Wenn Gräser und Pollen durch die Luft getragen werden, zeigt sich bei vielen Menschen ein Erkrankungsbild, welches umgangssprachlich als Heuschnupfen (medizinisch: allergische Rhinitis, Pollenrhinopatie) bezeichnet wird.

Gut 20 Prozent der Bevölkerung leiden an dieser Überempfindlichkeit, die sich meist schon im Kindesalter manifestiert und gegen Eiweiße bestimmter Pollen gerichtet ist.

Besonders betroffen sind die Schleimhäute der Nase und der Atemwege sowie die Augen, wobei es später auch zu einem Übergreifen auf den Lungenbereich und somit zu allergischem Asthma kommen kann.

Es handelt sich hierbei um eine immunologische Reaktion, bedingt durch Allergene (auslösende Stoffe), die sich an die weißen Blutkörperchen (Leukozyten, verantwortlich für die körpereigene Abwehr) binden und dort für eine Ausschüttung von Histamin (Botenstoff) sorgen. Dies zeigt sich in den für eine Allergie typischen Symptomen wie einer laufenden Nase oder tränenden Augen.

Ursachen für Heuschnupfen

Die Ursachen für die allergische Reaktion sind noch nicht ganz geklärt.

Nachgewiesen werden konnten aber eine familiäre Disposition und eine stärkere Ausprägung bei immungeschwächten Menschen.

Bei Erstkontakt mit dem Allergen führt die Bildung von Immunglobulinen (meist IgE) zu einer Sensibilisierung, die bei einem Zweitkontakt zur allergischen Reaktion führt.

Die geschwollenen Schleimhäute und die tränenden Augen sind dabei in erster Linie auf das ausgeschüttete Histamin zurückzuführen, welches für eine Erweiterung der kleinen Blutgefäße sorgt. Neben der dadurch entstehenden Rötung kommt es auch zu einem Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe (= Schwellung).

Die Symptomatik des Heuschnupfens ähnelt der eines normalen Schnupfens. Es kommt zu Niesattacken mit wässriger Sekretion, einem Juckreiz der angeschwollenen Schleimhäute, einer verstopften Nase, einer Konjunktivitis (Bindehautentzündung) mit geröteten, brennenden, juckenden und tränenden Augen sowie u.U. asthmatischen Anfällen.

Zusätzlich kann es zu Ohrenschmerzen mit Taubheitsgefühl, Juckreiz im Mund- und Rachenraum, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen.

Alle Symptome zusammen können den Betroffenen derart in seiner Lebensqualität beeinträchtigen, dass er kaum in der Lage ist, seinen Alltag normal zu gestalten.

Heuschnupfen lässt sich in zwei Gruppen klassifizieren, bei denen die eine Erkrankungen beschreibt, die durch Pollen verursacht werden.

Hier unterteilt man nach jahreszeitlichen Gesichtspunkten, wobei im Frühjahr besonders die Pollen von Bäumen (u.a. Birke, Ulme und Erle), im Sommer die Gräser und im Herbst die Kräuter eine allergische Reaktion auslösen können.

Die zweite Gruppe fasst alle allergischen Rhinitiden zusammen, die durch weitere Stoffe verursacht werden und somit das ganze Jahr in Erscheinung treten können (z.B. Milben, Tierhaare oder Schimmelpilze).

Heuschnupfen-Allergiker können auf nur eine bestimmte Art oder auch auf eine Vielzahl von Pollen reagieren. Daneben besteht die Möglichkeit, im Laufe des Lebens weitere Allergien auszuprägen, was u.U. zu einer über das gesamte Jahr verteilten Dauerbelastung des Allergikers führt.

Was hilft?

Ein funktionierendes Immunsystem braucht einen gesunden Darm – darüber hatte ich bereits öfter geschrieben (vor allem auf dieser Webseite). Bestimmte Probiotika können die Darmflora günstig beeinflussen und damit auch für Menschen mit Allergien sinnvoll sein. Mehr dazu in meinem Beitrag: Heuschnupfen – Probiotika können helfen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert.

Die Ursachen der Glutenunverträglichkeit (auch Mehlkrankheit oder Zöliakie genannt), sind noch immer weitgehend unbekannt.

Eine Kombination aus genetischer Disposition und gewissen Umwelteinflüssen gilt derzeit als wahrscheinlichster Auslöser der Erkrankung. Kürzlich sind internationale Mediziner in der Erforschung der Zöliakie möglicherweise einen großen Schritt vorangekommen, wie ein Beitrag im American Journal of Gastroenterology vom April 2014 hoffen lässt (American Journal of Gastroenterology, April 2014.; doi: 10.1038/ajg.2014.48).

Menschliches Protein schützt vor Zöliakie

Dem Artikel zufolge haben französische Forscher verschiedener Institute in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und kanadischen Wissenschaftlern der Universität McMaster einen elementaren Zusammenhang zwischen dem Vorkommen des menschlichen Proteins Elafin und dem Auftreten der Zöliakie bestätigt. Das Protein Elafin ist es, dem diesen Erkenntnissen zufolge eine Schlüsselrolle beim Schutz gegen die Entzündungsreaktion bei Glutenunverträglichkeit zugeschrieben werden muss.

