jpg6821024René Gräberhttps://www.gesund-heilfasten.de/wp-content/uploads/2025/01/logo-300x76.jpgRené Gräber2021-02-09 14:31:472025-01-02 20:08:22Natriumhydrogencarbonat gegen Sodbrennen und Übersäuerung: Effektiv oder gefährlich?
Wenn man Testberichte zu Produkten sucht, vertraut man eigentlich auf Institutionen, die sich darauf spezialisiert zu haben schein, wie z.B. Stiftung Warentest oder auch Öko-Test.
Bevor Sie aber weiter nach Testergebnissen zu einzelnen Basenpulvern oder Basentabletten suchen, sollten Sie einige Dinge wissen, die sich diesbezüglich „abspielen“ – sowohl im Internet, als auch bei den „Testinstituten“.
Neben Stiftung Warentest oder Ökotest gibt es ja auch noch andere Webseiten, die über solche Produkte berichten wollen. Wenn Sie zum Beispiel in Google „Basenpulver im Test“ gesucht haben, dann finden Sie da schon einige merkwürdige Seiten: zum Beispiel ein gewisses „Gesundheitsinstitut Deutschland“, welches vor allem das Amaiva Pulver empfiehlt (Warum nur?), andere „private Webseiten“, die Geld dafür bekommen, wenn man über ihren Link bestellt und dann natürlich unsere bekannten Tester von Warentest und Ökotest.
Der „lustige“ Basenpulver Öko-Test
Im Frühjahr 2015 hat Öko-Test hat ein neues Spezial-Papier veröffentlicht. Darin ging es um Vitamine und Mineralstoffe. Gegen die Gebühr von 4,99 € kann man sich ein „epaper-Einzelheft“ als PDF herunterladen. Die Lektüre bombardiert den Leser mit Tests zu Nahrungsergänzungsmitteln, Multivitaminen, Vitamin-D-Präparaten, Spurenelementen, basischen Nahrungsergänzungsmitteln etc.
Das könnte vielversprechend werden, hat doch Öko-Test etwas mit „Öko“ zu tun. Und „Öko“ ist grün, was bekannter weise mehr mit biologisch-organischem „Essen und Trinken“ zu tun hat beziehungsweise haben sollte. Das Thema, was mich am meisten interessierte (nicht zuletzt weil es in der etablierten Medizin als „Unsinn“ und „esoterische Erfindung“ abgetan wird), waren die Nahrungsergänzungsmittel, die gegen eine Übersäuerung wirksam sein sollen, sowie deren Testergebnisse seitens des Öko-Tests.
Aber das Ergebnis stand wohl schon von vorneherein fest, bevor die Tests durchgeführt worden waren. Die Einleitung zum Artikel und die gleichzeitige Begründung erzählten mehr als die Testergebnisse…
Basische Nahrungsergänzungsmittel, oder: Wir sind sauer!
Es fängt fast vielversprechend bei Ökotest an. Denn die Einleitung zählt die „Folgen einer aus einseitiger Ernährung und Bewegungsmangel resultierenden Übersäuerung“ auf, die sich in „unspezifischen Symptomen äußern sollen“: „Müdigkeit und Erschöpfung, erhöhte Stressempfindlichkeit, nachlassende Konzentration, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie Veränderungen der Haut, Haare und Nägel nennt beispielsweise die Firma Protina.
Und wenn es einmal so weit gekommen ist, dann lassen sich Allergien, Osteoporose, Rheuma, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Venenleiden durch „eine Herstellung des Gleichgewichts von Säuren und Basen positiv beeinflussen“. Das meint jedenfalls der Reformhaus-Ratgeber „Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht“. Fairerweise wird eingeräumt, dass diese vermeintlichen Erfolge vor allem auf Erfahrungsberichten beruhen.“
Richtig! Ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts, eine Übersäuerung also, gibt es für die Ökos nur als „Erfahrungsbericht“.
