Fasten bei Asthma – Chance zur Regeneration oder Risiko für die Atemwege?

Asthma bronchiale gehört zu den Krankheiten, die das tägliche Leben unberechenbar machen können. Wer es kennt, weiß, wie es sich anfühlt, wenn sich die Brust zuschnürt, der Atem pfeift und der Körper nach Luft ringt. Mal sind es Pollen, mal kalte Luft, mal ein intensiver Duft, der die Bronchien überreagieren lässt.

Viele meiner Fastenteilnehmer kommen mit der Frage: Kann Fasten mein Asthma verbessern? Oder ist es gefährlich?

Was passiert bei Asthma im Körper?

Asthma ist im Grunde eine chronische Entzündung der Atemwege. Sie kann allergisch bedingt sein oder durch andere Faktoren wie Infektionen, Stress oder Umweltgifte ausgelöst werden. Die Bronchien sind überempfindlich und reagieren mit Verkrampfung, Schleimbildung und einer Verengung der Atemwege.

Die schulmedizinische Behandlung setzt auf Medikamente wie Beta-2-Sympathomimetika (Salbutamol, Formoterol), inhalative Steroide (Budesonid, Fluticason) oder Leukotrien-Rezeptorantagonisten (Montelukast). Diese sind oft notwendig, bringen aber auf Dauer Nebenwirkungen mit sich.

Fasten hingegen verfolgt einen anderen Ansatz: Es setzt auf Regeneration durch Verzicht.

Wie kann Fasten bei Asthma helfen?

Fasten wirkt an mehreren Stellen im Körper, die für Asthma eine Rolle spielen.

Zunächst einmal geht es um die Entzündungsreaktion. Studien zeigen, dass beim Fasten entzündungsfördernde Botenstoffe wie TNF-alpha und Interleukin-6 sinken. Gleichzeitig wird die Produktion entzündungshemmender Stoffe angeregt. Das kann dazu beitragen, dass die Atemwege weniger empfindlich auf Reize reagieren.

Ein weiterer Punkt ist der Histaminabbau. Histamin ist der Stoff, der bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird und zu einer Verengung der Bronchien führen kann. Beim Fasten sinkt der Histaminspiegel im Blut oft spürbar, was eine direkte Entlastung für die Atemwege bedeuten kann.

Dazu kommt der Effekt auf die Schleimhäute. Fasten führt dazu, dass der Körper Wasser anders speichert, was dazu beitragen kann, dass die Schleimhäute in den Atemwegen weniger Sekret produzieren. Viele meiner Teilnehmer berichten, dass sich nach wenigen Tagen Fasten das Gefühl von „Verschleimung“ in den Bronchien verringert.

Gibt es Risiken?

Nicht jeder Asthmapatient verträgt Fasten gleich gut.

Zu bedenken ist, dass während des Fastens der Blutzuckerspiegel sinkt, was bei einigen Menschen zu einer erhöhten Empfindlichkeit der Bronchien führen kann. In seltenen Fällen kann ein niedriger Blutzucker sogar einen Asthmaanfall triggern.

Auch der Elektrolythaushalt kann während des Fastens ins Wanken geraten. Magnesium ist für die Entspannung der Bronchien essenziell. Ein Mangel kann dazu führen, dass sich die Atemwege eher verkrampfen. Deshalb ist eine ausreichende Versorgung mit Magnesium besonders wichtig.

Wer regelmäßig Cortison inhaliert oder als Tablette einnimmt, sollte vorsichtig sein. Ein abruptes Absetzen kann die Nebennierenrinde überfordern und zu einer starken Reaktion führen. Wer langfristig fasten möchte, sollte seine Medikation daher mit einem erfahrenen Arzt oder Fastenbegleiter abstimmen.

Welche Fastenform ist für Asthmatiker geeignet?

Nicht jeder muss gleich mit einem siebentägigen Wasserfasten starten. Oft sind sanftere Methoden sinnvoller.

Intermittierendes Fasten nach der 16:8-Methode ist eine gute Möglichkeit, um den Körper schrittweise an Fastenphasen zu gewöhnen und trotzdem von den positiven Effekten zu profitieren.

Modifiziertes Fasten mit Brühen, Kräutertees und kleinen Mengen an Omega-3-Fettsäuren kann dabei helfen, die Entzündungsprozesse zu regulieren, ohne den Körper zu stark zu belasten.

Für einige Asthmatiker kann ein ketogenes Fasten, also eine Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten und gesunden Fetten, vorteilhaft sein, da es die Blutzuckerregulation stabilisiert und die Entzündungsprozesse weiter dämpfen kann.

Fazit

Fasten kann eine große Chance für Asthmapatienten sein, um die Atemwege langfristig zu entlasten.

Viele meiner Teilnehmer berichten, dass sich ihr Asthma nach mehreren Fastenzyklen verbessert hat. Die Schleimproduktion geht zurück, die Bronchien reagieren weniger empfindlich, und in manchen Fällen konnten Medikamente reduziert werden.

Aber Fasten ist kein Selbstversuch ohne Plan. Wer fasten möchte, sollte auf seinen Körper hören, die Elektrolyte im Blick behalten und gegebenenfalls eine sanftere Form des Fastens wählen.

Denn manchmal geht es nicht darum, was man seinem Körper zuführt – sondern darum, ihm einfach mal eine Pause zu gönnen.

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Dieser Beitrag wurde im November 2020 erstellt und letztmalig am 26.03.2025 aktualisiert.

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