Elafin: Bedeutung für den Darm

Elafin schützt die Darmwand. Fehlt das Protein, können ungenügend verdaute Glutenmoleküle die Darmbarriere überwinden und in den Körper gelangen. Hier lösen sie die mit der Glutenunverträglichkeit verbundene Überreaktion des Immunsystems aus. Ein Mangel am Protein Elafin führt bei Betroffenen also zu den typischen Körperreaktionen beim Verzehr der meisten Getreidesorten und anderen Lebensmitteln, die Gluten enthalten.

Erste Erfolge bei Mäusen

Die Forschergruppe hat basierend auf diesen Ergebnissen eine Gruppe glutenintoleranter Mäuse mit Elafin produzierenden Bakterien behandelt. Die Mäuse zeigten daraufhin eine geringere Immunreaktion mit deutlich abgeschwächtem Entzündungsverlauf.

Elafin produzierende Bakterien, als Probiotika verabreicht, könnten den Krankheitsverlauf also möglicherweise mildern oder die Erkrankung gänzlich Abklingen lassen. Zwar stecken derartige Therapieansätze derzeit noch in den Kinderschuhen, zumindest aber dürfen Betroffene auf einen ersten großen Durchbruch im Kampf gegen die Autoimmunerkrankung hoffen.

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Dieser Beitrag wurde am 14.6.2014 erstellt.

Die Fruktose (Fruchtzucker) gehört zu den Kohlenhydraten. Als Monosaccharid (Einfachzucker) kommt es in verschiedenen Früchten und im Honig vor.

Für den menschlichen Organismus ist Fruktose besser verwertbar als Glukose (Traubenzucker). Nach der Aufnahme mit der Nahrung wird die Fruktose im Darm langsam über einen passiven Transport (ohne Energieverbrauch und somit gegenteilig zur Glukose) resorbiert.

Unterstützung erhält der Fruchtzucker dabei durch das Transportenzym GLUT-5, welches bei der Resorption in die Enterozyten (Darmzellen) durch die Dünndarmwand hilft, und durch GLUT-2, welches den weiteren Transport ins Blut ermöglicht.

Fruktose dient in physiologischen Maßen u.a. der Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Blutzuckers. Im negativen Sinn betrachtet kann es aber auch mitverantwortlich gemacht werden für zu hohes Cholesterin und eine Gewichtszunahme. Mehr dazu auch im Beitrag: Fruchtzucker – alles andere als gesund.

Der menschliche Organismus ist auch in der Lage, über den sog. Polyolweg Fruktose aus aufgenommener Glukose herzustellen, dieser Anteil ist aber eher gering und dient z.B. in den männlichen Samenblasen als Nährstoff der Spermatozoen.

Bei der Fruktoseintoleranz bzw. Fruktoseunverträglichkeit liegt ein Enzymdefekt vor – keine Allergie. Die auch als Fruktosemalabsorption (oder intestinale Fruktoseintoleranz) bezeichnete Erkrankung beschreibt eine Störung der Funktion von GLUT-5, wodurch die Fruktose im Darm verbleibt und nicht resorbiert werden kann. Der Fruchtzucker wandert weiter und wird letztendlich im Dickdarm durch Darmbakterien abgebaut.

Die Betroffenen klagen nach Nahrungsaufnahme fruktosehaltiger Lebensmittel über krampfartige Bauchschmerzen, übel riechende Blähungen, wässrige Diarrhoen (Durchfälle) oder breiige Stühle, Übelkeit und evtl. Erbrechen sowie Appetitlosigkeit. Die Symptomatik verstärkt sich bei weiterer Zufuhr, durch Übersäuerung und Gärung drohen die Entstehung von Reizmagen, Reizdarm und Reflux (Sodbrennen). Daneben zeigen sich auch Schwindel, Müdigkeit, Erschöpfung und vermehrter Harndrang.

Die hereditäre Fruktoseintoleranz beschreibt eine erblich bedingte Störung des Fruktosestoffwechsels. Diese tritt wesentlich seltener in Erscheinung und manifestiert sich in einer Schädigung der Leber mit Abfall des Blutzuckerspiegels.

Zwar liegt auch hier ein Enzymdefekt vor, aber im Vergleich zur Malabsorption kann der Fruchtzucker nicht oder nur unzureichend abgebaut werden. Der sich so erhöhende Fruktosespiegel hat eine toxische Wirkung auf die Leber und beeinflusst den Blutzuckerspiegel, der in Folge sinkt.

In den mitteleuropäischen Ländern leiden ca. 35 Prozent der Bevölkerung an einer Unverträglichkeit von Fruktose. Um dieser Fruktoseintoleranz entgegenwirken zu können, müssen sich die Betroffenen an eine strikte Diät halten, Fruktose meiden und auf Austauschstoffe zurückgreifen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert.

Die Konjunktivitis (Bindehautentzündung) beschreibt eine Entzündung oder Irritation der Bindehaut (Konjunktiva, Tunica conjunctiva) des Auges. Somit ist dies eigentlich eine Augenerkrankung, die aber häufig mit Allergien einhergeht. Deswegen ist diese hier auch mit aufgeführt.