Soll das also heißen, dass Erfahrungsberichte zu gar nichts tauglich sind und deshalb vernachlässigt werden können? Dann sollte jeder Arzt seine Erfahrungen sofort vergessen und nur noch stur nach Lehrbuch und Leitlinien therapieren. Aber die Ärzte, die ich als gute und effektive Mediziner kenne, sind durch die Bank Leute mit Erfahrung. Und meine Erfahrungen mit Basenpulver und -tabletten bei einer Übersäuerung habe ich hier beschrieben: Was bringen Basenpulver und Basentabletten für Ihre Gesundheit?
Aber so war das sicher nicht gemeint. Vielmehr steht hinter der Aussage, dass die Übersäuerung nur in Erfahrungsberichten beobachtet worden ist, nicht aber in der wissenschaftlichen Realität. Eine evidenzbasierte Übersäuerung ist eine Azidose und muss in der Intensivstation notfallmäßig behandelt werden. Alles andere sind Erfindungen der alternativen Medizin. Aha, so ist das also.
Die Öko-Tester fahren fort mit der Beschreibung von angeblich säureproduzierenden Umständen. Und das sind gewisse Nahrungsmittel, wie Getreideprodukte, Fleisch, Eier, Käse etc. Daneben gibt es noch basische Lebensmittel und solche, die sich neutral verhalten. Soweit stimmt zumindest die Beschreibung des Verständnisses der alternativen „Spinner“ in Sachen Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt.
Die Beweisführung, dass es sich hier um Unsinn handeln muss, wird mit einem massiven Denkfehler geführt, der zudem noch zeigt, dass die Schreiber der Ökotester anscheinend selber nicht mehr wissen, worüber sie schreiben.
Denn es heißt: „Zwar kann auch eine abwechslungsreiche, gesunde Ernährung einen gewissen Säureüberschuss erzeugen,…“ Hier muss ich sorgenvoll passen, denn ich bin immer davon ausgegangen, dass eine nicht so gesunde, vor allem auf Industriefutter basierende Ernährung für den „gewissen“ (man beachte die exakte, hochwissenschaftliche Mengenangabe seitens Öko!) Säureüberschuss sorgt und gerade nicht die gesunde Ernährung.
Die ist dafür verantwortlich, dass es keinen ungünstigen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt gibt, beziehungsweise dieser durch diese Ernährung sogar korrigiert werden kann. Denn eine gesunde und ausgewogene Ernährung besteht zu etwa 70 Prozent aus basischen Nahrungsmitteln.
Im nächsten Schritt hätte ich eine wissenschaftliche Arbeit als Zitat erwartet, die den Unsinn mit der Übersäuerung beweist.
Was aber kommt stattdessen?
Ein Zitat von einer Altbekannten, Antje Gahl von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung):
Sie weiß zu berichten, dass „beim gesunden Erwachsenen die Regulationssysteme des Säure-Basen-Haushalts auch bei einer einseitigen Ernährung in der Lage sind, Säure- und Basenüberschüsse zu kompensieren und auszuscheiden“.
Das ist nicht ganz falsch, aber leider langfristig gesehen auch nicht ganz richtig. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Regulationssystem des Säure-Basen-Haushalts funktioniert, sonst wären die Intensivstationen voll mit Azidosefällen. Aber das, was Öko-Tester und Schulmedizin als „Unfug“ ablehnen (nämlich die Existenz einer „latenten Gewebeazidose“), scheint nur deshalb nicht zu existieren, weil man niemanden ohnmächtig im Test bei Ökotest und auf der Straße umfallen sieht.