Die Bindehaut befindet sich auf der Innenseite der Augenlider sowie dem nach außen gerichteten Bereich des Augapfels und besteht aus Schleimhautzellen. Der von ihr produzierte Schleim sorgt dafür, dass das Auge reibungsarm bewegt werden kann. Zusätzlich dient die durchsichtige Haut auch der Abwehr.

Die Konjunktivitis ist mit eine der häufigsten Erkrankungen des Auges, ihr Verlauf ist meist milde, kann aber bei ausgeprägten Formen auch das umgebende Gewebe sowie das Auge selbst in Mitleidenschaft ziehen.

Man unterscheidet mehrere Entzündungsformen, die z.T. ansteckend (Bakterien, Viren, Parasiten) und nicht-ansteckend sind. Daneben kann es auch altersbedingt (z.B. als Reizkonjunktivitis infolge von Flüssigkeitsmangel oder starkem Wind) zu einer geröteten und entzündeten Bindehaut kommen.

Zu den nicht-ansteckenden Entzündungen zählt die Überempfindlichkeitsreaktion (Allergie), z.B. verursacht durch Pollen (Heuschnupfen), Hausstaub und und vor allem auch Kosmetik-Produkte (die leider oft vergessen werden!). Eine weitere Gruppe ist die der Irritationen, z.B. durch intensive Sonneneinstrahlung (Sonnenallergie) oder Stäube. Auch Erkrankungen wie z.B. die Psoriasis (Schuppenflechte) zeigen in ihrer ausgeprägten Symptomatik eine Konjunktivitis.

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Wesentlich häufiger kommt es zu einer Übertragung durch Viren und Bakterien. Bei den bakteriellen Formen sind vor allem Gonokokken (bei Neugeborenen wird eine Übertragung durch Gabe von Silbernitrat-Augentropfen verhindert = Credésche Prophylaxe, die heute aber nur noch selten angewendet wird), Staphylokokken (verursachen einen akuten Verlauf), Streptokokken und Chlamydien (z.B. durch Geschlechtsverkehr oder infiziertes Badewasser) als Auslöser zu nennen. Virale Infektionen werden v.a. durch Herpes-, Grippe- und Adenoviren (Verursacher von Atemwegserkrankungen und Erkältungserscheinungen) ausgelöst.

Hauptsymptom einer Bindehautentzündung ist das gerötete Auge. Je nach auslösendem Faktor kann die weitere Symptomatik sehr unterschiedlich sein. Bei einer Infektion (Kerato-Konjunktivitis) kommt es zusätzlich zu einer Schwellung, einer vermehrten Sekretion der Schleimhaut, Tränenbildung und Lichtempfindlichkeit des Auges. Z.T. zeigt sich ein Fremdkörpergefühl („Sand im Auge“).

Allergische Reaktionen und von außen zugefügte Störfaktoren (z.B. auch Kontaktlinsen) verursachen ein brennendes, juckendes oder drückendes Gefühl. Das Auge tränt und produziert klaren Schleim, die Nase wird ebenfalls gereizt (Niesen) und läuft, Kopfschmerzen können entstehen.

Der bei allen Formen sezernierte Schleim kann klar bis weißlich trübe sein, zusätzlich verklebt er das Auge, so dass sich dieses bei ausgeprägten Erkrankungen z.T. kaum öffnen lässt. Auch kann die Linse getrübt und so die Sehfähigkeit beeinträchtigt werden. Schwere Konjunktivitiden greifen auch das umgebende Gewebe des Auges an, welches sich trocken, schuppig oder gerötet zeigt.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert.

Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen vom Organismus als schädlich eingestufte Substanzen (Allergene).

Dabei entwickelt das Immunsystem Abwehrreaktionen, die zu klassischen Symptomen führen. Dabei reagieren Allergiker häufig auf verschiedene Reize der Umwelt, eine isolierte Allergie ist eher selten. Mehr dazu lesen Sie auch im Beitrag: Was geschieht bei einer Allergie?

Während der Erstkontakt zur Bildung von Antikörpern führt, kommt es bei jedem weiteren Kontakt zum Allergieausbruch (= Sensibilisierung). Die Schulmedizin geht zum Großteil immer noch davon aus, dass eine Allergie ein Leben lang besteht und nur durch Maßnahmen (wie z.B. Desensibilisierung) in ihrer Symptomatik abgeschwächt und bestenfalls auch vollständig eingedämmt werden kann.

Häufige Allergie-Formen

Hausstauballergie

Eine der häufigsten Allergien ist die Hausstauballergie (Allergie Typ I), bei der der Organismus auf bestimmte Eiweiße im Kot der Milbe reagiert. Milben finden sich in allen Bereichen des menschlichen Lebens, ihr Vorkommen ist normal und stellt keine Bedrohung dar. Sie leben in stoffhaltigen Gegenständen (z.B. Matratze, Teppich) und ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen des Menschen und des Tieres. Durch Wärme und Heizungsluft erhöht sich die Milbenanzahl, weshalb Hausstauballergiker vermehrt in Wintermonaten ihre Symptome zeigen. Es kommt zu tränenden, geröteten und juckenden Augen, Niesen und laufender Nase, Kratzen im Hals, Hustenreiz, Atemproblemen bis hin zu asthmatischen Anfällen.

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Heuschnupfen

Gut 20 Prozent der Bevölkerung leiden an Heuschnupfen (allergische Rhinitis). Hier reagiert der Körper (auf bestimmte Eiweiße der Pflanzenpollen) v.a. mit einer Schwellung der Atemwege, geröteten und tränenden Augen (Bindehautentzündung) sowie einer laufenden oder verstopften Nase. Insgesamt ähnelt die Klinik einem Schnupfen. Neben Niesanfällen und Juckreiz kommt es auch zu Ohrenschmerzen, asthmatischem Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit und allgemeiner Leistungsschwäche.

Tierhaare

Nahezu zehn Prozent der Bevölkerung leiden an einer Tierhaarallergie, bei der Schuppen, Urin, Kot und Speichel allergieauslösend wirken. Die Allergene haften dem Tierhaar an und gelangen z.B. durch Streicheln in die Umgebungsluft.

Hauptsächlich über die Atemwege aufgenommen kommt es rasch nach Sensibilisierung mit dem Allergen zu den typischen Anzeichen, u.a. gerötete, brennende, juckende und tränende Augen, eine laufende Nase, Niesanfälle, gerötete und geschwollene Haut, evtl. mit Bläschen oder Urtikaria (Nesselsucht / Nesselfieber). Daneben können auch Schlaf- und Gedächtnisstörungen auftreten.

Kontakt-Allergie

Ebenso gehäuft zeigen sich Kontaktallergien in Form eines Ekzems. Das allergische Kontaktekzem wird durch unterschiedliche Wirkstoffe, z.B. Parfüm, Kleidung oder Kosmetik, ausgelöst. Das sich hier am häufigsten zeigende Bild ist das bei Berührung nickelhaltiger Gegenstände (z.B. Modeschmuck).

Hiernach kommt es (nach einem Zeitraum von 24 bis 72 Stunden = Allergie Typ IV) zu einer scharf abgegrenzten Reaktion im Kontaktbereich (z.B. juckender Hautausschlag, starke Rötung, Pusteln oder Quaddeln). Beim toxischen Kontaktekzem reagiert der Körper auf bestimmte Gifte oder Dämpfe (u.a. Lösungsmittel, Reiniger, Säuren). Bestimmte Berufsgruppen sind besonders häufig betroffen (z.B. reagieren Bäcker auf Mehl, Friseure und Maler auf Farben), was zu einer Berufsunfähigkeit führen kann.

Insektengift

Viele Menschen reagieren auch auf den Stich eines Insekts – eine sog. Insektengiftallergie. Meist zeigt sich eine leichte Rötung oder Schwellung (ca. 20 Prozent der Bevölkerung). Daneben reagieren fünf Prozent mit heftigen Symptomen, die auch letal enden können.

Durch spezielle Inhaltsstoffe des Giftes (z.B. Hyaluronidase) werden Immunglobuline vom Typ E (spezielle Antikörper) ausgebildet, die bei Zweitkontakt zu Juckreiz, Rötungen, Quaddeln, Atemnot, Fieber, Übelkeit, Brechreiz, Kreislaufproblemen bis hin zum Schock führen können.

Nahrungsmittel

Fast jeder Zehnte leidet unter einer Nahrungsmittelallergie, bei der die Symptome durch bestimmte Nahrungsmittel oder deren Zusätze ausgelöst werden. Hier zeigen sich vor allem Abwehrreaktionen des Körpers gegen Milchprodukte, Nüsse, Eier, Fisch und Roggenmehl. Häufig kommt es zu Anzeichen im Gesicht, u.a. Rötungen, Schwellungen, Ekzeme oder Quaddeln.

Daneben sind auch Mund und Halsbereich betroffen, die Zunge schwillt an, es zeigen sich Juckreiz und Hustenanfälle, bei Schwellung im Hals droht Atemnot. Der Magen-Darm-Bereich reagiert mit Bauchschmerzen bis hin zu Koliken, Erbrechen und Durchfall. In Abgrenzung zu dieser Symptomatik ist aber auch „nur“ an eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und evtl. eine Laktoseintoleranz oder eine Fruktoseintoleranz zu denken.

Großes Problem: Erdnüsse

In den letzten Jahren konnten vermehrt Erdnussallergien beobachtet werden. Die Erdnuss zählt zu den Hülsenfrüchten und ist verwandt mit der Sojabohne. Sie wird neben der Funktion als Nahrungsmittelzusatz auch in vielen Waschsubstanzen, Cremes, Klebstoffen und Getränken verwendet. Die Allergie zeigt sich ähnlich der Nahrungsmittelallergie, kann u.U. sogar zum anaphylaktischen Schock führen.

Medikamenten-Allergie

Eine Medikamentenallergie ist eine allergische Reaktionen nach Medikamenteneinnahme – ähnlich der Nahrungsmittelallergie. Die Medikamentenallergie wird dem AllergieTyp-I zugeordnet. Die Allergie wird durch spezielle Wirkstoffe oder Zusätze (z.T. Nahrungsmittelbestandteile) verursacht oder ist auf eine Kombination verschiedener Medikamente zurückzuführen. Die Reaktion kann den gesamten Organismus betreffen. Neben klassischen Anzeichen (u.a. Ausschlag, Juckreiz) können Organfunktionen beeinträchtigt werden, u.U. kommt es zum Kreislaufzusammenbruch mit weitreichenden Folgen.