Da ist es umso verwunderlicher, wenn eine andere, ebenfalls nicht alternative Quelle ganz andere Ansichten zu diesem Sachverhalt vertritt. Ich hatte dies bereits unter Übersäuerung des Körpers? Was ist davon zu halten? Und: Ist das wichtig? angesprochen. Hier noch mal die besagte Stelle dazu:
Merkwürdigerweise lese ich aber zum Beispiel im Deutschen Ärzteblatt:
Störungen des Säure-Basen-Haushalts sind häufig, sie werden jedoch in der Praxis oft übersehen. […] Besonders bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Diabetes, einer Leberzirrhose, einem Emphysem, Diarrhöen oder chronischem Erbrechen sowie unter bestehender Diuretikatherapie ist an Störungen des Säure-Basen-Haushaltes zu denken.
Quelle: Dtsch Arztebl 2005; 102: A 1896; 1899 [Heft 26]
In der Folge kommt es zu Nierenschädigungen (unter anderem, aber nicht nur), was langfristig dann wieder einen negativen Effekt auf den Säure-Basen-Haushalt haben wird. Die „sturen“ Autoren der Studie bestehen in der Folge darauf, dass „die Auswirkungen dieser Veränderungen wesentlich signifikanter ausfallen als man bislang geglaubt hat, und dass dem hier von Seiten der Kliniker mehr Beachtung geschenkt werden sollte“.
Ich würde an dieser Stelle neben den Klinikern noch die BfR und die Öko-Tester mit einbeziehen. Denn: „Bislang ging man davon aus, dass nur massive Veränderungen der Acidität als Ursache für gesundheitliche Probleme bei den Patienten in Frage kamen“.
Oder mit anderen Worten: Die kleinen, aber mehr oder weniger permanenten „Entgleisungen“ des Säure-Basen-Haushalts auf „Minimalbasis“, die klinisch fast gar nicht wahrgenommen werden können, sind der stete Tropfen, der den Stein aushöhlt. Und nur weil man mit dem bloßen Auge oder einer Lupe nichts sehen kann zu schließen, dass es da auch nichts gibt, ist das exakte Gegenteil von Wissenschaftlichkeit.
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ENDLICH! Eine Studie!
Aber auch bei Ökotest wird es im Beitrag zu den Basenpulvern (endlich einmal) „wissenschaftlich“. Denn es kommt kein Vertreter einer Bundesbehörde zu Wort, sondern eine Studie. Vielleicht wissen die Öko-Tester ja, dass Bundesbehörde und Wissenschaft nicht ein und dasselbe sind… also her mit der Studie…
Aber was für eine Studie ist das nun? Eine META-ANALYSE! Und die ist aus dem Jahr 2009 und zeichnet sich dadurch aus, dass sie angeblich die Hypothese „zerlegt“ hätte, „nach der eine ernährungsbedingte Säurelast den Verlust von Knochenmineralien und Osteoporose fördert“. Für mich ist das der Gipfel der Säurelastigkeit dieses Berichts.
Eine Meta-Analyse als Beweis mal wieder, weil die so nett das beweist, was man bewiesen haben will. Die weiter oben zitierte Studie dagegen, die keine meta-analytischen Würfel- und Zahlenspielchen betreibt, hat das genaue Gegenteil gefunden: Dass nämlich mit der Erhöhung von PTH die Calciumspeicher, und das sind hauptsächlich die Knochen, angegriffen werden und so zu einer Erhöhung des Calciumwertes des Bluts führen.
Ich denke, dass wir hier keinen „Öko-Test“ durchführen müssen, um zu verstehen, dass eine durch Übersäuerung ausgelöste Erhöhung von PTH und Blut-Calciumwerten langfristig zu einer Entleerung der Calciumspeicher führen und damit die Knochenstruktur ungünstig beeinflusst wird.
Dann kommt noch ein Endokrinologe aus Calgary zu Wort, der keinen Zusammenhang zwischen basischer Ernährung und Knochengesundheit gesehen haben will. Eine Quellenangabe zu einer Studie, die das gezeigt haben müsste, gibt es natürlich nicht, da wir alle dem Dr. Hanley zu glauben haben. Und den Öko-Testern natürlich auch!
Und wer es immer noch nicht glaubt (so wie ich zum Beispiel), der muss sich von den Testern sagen lassen, dass auch die EFSA nichts gesehen hat und solche Aussagen per EU-Kommission als „unzulässig“ erklärt. Damit wäre die weiter oben zitierte Studie, die den Einfluss minimaler Veränderungen des pH-Werts auf das PTH festgestellt hat, auch „unzulässig“.
Dann kommen die Testergebnisse, die ich mir hier sparen möchte, da alle Testobjekte der Reihe nach entweder mit ungenügend (setzen!) oder mangelhaft (nicht zufassen!!) durchgefallen sind. In der Begründung für die „Durchfälle“ mangelt es nicht an Blüten in Reinkultur.
Da werden einige basische Nahrungsergänzungsmittel abgeschossen, da sie die Höchstmengen an zusätzlichen Vitaminen und/oder Mineralstoffen überschreiten, die als Empfehlung von der BfR aufgestellt worden sind. Herzlichen Glückwunsch! Denn das ist die gleiche BfR, die auch GVOs (Gentechnisch veränderte Pflanzen) empfiehlt.
Das glauben Sie nicht? In meinem Beitrag Die Gen-Technik und ihre Lobby gehe ich genauer darauf ein: „Wenn man sich einmal die ‚Besatzung‘ der Kommission für genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel des BfR anschaut, dann wird man feststellen, dass 9 von 13 Experten dieser Kommission enge Kontakte zur Lebensmittelindustrie und anderen Pro-Gentechnik-Verbänden haben. Das gleiche gilt auch für leitende Angestellte dieser Behörde. In den Augen der Öffentlichkeit jedoch gelten sie als ‚unabhängige‘ Experten, auf deren Stimme besonders viel Gewicht gelegt werden muss. Die Traumfabrik lässt grüßen…“
Oder die Aussage zu Vitaminen (siehe mein Beitrag Die Vitamine im Spiegel des Spiegels), wo seitens der Behörde lauthals verkündet wird: „Vitamine können kein Krebs verhindern, auch wenn sie noch so anti-oxidativ wirksam sind“.
Oder die Bewertung von Sonnencremes: Sonnencreme und Sonnenmilch – Worauf Sie achten sollten! Auch hier tauchen wieder industriefreundliche Einschätzungen auf, die weniger den Verbraucher als vielmehr die Industrie erfreuen können: „Während die Forschergruppe um Magret Schlumpf neun von zehn untersuchte chemische UV-Filter für hormonell aktiv und daher bedenklich hält, geht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) davon aus, dass lediglich 4-MBC in Sonnencremes möglicherweise gesundheitlich bedenklich ist (www.bfr.bund.de/cd/6891)“.
Da ist es dann auch nicht weiter verwunderlich, wenn alle Basenpulver und Basentabletten im „Test“ durchfallen müssen. Denn sie sind als Regulatoren für eine mögliche Übersäuerung zu nichts nutze, da es halt keine Übersäuerung geben soll – oder geben darf?
Und dann hantieren die Hersteller auch noch mit viel zu hohen Vitamin- und Mineralstoffdosierungen herum. Da werden dann getreu dem schulmedizinischen Denkansatz Beta-Carotin, Hydrogencarbonat, Kieselerde und Zeolith als „bedenkliche / umstrittene maßgebliche Inhaltsstoffe“ deklariert.
Und was ist mit dem Arsen und Nickel in den Produkten?
Einige Produkte scheinen Arsen zu enthalten, andere auch Nickel. An dieser Stelle würde ich das erste Mal zustimmen wollen, dass weder Arsen, noch Nickel eine günstige Wirkung auf den Organismus und in solchen Präparaten und anderswo nichts zu suchen haben.
Nachdem der erste „Ehrentreffer“ für die Öko-Tester gefallen ist, gestehe ich ihnen auch noch einen zweiten zu. Sie resümieren: „Wenn man das Dasein der Basenpulver damit rechtfertigt, dass sie die Folgen einer schlechten Ernährung ausgleichen, dann sollte man auf unnötige Inhaltsstoffe wie Aroma, Süßstoffe oder Phosphat verzichten“.