Sonnenallergie

Die Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) wird durch UV-A- und UV-B-Strahlen ausgelöst und zählt im herkömmlichen Sinn nicht zu den echten Allergien. Zwischen zehn und 20 Prozent der Bevölkerung reagieren auf die Sonneneinstrahlung, bei der als Auslöser eine Immunreaktion vermutet wird.

Es kommt zu Juckreiz und Rötungen auf der Haut, im Verlauf zeigen sich teilweise schmerzhafte Symptomen, u.a. Papeln (runde oder ovale Knötchen), Plaques (erhabene Hautflecken) oder Vesikel (flüssigkeitsgefüllte Ausstülpungen). Die Anzeichen mildern sich rasch nach Verzicht auf ein Sonnenbad, treten aber, ähnlich einer echten Allergie, bei erneutem Sonnenkontakt wieder auf.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert.

Kommt es bei Patienten zu einer Allergie, möchten sie in der Regel wissen, wogegen sie allergisch reagieren. Für die über 20.000 bis heute bekannte Allergene wurden daher in der Schulmedizin unterschiedliche Testverfahren entwickelt.

Bevorzugt werden in der Schulmedizin Hauttests durchgeführt. Die Haut galt lange als ein guter und schnell reagierender Indikator bei der Suche nach dem möglichen Allergen.

Aber die Haut reagiert nicht nur auf Allergene, sondern auch auf Verletzungen. Andererseits kann eine eindeutige Reaktion trotz Allergie komplett ausbleiben. Daher sind falsch positive und falsch negative Ergebnisse bei Hauttests an der Tagesordnung. Heute wird davon ausgegangen, dass Hauttests in einem Drittel aller Fälle nicht zum richtigen Resultat führen.

Das Verfahren kann zudem selber eine Allergie auslösen, wofür gerade der Intrakutantest bekannt ist. Die Haut für die Diagnose einer Lebensmittel-Allergie mit einem Allergen zu provozieren, erscheint ohnehin zweifelhaft. Denn bei diesen Erkrankungen kommen die Auslöser mit der Mund- und Darmschleimhaut in Kontakt. Hauttests liefern also nur grobe Anhaltspunkte für weitere Diagnosen.

Bluttests sind zuverlässiger, weil damit Antikörper nachgewiesen werden. Die Mikrochip-Diagnostik bietet die Möglichkeit, mit einer kleinen Blutmenge eine Vielzahl von Allergenen zu testen. Auch der herkömmliche Test auf spezifische Immunglobuline E (IgE-Test) liefert brauchbarere Ergebnisse als jeder Hauttest.

Da es bei der Durchführung zu einer provozierten Reizung kommt, die z.T. mit mehrfachem Einstechen in die Haut verbunden ist, werden diese Testverfahren hauptsächlich bei Erwachsenen angewendet. Allergien bei Kindern werden eher durch schonendere Verfahren (z.B. Allergie Bluttest, Reibetest) ermittelt.

Hauttests dienen in erster Linie der Ermittlung von allergieauslösenden Substanzen bei der Allergie Typ I. Für die Diagnose wird jeder Test einmal mit einem Placebo (meist Kochsalz, da dies keine Reaktion verursachen darf = negativer Kontrollansatz) und einmal mit einem Histaminansatz (= positiver Kontrollansatz) durchgeführt.

Scratchtest

Bei diesem Testverfahren wird die Haut leicht mit einem Skalpell angeritzt und mit der allergieauslösenden Substanz benetzt. Bei vorliegender Allergie kommt es nach ca. 30 Minuten zu einer Reaktion, die teilweise schmerzhaft ist und starke Reizungen verursachen kann.

Reibetest

Der Reibetest wird bevorzugt bei besonders schmerzempfindlichen Menschen (z.B. Kindern) und stark reagierenden Allergikern eingesetzt. Hierbei wird die als Allergen vermutete Substanz auf die Haut des Unterarmes gerieben und die Reaktion beobachtet, die sich bei Bestätigung rasch durch Quaddelbildung (juckende, ödematöse Erhebungen der Haut) oder Rötung zeigt.

Pricktest

Hier wird die Haut mit verschiedenen Substanzen betupft, die über eine (durch eine Lanzette verursachte) Mikroläsion in die Haut eindringen können. Meist zeigt sich bereits nach 15 Minuten eine erste Reaktion in Form von Quaddeln.

Man beginnt mit den bekanntesten Allergenen und führt diesen Test bei Nichterfolg mit weiteren Substanzen durch, bis sich eine Reaktion zeigt. Erwachsene werden meist am Unterarm getestet während bei Kleinkindern der Rücken genutzt wird.

Epikutantest

Dieses Testverfahren wird besonders bei Kontaktallergien gewählt. Mit unterschiedlichen Allergenen versehene Pflaster werden auf die Haut des Rückens geklebt und dort für 24 bis 72 Stunden belassen. Danach erfolgt die Auswertung, bei der sich der auslösende Stoff durch eine Hautreaktion zu erkennen gibt.

Intrakutantest

Wie bei dem Pricktest wird das Allergen in die Haut gegeben, bei diesem Verfahren wird es aber in den Rücken eingespritzt, wodurch kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen entstehen. Der Test ist sehr sensibel. Bereits nach 20 Minuten zeigt sich eine mögliche Reaktion auf die eingespritzte Substanz.

Da hier wesentlich höhere Dosen der allergieauslösenden Substanzen gegeben werden und viele Allergene gleichzeitig eingesetzt werden, ist das Risiko eines anaphylaktischen Schocks relativ hoch. Zudem sind die vielen Einstiche schmerzhaft.

Provokationstest

Dieser Test betrifft hauptsächlich die Schleimhäute und wird besonders bei Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln, Medikamenten oder asthmatischen Beschwerden eingesetzt. Die als Allergen vermutete Substanz wird dabei z.B. über die Nase aufgenommen.

Nach ca. 30 Minuten zeigt sich bei positivem Befund eine Reaktion (Anschwellen der Schleimhäute). Dieser Test darf aufgrund der möglichen lebensbedrohlichen Reaktionen nur unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 10.7.2019 aktualisiert.

In der Bevölkerung leiden mehr als 30 Millionen Menschen an unterschiedlich ausgeprägten Formen einer Allergie. Dabei können mittlerweile über 20.000 verschiedene Allergene differenziert werden.

Um den Betroffenen Hilfe und Linderung anbieten zu können, wurden verschiedene Testverfahren entwickelt, die Aufschluss über die auslösende Substanz geben sollen.

Als Mittel der Wahl gelten immer noch die unterschiedlichen Hauttests. Bei Lebensmittel-Allergien ist dieses Verfahren jedoch ungeeignet, weil Nahrung nicht über die Haut in den Blutkreislauf eindringt.

Ein weiteres Problem beim Hauttest auf Lebensmittel-Allergien ist, dass isolierte Allergene nicht immer die gleiche Reaktion provozieren wie die Gesamtheit aller Inhaltsstoffe eines Lebensmittels. Zudem sind die Allergene in den Test-Lösungen aus rohen Lebensmitteln hergestellt, während wir einen Großteil der Nahrung in gegarter Form aufnehmen.

Auch das kann jeweils unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, wodurch der Test irreführende Ergebnisse liefert.

Hauttests bringen auch bei anderen Allergie-Formen oft  keine eindeutigen Diagnosen.  Treffsicherer ist die Untersuchung des Blutes. Allergie-Bluttests sind daneben wesentlich schonender für den Organismus als Hauttests, bei denen allergischen Reaktionen des Körpers provoziert werden.

Durch die Untersuchung des Blutes können genau die Antikörper differenziert werden, die gegen ein Allergen gebildet wurden. Daneben gibt auch die im Blut vorhandene Menge an Histamin Aufschluss über eine Allergie.

Fast Check POC-Test

Der Immunglobulin-E-Schnelltest bringt innerhalb einer halben Stunde Ergebnisse bezüglich der auslösenden Substanz.

Dazu werden zwei Tropfen Blut auf eine Testplatte gegeben, die durch ihre Anzeige zwölf verschiedene Nahrungs- und Inhalationsallergene auswerten kann (z.B. Hausstaubmilbe, Gräser von Birke und Haselnuss, Katzen- und Hundehaare, Latex, Erdnüsse, Milch und Fisch).

RAST-Test

Der Radio-Allergo-Sorbens-Test (RAST) wird für die Bestimmung der IgE-Konzentration (Immunglobulin E) genutzt, wobei spezifische IgE untersucht werden. Das Blut kann nur in einem Speziallabor ausgewertet werden und wird daher meist eingeschickt.

Es wird auf ein allergenbeschichtetes Filterpapier gegeben und untersucht. Bei Vorliegen eines Antikörpers auf ein in der Schicht befindliches Allergen kommt es zu einer Bindung, die durch chemische Analyseverfahren nachgewiesen werden kann.

Der Test kann nur in Zusammenhang mit der Krankengeschichte des Betroffenen ausgewertet werden und wird daher selten genutzt.

PRIST / RIST-Test

Der Papier-Radio-Immuno-Sorbens-Test (PRIST), oder kurz RIST genannt, dient der Ermittlung der Gesamtkonzentration von IgE im Blut. Dieser Wert gibt zwar Hinweise darauf, dass eine Allergie vorliegt, kann aber nur in Kombination mit einem Hauttest ausgewertet werden.

Die IgE-Konzentration kann auch bei Erkrankungen des Organismus oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente erhöht im Blut vorliegen. Zudem gibt der Test keinen Hinweis auf spezifische Allergene.

Mikrochip-Diagnostik

Mit dem Test-Verfahren sollen die Reaktionen auf 100 Allergene mit einer einzelnen Blutprobe ermittelt werden können. Diese soll besonders schonend für den Patienten und bei bestimmten Allergien wie gegen Insekten-Toxine angezeigt sein.