Aber warum das denn nun? Antwort (halten Sie sich fest!): Weil diese Stoffe den Säure-Basen-Haushalt belasten und in die Kategorie der Säurebildner gehören! Toll oder?
Bei Phosphat bin ich mir nicht ganz sicher. Aber akute hohe Phosphatspiegel im Blut können durch Laktazidosen oder diabetische Ketoazidosen ausgelöst werden. Da müsste ich nochmal darüber nachdenken…
Eine weitere interessante Substanz, die nach Meinung der Öko-Tester zu hoch ausfällt, ist das Vitamin D. Vitamin D zu hoch? Genaueres zu den Dosierungen und dem Bedarf und vieles andere Wichtige mehr können sie im Vitamin-D-Report nachlesen. Was die Öko-Tester zum Vitamin D zu sagen haben, werde ich im nächsten Beitrag unter die Lupe nehmen. Denn sie haben es sich nicht nehmen lassen, auch Vitamin-D-Präparate zu testen. Mehr dazu aber an anderer Stelle. Und anders als beim Phosphat, bin ich mir beim Vitamin D sicher…
Fazit
Öko-Test hat Sachen getestet, damit sie zu offiziellen Aussagen gelangen, die den Aussagen anderer offizieller Stellen und Institutionen aufs Haar entspricht. Wozu dann noch einen Test durchführen, wenn nur zu offensichtlich das Ergebnis bereits vor Beginn feststand? Vielleicht wollen die Ökos auch nur demonstrieren, dass sie zwar grün, aber trotzdem realistisch = vernünftig sind?
Denn Realismus ist, wenn man Aussagen von BfR, EFSA, Meta-Analysen etc. als Wissenschaft ansieht. In diesen Kreisen scheint man schon lange die Forderung nach randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien als goldener Standard in der Wissenschaft und der damit einhergehenden Aussagekraft vergessen zu haben. Warum auch! Solche Studien bergen immer die Gefahr, dass man nicht die gewünschten Ergebnisse erhält.
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Beitragsbild: 123rf.com – Vladimir Soldatov
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Sind Basenpulver (auch als Basica bezeichnet) überhaupt sinnvoll? Und was sind Basenpulver oder Basentabletten eigentlich? Und worauf muss ich achten?
Abb1: Gerne genommen: Basenpulver und Basentabletten. Diese sollten aber allenfalls eine „Übergangslösung“ sein, um z.B. eine chronische Übersäuerung zu behandeln. Das diese Mittel unter anderem in einem Bericht von Ökotest derart „abgewertet“ wurden steht auf einem ganz anderem Blatt. Dazu gehe ich in meinem Beitrag: Basenpulver im Test – Ich bin sauer! ausführlich ein.
Ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist neben dem Vitamin- und Mineralstoffhaushalt eine der wichtigsten Säulen des Stoffwechsels. Bedingt durch unsere „moderne“ Lebens- und Ernährungsweise neigt unser Körper zur Bildung von zu viel Säuren.
Werden bei einer Fastenkur zusätzlich Stoffwechselendprodukte abgebaut und gelöst (=Entschlackung), entstehen zusätzliche organische Säuren. So werden die Basenreserven, die den Säureüberschuss im Körper ausgleichen sollen, weiterhin beansprucht.
Folge ist eine Übersäuerung des Organismus. Das mit der „Übersäuerung“ im Körper wird ja von einigen „Experten“ (auch „Medizin-Experten“) bezweifelt. Meistens hört man einfach Aussagen wie: „So etwas wie die Übersäuerung im Körper gibt es nicht!“. Ich gehe zu diesem Thema ausführlich in meinem Beitrag zur Übersäuerung ein.
Normalerweise scheidet unser Körper ein zuviel an Säuren über die Ausscheidungsorgane: Lunge, Nieren und Darm aus.
Neben diesen Organen steht noch eine gewisse Pufferkapazität des Blutes und des Bindegewebes zur Verfügung, die beim Fasten jedoch schnell erschöpft ist. Als Folge können Müdigkeit, Muskelschmerzen, Magendruck, Muskelkrämpfe und Gereiztheit auftreten.
Für ein gut funktionierendes Säure-Basen-System ist vor allem Kalium wichtig. Dieser Mineralstoff, der sich innerhalb der Zellen befindet, sorgt u. a. dafür, dass saure Verbindungen aus der Zelle in die Blutbahn geschleust werden, die dann über die Nieren den Körper verlassen können.
Kaliumreich sind die beim Fasten generell empfohlenen Gemüsebrühen, die den Säure-Basen-Haushalt auf natürliche Weise regulieren.
Wenn die säurebezogenen Beschwerden, wie z. B . Sodbrennen, Magendruck und Muskelkrämpfe, jedoch zu stark werden, kann man während des Fastens zusätzlich Basenpulver oder Basentabletten zu sich nehmen.
Bewährt haben sich dabei insbesondere Basenpulver-Mischungen, die von jeder Apotheke hergestellt werden können.
Lösen Sie zur Zubereitung 1/4 bis 1/2 Teelöffel Basenpulver in 1 Glas (ca. 200-300ml) lauwarmem Wasser und trinken Sie dieses schluckweise über den Tag verteilt, vorzugsweise vor den „Mahlzeiten“.
Weitere beliebte „Basenmittel“ sind unter anderem:
Für eilige und Berufstätige und Personen die den Geschmack des Pulvers überhaupt nicht mögen, empfehle ich (auch meinen Patienten) verschiedene Basentabletten oder Basenpulver. Welche Pulver oder Tabletten ich verordne hängt davon ab, wie stark die Übersäuerung ist und welche Medikamente der Patient bereits einnimmt.
Es hängt auch davon ab, wie schnell oder wie „grundlegend“ das Problem der Übersäuerung gelöst werden soll. Auf dem Markt sind ja zahlreiche Mittel verfügbar, wie zum Beispiel:
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Nebenwirkungen und Testberichte
Erst einmal zu den Testberichten: Im Frühjahr 2015 hat die Zeitschrift Ökotest eine Art „Verriss“ zu Basenpulver-Präparaten gebracht. Dieser „Bericht“ ist meines Erachtens kein Test, sondern eine „Bewertung“ zu deren angeblichem Sinn. Im Beitrag Basenpulver im Test, nehme ich ausführlich dazu Stellung.
Zu den Nebenwirkungen: Bei einer milden Behandlung (wenige Basenpulver oder Basentabletten), werden sich in den allermeisten Fällen keine Nebenwirkungen einstellen.
Reaktionen in Form von Durchfall können aber ein oder zwei Tage auftreten, da durch die Basenpulverzufuhr die „basenliebenden“ Organe (Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm) biochemisch belebt werden und eine gewisse „Darmreinigung“ eintritt.
Eine Dauereinnahme von Basenpulvern würde ich aber kritisch sehen. Ich rate dann eher dazu diese Problematik durch andere Maßnahmen zu lösen.
Wogegen helfen Basenpulver und worauf muss ich achten?
Gleich dieses vorweg: Nach einer üppigen Mahlzeit mit all den leckeren Sachen, die eher säurebetont wirken, ist der Griff zum Basenpulver kein geeignetes Mittel, einer Übersäuerung entgegenzusteuern. Der Begriff der „Übersäuerung“ versteht sich als eine Störung des Säure-Basen-Haushalts, wo das Gleichgewicht tendenziell zugunsten der sauren Komponenten ausfällt. Und das ist das Ergebnis von Ernährungsdefiziten, die über einen längerfristigen Zeitraum erfolgen. Die üppige Mahlzeit wird zwar auch ihren Beitrag dazu leisten, aber nicht primär ursächlich wirken.