IgG-Test

Dieser Test wird besonders bei einer Allergie Typ III, aber auch beim Typ II eingesetzt. Er untersucht die Konzentration des Immunglobulins G im Blut und zeigt sich besonders effektiv bei der Untersuchung von allergischen Entzündungen oder Schimmelpilzreaktionen im Lungenbereich. Mit dem Verfahren kann die Reaktion auf 300 verschiedene Lebensmittel Allergene getestet werden.

Grenzen der Tests

Allergie-Tests können keine Intoleranzen anzeigen. Diese Unverträglichkeiten beruhen auf anderen Reaktionen als die echten Allergien.

Intoleranzen sind auch weniger gefährlich als die Immunreaktionen, weil sie keinen anaphylaktischen Schock auslösen können und damit das Risiko eines Kreislaufstillstands. Nahrungsmittelunverträglichkeiten können mit anderen Verfahren nachgewiesen werden.

Dazu dienen der Fructose-, Lactose- und Histamin-Intoleranz-Test. Wichtig ist auch die Feststellung, wie es mit der Darmdurchlässigkeit bestellt ist.

So kann mit dem Intestinal Permeability Assessment getestet werden, ob ein Leaky-Gut-Syndrom vorliegt, weil die Darmflora ungünstig zusammengesetzt ist. Wenn ja, liegt der Verdacht auf eine Unverträglichkeit nahe.

Der Nachweis von Immunglobulinen E zeitigt manchmal falsch positive und falsch negative Resultate. Denn es gibt einzelne Allergien, die nicht mit erhöhten IgE-Werten einhergehen und nicht jeder erhöhte IgE führt zwangsläufig zu allergischen Symptomen.

Um möglichst genaue Hinweise auf eine bestimmte Allergie zu erhalten, ist also die Anwendung mehrerer Test-Verfahren sinnvoll. Bei unklaren oder fraglichen Ergebnissen sollte ein Test wiederholt werden.

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Optimal ist eine ganzheitliche Betrachtung

Ein Allergie-Bluttest ist auch immer im Zusammenhang zu sehen mit der Krankengeschichte der Patienten, den Symptomen und deren zeitlichem Erscheinen nach einem Allergen-Kontakt. Darüber kann ein Allergie-Tagebuch Auskunft geben, das der Patient angelegt hat.

Darin werden verzehrte Lebensmittel und andere Gelegenheiten vermerkt, die Allergen-Kontakte bedeuten können. Auch andere Lebensbegleitumstände sollten protokolliert werden. Dazu zählen Stress-Faktoren, aber auch positive Erlebnisse.

Medizinische Behandlungen dürfen in dieser Auflistung ebenfalls nicht fehlen! Natürlich kann man über bestimmte Allergietests nachdenken. Aber in Anbetracht der zahlreichen falsch positiven und falsch negativen Testergebnisse gleichen viele dieser Tests doch eher einem Lotteriespiel.

Eine Auslassungs-Diät erscheint mir da schon sinnvoller, bei der beispielsweise beginnend mit einer Reis-Diät schrittweise immer mehr Lebensmittel hinzugenommen werden, um die Reaktion des Körpers abzuwarten.

Zusätzlich kann das alternative Verfahren der Kinesiologie mit einbezogen werden. Dabei wird die Reaktion des Körpers auf ein Allergen über den veränderten Muskeltonus gemessen. Die Methode ist zwar nicht hochspezifisch, liefert aber brauchbare Hinweise, die andere Tests untermauern können.

Auch die Bioresonanz kann diagnostisch zur Auffindung von Allergien genutzt werden. Zwei Elektroden am Patienten messen elektromagnetische Parameter während der Exposition mit einem Allergen.

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 7.8.2019 aktualisiert.

Die auch als „Allergie vom Spättyp“ bezeichnete Allergie Typ IV zeigt erst 24 bis 72 Stunden nach erfolgtem Kontakt mit dem Allergen eine Reaktion.

Als Auslöser kommen hauptsächlich Metalle, Latex, Reinigungsmittel, Chemikalien und auch Licht in Frage, die über Hautkontakt zu Irritationen und Ausschlägen führen. Im Vergleich zu den anderen Allergietypen ist diese Form seltener.

Es handelt sich um eine zellvermittelte Abwehrreaktion, bei der der Auslöser bereits lange im menschlichen Organismus anwesend ist bzw. schon über einen längeren Zeitraum mit diesem in Kontakt steht, ohne bisher beseitigt oder bekämpft worden zu sein.

Immunglobuline, wie sie bei den anderen Typen vorkommen, spielen hier keine Rolle. Hauptverantwortlich sind die T-Lymphozyten, die durch ihre Funktionsweise der spezifischen Immunabwehr dienen.

Auch bei diesem Typ lagern sich die Allergene an körpereigene Zellen an. Die T-Lymphozyten erkennen diese und bekämpfen sie über eine Ausschüttung von in ihnen gebildeter Lymphokine, welche für die Aktivierung von Makrophagen (Fresszellen) verantwortlich sind.

Dabei wird auch das umliegende Gewebe geschädigt. T-Lymphozyten besitzen die Fähigkeit zur Informationsspeicherung. Die einmal ausgelöste Abwehrreaktion bleibt so im Gedächtnis und führt bei einem erneuten Kontakt zu zeitverzögerten, starken allergischen Reaktionen.