Übersäuerungen machen sich symptomatisch bemerkbar durch Müdigkeit, Schlappheit, Kopfschmerzen, Haarausfall, Verdauungsprobleme, Knochenprobleme und so weiter. Eine chronische Übersäuerung kann mitverantwortlich sein für eine Schwächung des Immunsystems, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien, Migräne, Karies, Abbau von Muskelmasse, Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen und einige andere mehr.
Dazu kommt noch, dass bei einer Übersäuerung der Darm ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Durch die Beeinträchtigung von Verdauung und Darmflora ergeben sich weitere Beschwerden. Basenpulver können hier der Übersäuerung entgegenwirken. Aber sie alleine stellen auch nur eine symptomatische Herangehensweise an die gesundheitlichen Probleme beziehungsweise die Übersäuerung dar, deren Ursache ganz woanders liegt. Denn eine Übersäuerung ist nicht begründet auf dem Fehlen von Basenpulver.
Aber: Basenpulver können einen deutlichen Kurzzeiteffekt haben, vorausgesetzt sie haben bestimmte Zutaten auf organischer Basis. Sie können so das Wohlbefinden deutlich steigern. Jedoch „lauert“ im Hintergrund immer noch die eigentliche Ursache der Übersäuerung. Wer diese Ursache angehen möchte, der wird nicht umhin können, langfristig einen gesunden Ernährungs- und Lebensstil zu pflegen.
Mittelfristig sieht die Behandlung einer Übersäuerung so aus, dass neben dem Basenpulver auch eine Basenkur, zum Beispiel in Form von Basenfasten, Basenbäder, Darmkuren, Remineralisierung, Ernährungsumstellung und so weiter, durchgeführt werden muss. Hierbei kann das Basenpulver gute Dienste leisten, um bestehende Übersäuerungsspitzen abzufangen.
Das im Basenpulver enthaltene Natriumhydrogencarbonat hat entzündungshemmende Eigenschaften. Dies ist sowohl in Tierversuchen, als auch in Studien mit Patienten belegt, die an rheumatoider Arthritis litten. Wissenschaftler des Augusta Universityś Medical College ließen die Versuchsteilnehmer täglich eine Natriumhydrogencarbonat-Zubereitung trinken.
Nach einiger Zeit konnten die Forscher feststellen, dass sich die Anzahl der entzüngshemmenden M1-Zellen im Blut erhöht hatte, während die entzündungsfördernden M2-Zellen reduziert waren. Beide Typen der Leukozyten werden auch von der Milz kontrolliert. Deswegen wird angenommen, dass Natriumhydrogencarbonat das Organ zur Änderung der Produktion von M1- und M2-Zellen anregt.
Die Milz ist anatomisch zur Wahrnehmung von Reizen ausgestattet. Dazu dienen besondere Zellen mit vergrößerter Oberfläche. Histologisch sichtbar ist dies an der Ausprägung von feinsten Ausstülpungen, den Microvilli. Hier wird wahrscheinlich die Konzentration von Natriumhydrogencarbonat biologisch gemessen.
Hier noch ein Tipp: Basenpulver gibt es in allen Variationen. Beim Erwerb sollten Sie auf die Zutaten achten. Pulver mit chemischen beziehungsweise anorganischen und synthetischen Zutaten sind bestenfalls kurzfristig effektiv – wenn überhaupt – und können langfristig dem Organismus schaden. Diese anorganischen Varianten sind zwar billiger, da die Herstellung auf synthetischer Basis kostengünstiger ist.
Dafür sind die Basenpulver auf organischer Basis besser verträglich im Magen-Darm-Trakt. Außerdem haben die Substanzen eine bessere Bioverfügbarkeit im Vergleich zu den anorganischen Varianten. Die synthetischen Basenpulver enthalten zudem unnötige Hilfsmittel, die für den therapeutischen Effekt ohne Relevanz sind.