Dem Allergie Typ IV zuzuordnende Erkrankungen und Allergien sind u.a. das Kontaktekzem (sichtbar durch Rötung, Ödembildung sowie eine mit Blasen oder Schuppen überzogene Haut, z.B. bei einer Nickelallergie), das Stevens-Johnson-Syndrom (besonders durch Medikamente, seltener durch Lymphome verursacht), chronisches und allergisches Asthma, Arzneimittel-Exanthem (äußert sich durch eine ähnliche Symptomatik wie Röteln, Masern oder Scharlach) sowie Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantaten.

Weitere Informationen im Artikel: Was geschieht bei einer Allergie?

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Dieser Beitrag wurde letztmalig am 02.08.2012 aktualisiert.

Allergien vom Typ III (auch Immunkomplex-Typ genannt) entstehen durch Zusammenlegung frei beweglicher Antigene (Allergene) mit Antikörpern.

Wie bei der Allergie Typ II sind die Immunglobuline G und M beteiligt, die Ursache für diese Vereinigung (Komplexbildung) ist noch nicht geklärt.

Die unspezifische Immunabwehr wird ausgelöst und wie bei der Allergie des Typ II kommt es zu einer Schädigung des umliegenden Gewebes.

Reaktionen auf diese Prozesse zeigen sich meist erst Stunden oder Tage nach erfolgtem Kontakt mit dem Allergen. Da die Phagozytose meist zur Bekämpfung nicht ausreicht, kommt es beim Immunkomplex-Typ zu einer vermehrten Ablagerung im Gewebe.

Die Komplexe können über den (durch spezifische Eiweiße gesteigerten) Blutstrom verteilt werden und an unterschiedlichen Stellen des Körpers Entzündungsreaktionen hervorrufen.

Es zeigen sich Ödeme und Blutungen, die den Komplex zwar auflösen, gleichzeitig aber das Gewebe durch die damit freiwerdenden Enzyme zerstören.

Ein weiterer Effekt der erhöhten Blutzirkulation ist ein vermehrtes Einschwemmen von Thrombozyten, die durch Anlagerung an den Immunkomplex zu Mikrothromben (feinste Blutgerinnsel) in den Gefäßen, und so zu Verstopfungen führen können. Es droht die Minderdurchblutung bis hin zum Verlust von Gefäßabschnitten oder Organen.

Typische Spätfolgen bzw. Erkrankungen, die auf eine Typ III Allergie zurückzuführen sein können, sind Vaskulitiden (Gefäßentzündungen), Alveolitis (Entzündung der Lungenbläschen), Nephritis (Nierenentzündung), Arthritis (Gelenkentzündung), systemischer Lupus erythematodes (Form der Kollagenosen, welche zu den Autoimmunerkrankungen zählt) und die Serumkrankheit (Reaktion auf die Gabe verschiedener Sera).

Weitere Informationen im Artikel: Was geschieht bei einer Allergie?

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Allergien vom Typ II werden auch als zytotoxische (zellgiftige) Reaktion bezeichnet.

Das Immunsystem reagiert innerhalb kurzer Zeit (meist Minuten) auf das Allergen, bekämpft dabei aber fälschlicherweise auch körpereigene Zellen und zerstört diese.

Diese Fehlreaktion kommt dadurch zustande, dass das körperfremde Antigen sich an eine körpereigene Zelle anbindet und diese so vollständig als Antigen kennzeichnet.

Die Immunglobuline G und M bilden Antikörper und verbinden sich mit dem an der Zelle anhaftenden Fremdkörper.

Gleichzeitig wird die unspezifische Immunabwehr (Komplementsystem) aktiviert, bei der körperfremdes Eiweiß bekämpft und Fresszellen aktiviert werden.

Durch die Fehlbindung bzw. Fehlmarkierung der gesamten Zelle als Antigen wird diese entweder zur Zerstörung freigegeben (Phagozytose) oder sie fungiert zukünftig als dauerhaft gebundener Zellrezeptorkomplex, welcher spezifische Funktionen auslöst und so Krankheiten verursachen kann (z.B. Morbus Basedow oder das chronische Nesselfieber).

Die Zerstörung körpereigener Zellen kann zu typischen Erkrankungen führen.

So zeigen sich z.B. die Thrombozytopenie (Mangel an Gerinnungsplättchen, der z.B. bei Verletzungen die Abheilung durch längere Blutungszeiten behindert), die hämolytische Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen, z.B. als Folge einer Bluttransfusion mit der falschen Blutgruppe) oder auch die Agranulozytose (Verlust der weißen Blutkörperchen, meist Medikamenten-induziert, führt zu plötzlich auftretenden Geschwüren und Nekrosen) als Folgen einer solchen Reaktion.

Daneben können auch Autoimmunerkrankungen oder die Abwehrreaktion des Körpers nach erfolgter Organtransplantation (eher selten, auch als Reaktion des Allergie Typs IV möglich) auf eine Allergie vom Typ II zurückzuführen sein.

Weitere Informationen im Artikel: Was geschieht bei einer Allergie?

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