Laut Prof. Dr. Ingrid Gerhard, einer Gynäkologin mit Schwerpunkt Naturheilkunde, ist das optimale Basenpulver zusammengesetzt aus:
„Kaliumcitrat, Magnesiumcitrat und Kalziumcitrat, Zink (essentiell für das Entsäuerungsenzym Carboanhydrase), Silizium (für das Bindegewebe) und Vitamin D (für die Kalzium- und Magnesiumaufnahme) in einem ausgewogenen Verhältnis“. Sie berichtet, dass klinische Studien gezeigt haben, dass „Zitrat-Basenmittel die Knochen von Frauen in der Menopause stärken, die Schmerzen von Patienten mit rheumatoider Arthritis und chronischen Rückenschmerzen lindern und Nierensteinleiden entgegenwirken. Kalium und Magnesium sind dabei vor allem zur Normalisierung des Blutdrucks und Herzrhythmus wichtig. Gleichzeitig sollte der Natriumverzehr eingeschränkt werden“.
Fazit
Das A und O einer nachhaltigen günstigen Beeinflussung des Säure-Basen-Haushalts ist eine sinnvolle Ernährung. Und die besteht nach meiner Meinung in erster Linie aus Gemüse als Basenlieferanten. Etwa 50 Prozent der Ernährung sollten aus Gemüse bestehen, um eine physiologisch günstige Einflussnahme und Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts zu gewährleisten.
Zusätzlich ist eine gut eingestellte „Darmpflege“ sinnvoll, um ein gesundes, leicht saures Darmmilieu aufrechtzuerhalten. Denn in einem sauren Dickdarm werden gasförmige Ammoniakanteile als ungiftiges Salz ausgeschieden. Ohne diese Bedingung würde das Ammoniak den Energiestoffwechsel in der Leber massiv beeinträchtigen. So kann die Leber sich entsäuern und der Stoffwechsel wird entlastet. Körperliche Bewegung, Qualitätsschlaf und Entspannung bilden die weiteren Rahmenbedingungen.
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Beitragsbild: 123rf.com – Vladimir Soldatov
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Bei der 7 Tage Körner Kur ernährt man sich vorwiegend von Getreide, das es in einer Mischung bereits im Handel zu kaufen gibt. Ergänzt werden diese Getreide durch Obst, Gemüse, Gemüsebrühe, Milch und Milchprodukte. Genaue Rezeptpläne zur Zubereitung der Getreidemahlzeiten bei der Ritter-Körnerkur sind ebenfalls im Handel erhältlich.
Bei dieser Kur ist es wichtig viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Kräutertee über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, da das Getreide im Magen-Darm-Trakt sehr stark aufquellen und damit zu Verstopfung führen kann.
Wie bei allen Diäten purzeln auch bei der 7 Tage Körner Kur die Pfunde.
Die Kur sollte nicht länger als eine Woche am Stück angewandt werden.
Trotz der auf den ersten Blick sehr gesunden Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt, besteht bei der Kur die Gefahr der einseitigen Ernährung.
Besonders Eiweiß und Fett fehlt dem Körper, wenn die Kur über einen längeren Zeitraum angewandt wird.
Zusätzlich kann man aus dieser Körnermischung und den Zugegebenen Nahrungsmittel längst nicht alle erforderlichen Nährstoffe beziehen, was die Anwendung über einen Zeitraum, der länger als eine Woche dauert, sehr bedenklich macht. Wer vor der Kur selten Vollkornprodukte zu sich genommen hat, wird unter Umständen starke Blähungen verspüren.
Vorteilhaft ist bei der 7 Tage Körner Kur die Anregung des Darms, sofern richtig angewandt. Daher ist sie ideal, um den Einstieg in eine gesunde Ernährung zu schaffen und in relativ kurzem Zeitraum einige Pfunde zu verlieren.
Insgesamt bewirkt die Kur keine Ernährungsumstellung und muss daher leider eher als Diät eingestuft werden.
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